Veröffentlicht am 24.09.2026 17:00

SpVgg übernimmt Fanartikelverkauf zum 1. Oktober in Eigenregie

Merchandising wie der Verkauf des aktuellen Heimtrikots (Bild) wird künftig von der SpVgg Bayreuth in Eigenregie übernommen. (Foto: SpVgg Bayreuth)
Merchandising wie der Verkauf des aktuellen Heimtrikots (Bild) wird künftig von der SpVgg Bayreuth in Eigenregie übernommen. (Foto: SpVgg Bayreuth)
Merchandising wie der Verkauf des aktuellen Heimtrikots (Bild) wird künftig von der SpVgg Bayreuth in Eigenregie übernommen. (Foto: SpVgg Bayreuth)
Merchandising wie der Verkauf des aktuellen Heimtrikots (Bild) wird künftig von der SpVgg Bayreuth in Eigenregie übernommen. (Foto: SpVgg Bayreuth)
Merchandising wie der Verkauf des aktuellen Heimtrikots (Bild) wird künftig von der SpVgg Bayreuth in Eigenregie übernommen. (Foto: SpVgg Bayreuth)

Die SpVgg Bayreuth stellt ihr Merchandising neu auf: Zum 1. Oktober 2026 übernimmt die Altstadt den Verkauf ihrer Fanartikel vollständig in Eigenregie. Damit endet die bisherige Zusammenarbeit mit Tribünenkult in ihrer bisherigen Form. Gleichzeitig ist es der SpVgg ein großes Anliegen, sich ausdrücklich für die langjährige Unterstützung und das außergewöhnliche Engagement von Tribünenkult und insbesondere Uwe Glaser zu bedanken.

Über viele Jahre war Tribünenkult eine wichtige Anlaufstelle für alle, die ihre Verbundenheit zur Altstadt auch nach außen tragen wollten. In einer Zeit, in der der Verein das Thema Merchandising selbst nicht in der notwendigen Form abbilden konnte, übernahm Tribünenkult Verantwortung – vom Verkauf der Trikots und Fanartikel bis hin zur direkten Betreuung der Fans.

Eine besondere Rolle spielte dabei Uwe Glaser. Als echtes Urgestein, Kultmitglied und wandelndes Oldschdod-Lexikon war und ist er für viele Anhänger weit mehr als nur Ansprechpartner für Fanartikel. Fehlte kurzfristig ein Trikot, wurde noch ein Schal benötigt oder gab es irgendeine Frage rund um die Altstadt, war Uwe Glaser gefühlt Tag und Nacht erreichbar und fand fast immer eine Lösung.

„Dafür können wir uns nur bedanken. Tribünenkult und insbesondere Uwe haben in einer Zeit Verantwortung übernommen, in der sich beim Verein selbst niemand ausreichend um das Thema Fanartikel kümmern konnte. Das war alles andere als selbstverständlich. Diese Leistung und diese Verbundenheit zur Oldschdod werden wir nicht vergessen“, sagt Geschäftsführer Lorenz Röthlingshöfer.

Dass die SpVgg den Fanartikelverkauf nun selbst übernimmt, ist deshalb ausdrücklich nicht als Entscheidung gegen Tribünenkult zu verstehen. Vielmehr gehört die Neuausrichtung zu dem Weg, den der Verein derzeit auch in anderen Bereichen einschlägt: mehr Verantwortung selbst übernehmen, Strukturen weiter professionalisieren und wirtschaftlich relevante Bereiche wieder näher an den Verein holen.

Die SpVgg hat in den vergangenen Monaten bereits wichtige Schritte in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung gemacht. Gleichzeitig ist klar, dass dieser Weg noch nicht abgeschlossen ist. Deshalb gilt es, vorhandene Erlöspotenziale konsequent zu nutzen und zusätzliche Wertschöpfung unmittelbar bei der Oldschdod zu halten. Merchandising ist dabei ein Bereich, in dem der Verein künftig stärker selbst Verantwortung übernehmen möchte.

Dafür übernimmt die SpVgg im Gegenzug auch den gesamten damit verbundenen Aufwand und das wirtschaftliche Risiko – vom Einkauf über Lagerhaltung und Verkauf bis hin zu Versand, Vermarktung und Sortimentsplanung.

„Natürlich wäre es für uns organisatorisch einfacher, diesen Bereich weiterhin vollständig auszulagern. Aber ich muss als Geschäftsführer Entscheidungen treffen, die langfristig im Interesse des Vereins liegen. Wir sind wirtschaftlich auf einem guten Weg, aber wir sind noch nicht am Ziel. Deshalb müssen wir auch Bereiche selbst übernehmen, in denen wir zusätzliche Erlöse für die Altstadt generieren können – selbst wenn das für uns zunächst mehr Arbeit bedeutet“, erklärt Röthlingshöfer.

Mit dem Eigenbetrieb verbindet die SpVgg dabei nicht ausschließlich wirtschaftliche Ziele. Der Verein möchte künftig schneller und direkter auf Wünsche seiner Fans reagieren, neue Produkte flexibler entwickeln und das Merchandising noch stärker mit der eigenen Marke und Identität verbinden.

Neue Kollektionen, limitierte Artikel, besondere Aktionen rund um Heimspiele oder kurzfristige Fanwünsche sollen dadurch künftig einfacher umgesetzt werden können. Gleichzeitig sollen Stadionverkauf, digitale Kommunikation und Online-Angebot enger miteinander verzahnt werden.

Auch die Vereinswebsite wird in den kommenden Wochen entsprechend weiterentwickelt. Zusätzlich entsteht ein eigener Webshop, über den Fans der SpVgg künftig auch unabhängig von den Heimspielen auf das Sortiment zugreifen können. Der erste große Aufschlag erfolgt bereits am 3. Oktober beim Heimspiel „Oldschdod für alle“. Dort wird es den Merch erstmals unmittelbar aus der Hand der Altstadt geben.

Zum Start warten besondere Angebote auf die Fans, gleichzeitig wird es bereits erste Neuheiten geben. Unter anderem dürfen sich die Anhänger auf neue Fanschals und weitere Produkte freuen. Das Sortiment soll anschließend Schritt für Schritt ausgebaut und gemeinsam mit den Fans weiterentwickelt werden.

Trotz der Übernahme in Eigenregie soll Tribünenkult der SpVgg auch weiterhin verbunden bleiben. Der Verein kann sich ausdrücklich vorstellen, künftig bei einzelnen Produkten, Veredelungen, Projekten oder anderen Dienstleistungen mit Tribünenkult zusammenzuarbeiten.

„Eine Partnerschaft endet für mich nicht dadurch, dass sich ein Geschäftsmodell verändert. Tribünenkult gehört seit vielen Jahren zur Altstadt-Familie und das soll auch so bleiben. Ich bin überzeugt davon, dass wir auch in Zukunft Möglichkeiten finden werden, miteinander zu arbeiten. Gleichzeitig gehört es zu meiner Aufgabe als Geschäftsführer, Entscheidungen zu treffen, die aus meiner Sicht dem Verein langfristig dienen. Genau darum geht es bei diesem Schritt“, so Röthlingshöfer.

Mit dem 1. Oktober beginnt damit ein neues Kapitel im Merchandising der SpVgg: mehr Eigenverantwortung, mehr direkte Nähe zu den Fans – und künftig noch mehr Oldschdod aus eigener Hand.


Von Roland Schmidt
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