Zum 150. Todestag der Comtesse Marie d’Agoult rückt eine bemerkenswerte Frau des 19. Jahrhunderts in den Mittelpunkt eines besonderen Abends der Deutsch-Französischen Gesellschaft. Der Schauspieler und Rezitator Claus Frankl widmet sich in seinem Vortrag dem Leben und Wirken der Schriftstellerin, die unter dem Pseudonym Daniel Stern veröffentlichte und als Mutter Cosima Wagners eine oft übersehene Rolle im kulturellen Umfeld Richard Wagners einnimmt.
Marie d’Agoult selbst erlebte die Bayreuther Festspiele nicht mehr. Doch die Frage, ob sie ihre Tochter Cosima und deren Ehemann Richard Wagner in Bayreuth besucht hätte, eröffnet einen spannenden gedanklichen Zugang zu ihrer Biografie. Frankl zeichnet das Bild einer eigenständigen Intellektuellen, deren Einfluss weit über ihre familiären Verbindungen hinausgeht. Der Blick auf Cosima Wagner und Franz Liszt gewinnt dabei neue Tiefe, wenn man die Lebensgeschichte dieser außergewöhnlichen Frau kennt. Veranstalter: Deutsch-Französische Gesellschaft Bayreuth.
Do., 16. April, 18.30 bis 20 Uhr, Internationaler Zirkel, Schulstraße 5.