BAYREUTH. Nach der jährlichen Revision startet das Stadtbad in Bayreuth am Dienstag, 29. September, in die neue Hallenbadsaison. In den vergangenen Wochen wurden umfangreiche technische Erneuerungen ausgeführt: Die rund 30 Jahre alte Steuerung der Wasseraufbereitungsanlage wurde komplett ersetzt. Rund 100.000 Euro investierten die Stadtwerke in neue Schaltschränke.
Das Stadtbad hat eine bewegte jüngere Geschichte. 2022 war sein Fortbestand tatsächlich gefährdet. Die Stadtwerke wollten auf dem Grundstück an der Kolpingstraße eine Energiezentrale errichten – dafür hätte das Hallenbad weichen müssen. Die Initiative „Rettet das Stadtbad“ sammelte 7.903 Unterschriften gegen den Abriss. Am 28. September 2022 sprach sich der Stadtrat schließlich mit großer Mehrheit für den Erhalt des Stadtbads aus.
Damit war die Abrissfrage zunächst geklärt. Vom Tisch waren damit aber nicht die Probleme des Betriebs. In den folgenden Jahren musste das Stadtbad mehrfach für die Öffentlichkeit geschlossen werden.
2025 blieb das Hallenbad beispielsweise ab Ende Mai bis zum Ende der Sommerferien für die Allgemeinheit geschlossen. Schulen, Vereine und andere Organisationen konnten es unter bestimmten Voraussetzungen weiter nutzen.
Jetzt setzen die Stadtwerke mit der neuen Technik und zwei zusätzlichen Auszubildenden für den Bäderbetrieb Zeichen für den weiteren Betrieb.
Die neuen Schaltschränke steuern unter anderem Pumpen, Filter, Frischwasserzufuhr sowie die Dosierung von Chlor und Mitteln zur Regulierung des pH-Werts. Sensoren überwachen den Zustand der Anlage und erkennen beispielsweise, wann Filter rückgespült werden müssen.
Für das Stadtbad-Team bringt die neue Technik zudem eine deutlich bessere Übersicht. Statt vieler einzelner Schalter und Knöpfe zeigen Displays den Zustand der Anlage anhand von Schaubildern. Die Wasseraufbereitung lässt sich dadurch genauer regulieren.
„Wir können die Anlage jetzt wesentlich feiner regulieren als bisher“, erklärt Stadtbadleiter Thomas Schmeer. Neben einer höheren Betriebssicherheit versprechen sich die Stadtwerke davon auch einen effizienteren Einsatz von Energie und Betriebsmitteln.
Auch optisch wurde gearbeitet
Neben der technischen Erneuerung wurde das Stadtbad während der Schließzeit umfassend instandgesetzt. Maler und Fliesenleger waren im Einsatz, dauerelastische Fugen wurden erneuert. Zudem wurde das gesamte Bad gründlich gereinigt.
Neu ist außerdem ein Snackautomat im Eingangsbereich. Dort können Badegäste künftig Getränke und Süßigkeiten kaufen.