Nach dem wichtigen 4:2-Auswärtssieg beim SC Eltersdorf am vergangenen Freitag empfängt die SpVgg Bayreuth am Samstag, 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit), um 14 Uhr im Rahmen des 12. Spieltages der Regionalliga Bayern Aufsteiger TSV 1882 Landsberg. Der Eintritt zu der Partie im Hans-Walter-Wild-Stadion ist im Rahmen der Aktion „Oldschdod für alle“ und unter dem Motto „Deutschland feiert die Einheit, Bayreuth feiert die Oldschdod“ dank der Unterstützung von Sponsoren für alle Zuschauer frei.
Der TSV 1882 Landsberg hat als Neuling bisher erst eines von zehn Saisonspielen gewonnen, überraschte dabei aber durchaus mit einem 2:1 bei Wacker Burghausen – dem ersten Landsberger Erfolg in der Regionalliga-Premierensaison des Vereins. Unentschieden gab es gegen den FV Illertissen (2:2), gegen den VfB Eichstätt (0:0), beim TSV 1860 München (1:1) und bei Schwaben Augsburg (1:1). Nach dem Sieg in Burghausen holte Landsberg zuletzt nur noch einen Zähler aus drei Partien. Durch die 1:2-Heimniederlage im „Kellerduell“ gegen die SpVgg Ansbach am vergangenen Samstag rutschten die Schwaben mit sieben Zählern auf den letzten Tabellenplatz der Regionalliga Bayern ab.
Vor nur 450 Zuschauern brachte Björn Angermeier die Ansbacher nach einer Viertelstunde in Führung (15.). Nur sieben Minuten später gelang dem TSV Landsberg zwar der Ausgleich durch Tiziano Mulas (22.), aber durch einen verwandelten Foulelfmeter in der 75. Minute durch den Ansbacher Eric Weeger sicherten sich die Gäste drei Punkte im Landsberger Sportpark. TSV-Cheftrainer René Schröder analysierte nach der Partie: „Wir haben leider keinen guten Tag erwischt. Uns hat die Energie gefehlt. Wir mussten leider unter der Woche viele krankheitsbedingte Ausfälle verkraften. Das konnten wir heute nicht kompensieren. Auch mit Ball war`s keine gute Partie. Insgesamt war`s auch kein gutes Spiel, für den neutralen Zuschauer nicht schön anzuschauen.”
Beste Landsberger Torschützen sind bislang die beiden Mittelfeldakteure Furkan Kircicek (29) und Tiziano Mulas (24) mit jeweils drei Treffern. Kircicek gab zusätzlich eine Torvorlage. Auf zwei Tore und eine Vorlage kommt der 20-jährige Stürmer Fynn Heinze, der vor der Saison von der Bundesligareserve des FC Augsburg nach Landsberg kam. Ein Tor und drei Vorlagen hat Heinzes Angreiferkollege und Mittelstürmer Jeton Abazi (26) in der bisherigen Bilanz stehen.
Ebenfalls einmal ins Schwarze getroffen hat Mittelfeldspieler Halit Yilmaz (23), der in der Sommerpause als Neuzugang von Ligakonkurrent SpVgg Greuther Fürth II zu den Schwaben kam. Weitere Stammspieler im Landsberger Mittelfeld sind Lukas Bettrich (24), Maximilian Seemüller (22), Daniele Sgodzaj (26) und der 33-jährige Routinier Ünal Tosun (bislang zwei Vorlagen), der im Laufe der vergangenen Saison von Türkgücü München kam, wo er als Spielertrainer agierte.
Stammkräfte in der Landsberger Verteidigung sind der vom FC Memmingen gekommene, 31-jährige David Bauer, der in der vergangenen Saison in 32 Spielen bei der SpVgg Bayreuth eingesetzte Leon Bucher (22), Mannschaftskapitän Maximilian Holdenrieder (28), der von Bayernligist FC Ismaning zu den Schwaben gewechselte, der 24-jährige Benedikt Kuhn, Kilian Pittrich (24, bislang eine Vorlage) sowie der vom SC Wiedenbrück aus der Regionalliga West gekommene Daniel Sanchez Ruiz Diaz (25). Unangefochtene Nummer 1 im Landsberger Tor ist der 22-jährige, in Ingolstadt ausgebildete Leopold Leimeister.
In der Historie der Regionalliga Bayern ist die Partie der SpVgg Bayreuth gegen den TSV Landsberg eine Premiere. Landsberg gehörte der höchsten Bayerischen Amateurliga bislang noch nicht an.
Die SpVgg Bayreuth rückte durch den 4:2-Auswärtssieg beim SC Eltersdorf von vergangenem Freitag mit jetzt 13 Punkten nach elf Spielen auf Tabellenplatz elf der Regionalliga Bayern nach vorne. Bayreuther Torschützen in Eltersdorf waren Dominic Schmidt zum 1:1 (41.), Kelvin Onuigwe (55.) zum 2:1 und Niklas Doll (66.) zum 3:1, für die endgültige Entscheidung sorgte Erijon Shaqiri mit dem 4:2 in der 84. Minute.
Der Altstädter Co-Trainer Sebastian Köhler bilanzierte nach dem Spiel: „Wir sind erleichtert, weil wir gesehen haben, was die Jungs können und auf den Platz bringen. Wir bekommen den Rückschlag mit dem 0:1 und kommen zurück. Nach dem 3:1 bekommen wir das 3:2, aber der Kopf bleibt oben und jeder fightet. Wir legen mit dem 4:2 nach. Die Jungs sollen das Wochenende jetzt erst einmal genießen.”
Zum Spiel gegen den TSV Landsberg am 3. Oktober erklärt der Bayreuther Cheftrainer Lukas Kling: „Mit dem TSV Landsberg kommt ein Aufsteiger, der zwar noch nicht so viele Punkte gesammelt, aber dafür auch schon den ein oder anderen Achtungserfolg eingefahren hat wie das 1:1-Unentschieden beim TSV 1860 München. Für uns gilt: Wir wollen den Schwung aus dem Sieg in Eltersdorf mitnehmen. Wir werden voraussichtlich auf einen tief stehenden Gegner treffen. Da gilt es, geduldig zu sein, ruhig die Sachen auszuspielen und vorzubereiten, dann aber auch im richtigen Moment zuzustechen wie in Eltersdorf. Vor der großartigen Kulisse, die am Samstag da sein und uns pushen wird, wollen wir dann auf jeden Fall die drei Punkte einfahren“.
Am Aktionsspieltag „Die Oldschdod für alle“ wird neben freiem Eintritt für alle (trotzdem wird ein Ticket benötigt, das es vorab online im Ticketshop oder am Spieltag an den Tageskassen gibt) auch ein attraktives Rahmenprogramm geboten: Unter anderem wird neben einer Versteigerung von Trikots aus der Zweitbundesligazeit, original getragen von Erich Goldammer, das neue Merchandising-Konzept der SpVgg mit zahlreichen Angeboten vorgestellt und das Bayreuther Traditionsunternehmen Steigraeber baut als besonderen Blickfang einen imposanten Kohlefaser-Flügel vor der Haupttribüne im Stadion auf, auf dem die beiden Mannschaften beim Einlauf mit Live-Musik begleitet werden. Zudem gibt es Freigetränke für Dauerkarteninhaber. „Gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir das Hans-Walter-Wild-Stadion füllen, Menschen zusammenbringen und allen die Möglichkeit geben, die Oldschdod live zu erleben. Egal ob langjähriger Fan, Familie, Erstbesucher oder jemand, der schon länger nicht mehr im Stadion war“, erläutert SpVgg-Geschäftsführer Lorenz Röthlingshöfer.
Einlass zum Spiel am Bundesliga-freien Wochenende ist bereits ab 12.30 Uhr, städtisches Ordnungsamt und Polizei gaben außerdem „grünes Licht“, dass die zugelassene Stadionkapazität von normalerweise 5.000 auf 7.000 Zuschauer erhöht werden darf, damit keine Gefahr besteht, dass interessierte Besucher kurzfristig vor verschlossenen Stadiontoren stehen.