Wer seine Zimmer- und Topfpflanzen auf den Herbst vorbereitet, sollte auch einen Blick auf Wurzeln und Erde werfen. Nach Angaben des Bayreuther Stadtgartenamtes ist jetzt ein guter Zeitpunkt zum Umtopfen – allerdings nur, wenn die Pflanze tatsächlich einen größeren Topf oder frische Erde benötigt.
Diese Anzeichen sprechen fürs Umtopfen
Handlungsbedarf besteht etwa, wenn Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen, der Ballen vollständig durchwurzelt ist oder Wasser direkt durch die Erde läuft. Auch dauerhaft nasse, muffig riechende Erde und schwaches Wachstum können Hinweise sein.
Gesunde Pflanzen müssen dagegen nicht vorsorglich umgetopft werden. Oft genügt es, die oberste Erdschicht gegen frische Erde auszutauschen. Empfindliche Pflanzen wie Orchideen, Kakteen und Sukkulenten sollten im Herbst nur bei Bedarf umgesetzt werden.
Topfgröße und Staunässe beachten
Der neue Topf sollte lediglich einige Zentimeter größer sein und über Abzugslöcher verfügen. Zu große Gefäße speichern länger Feuchtigkeit und erhöhen damit das Risiko von Wurzelfäule.
Beim Umtopfen sollten beschädigte oder faulige Wurzeln entfernt und die Pflanze in frische, geeignete Erde gesetzt werden. Anschließend vorsichtig angießen. In den ersten vier bis sechs Wochen ist laut Stadtgartenamt kein zusätzlicher Dünger nötig. Da der Wasserbedarf im Herbst sinkt, sollte außerdem erst gegossen werden, wenn die obere Erdschicht trocken ist.