Veröffentlicht am 23.01.2026 11:57

Wie KI Oberfranken prägt

V.l.: Henry Schramm, Prof. Ute Schmid, Staatssekretärin Dr. Silke Launert, MdB, Andreas Fickenscher, Julia Kerkhoff, Christine Schäl, Staatssekretär Martin Schöffel, MdL, Prof. Maximilian Röglinger, Geschäftsführer Frank Ebert.  (Foto: Oberfranken Offensiv )
V.l.: Henry Schramm, Prof. Ute Schmid, Staatssekretärin Dr. Silke Launert, MdB, Andreas Fickenscher, Julia Kerkhoff, Christine Schäl, Staatssekretär Martin Schöffel, MdL, Prof. Maximilian Röglinger, Geschäftsführer Frank Ebert. (Foto: Oberfranken Offensiv )
V.l.: Henry Schramm, Prof. Ute Schmid, Staatssekretärin Dr. Silke Launert, MdB, Andreas Fickenscher, Julia Kerkhoff, Christine Schäl, Staatssekretär Martin Schöffel, MdL, Prof. Maximilian Röglinger, Geschäftsführer Frank Ebert. (Foto: Oberfranken Offensiv )
V.l.: Henry Schramm, Prof. Ute Schmid, Staatssekretärin Dr. Silke Launert, MdB, Andreas Fickenscher, Julia Kerkhoff, Christine Schäl, Staatssekretär Martin Schöffel, MdL, Prof. Maximilian Röglinger, Geschäftsführer Frank Ebert. (Foto: Oberfranken Offensiv )
V.l.: Henry Schramm, Prof. Ute Schmid, Staatssekretärin Dr. Silke Launert, MdB, Andreas Fickenscher, Julia Kerkhoff, Christine Schäl, Staatssekretär Martin Schöffel, MdL, Prof. Maximilian Röglinger, Geschäftsführer Frank Ebert. (Foto: Oberfranken Offensiv )

Unter diesem Leitthema kamen die Mitglieder des Beirats der Entwicklungsagentur Oberfranken Offensiv in Bayreuth zusammen. Eingeladen hatte der Beiratsvorsitzende, Landrat Dr. Oliver Bär aus Hof. In einer Reihe von Fachvorträgen wurden praxisnahe Beispiele für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Wissenschaft, Medizin, Verwaltung, Wirtschaft, Kriminologie und Handwerk vorgestellt und intensiv diskutiert.

„Wir alle erleben derzeit einen tiefgreifenden Wandel“, betonte Dr. Oliver Bär zur Eröffnung der Sitzung im Landrätesaal der Regierung von Oberfranken. Künstliche Intelligenz sei längst ein Schlüsselfaktor für Wirtschaft und Gesellschaft und werde in vielen Bereichen grundlegende Veränderungen mit sich bringen. Umso wichtiger sei es, sich aktiv mit den Chancen und Herausforderungen dieser Technologie auseinanderzusetzen.

Prof. Dr. Ute Schmid von der Universität Bamberg, Expertin für Kognitive Systeme, gab Einblicke in ihre 25-jährige Forschung zur KI. Sie zeigte auf, wie entsprechende Kompetenzen zielgruppengerecht an Kinder, Jugendliche und Erwachsene vermittelt werden können.

Aktuelle Einsatzmöglichkeiten von KI in Verwaltung und Unternehmen stellte Prof. Dr. Maximilian Röglinger von der Universität Bayreuth vor. Sein Vortrag machte deutlich, dass intelligente Systeme nicht nur Prozesse verbessern, sondern auch wertvolle Ressourcen einsparen können.

Einen Blick auf die Schattenseite der digitalen Entwicklung warf Oberstaatsanwältin Christine Schäl von der Zentralstelle Cybercrime Bayern. In ihrem Impulsvortrag schilderte sie, wie Ermittler KI nutzen, um moderne Cyberkriminalität zu bekämpfen – von Phishing über Deepfakes bis hin zu Schadsoftware.

Dass KI auch im Gesundheitswesen enormes Potenzial besitzt, zeigte die Medizinstudentin und Startup-Gründerin Julia Kerkhoff. Mit ihrem Projekt „BefundKlar“ entwickelt sie KI-gestützte Diagnoselösungen, die Effizienz und Genauigkeit in der Medizin steigern. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem Bundespreis für Startups ausgezeichnet.

Wie selbst ein 400 Jahre alter Handwerksbetrieb von moderner Technologie profitieren kann, erläuterte Bäckermeister Andreas Fickenscher aus Münchberg. Durch den Einsatz von KI arbeitet sein Traditionsunternehmen heute kundenorientierter und wirtschaftlich erfolgreicher – zum Vorteil auch der rund 120 Beschäftigten.

Zum Abschluss dankte Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Vorsitzender von Oberfranken Offensiv, allen Referentinnen und Referenten sowie den Beiratsmitgliedern für die lebhafte Diskussion. Er unterstrich, dass Oberfranken gerade im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz vom engen Zusammenspiel von Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung profitiere. Oberfranken Offensiv werde diesen Schulterschluss weiterhin aktiv fördern – ganz im Sinne des Mottos: #esgehtnurgemeinsam.


Von Jessica Mohr
jm
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