Veröffentlicht am 11.10.2026 15:22, aktualisiert am 11.10.2026 15:32

„Absolutes Highlight-Spiel“ wartet auf die Altstadt

Wie nach dem Sieg bei Schwaben Augsburg am vergangenen Samstag (Bild) wollen die Spieler der Altstadt möglichst auch am Dienstag nach dem Spiel bei 1860 München mit den mitgereisten Fans feiern. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Wie nach dem Sieg bei Schwaben Augsburg am vergangenen Samstag (Bild) wollen die Spieler der Altstadt möglichst auch am Dienstag nach dem Spiel bei 1860 München mit den mitgereisten Fans feiern. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Wie nach dem Sieg bei Schwaben Augsburg am vergangenen Samstag (Bild) wollen die Spieler der Altstadt möglichst auch am Dienstag nach dem Spiel bei 1860 München mit den mitgereisten Fans feiern. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Wie nach dem Sieg bei Schwaben Augsburg am vergangenen Samstag (Bild) wollen die Spieler der Altstadt möglichst auch am Dienstag nach dem Spiel bei 1860 München mit den mitgereisten Fans feiern. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)
Wie nach dem Sieg bei Schwaben Augsburg am vergangenen Samstag (Bild) wollen die Spieler der Altstadt möglichst auch am Dienstag nach dem Spiel bei 1860 München mit den mitgereisten Fans feiern. (Foto: SpVgg Bayreuth/Simon Helfensdörfer)

Nur drei Tage nach dem souveränen 3:0-Auswärtssieg bei Schwaben Augsburg gastiert die SpVgg Bayreuth im Rahmen des 14. Spieltages der Regionalliga Bayern am Dienstag, 13. Oktober, um 19 Uhr im Grünwalder Stadion beim TSV 1860 München.

„Mit jetzt drei Siegen in Folge können wir mit breiter Brust zum für uns absoluten Bonusspiel bei den Münchner Löwen fahren“, erklärte der Altstädter Cheftrainer Lukas Kling nach dem Erfolg bei den „Schwabenrittern“. Die SpVgg rückte durch den Sieg in Augsburg mit jetzt 19 Punkten nach 13 Spielen auf Rang sechs in der Regionalliga-Tabelle nach vorne.

Der TSV 1860 München ist nach dem Zwangsabstieg durch die Lizenzverweigerung in der Dritten Liga und den dadurch ausgelösten Turbulenzen in der Sommerpause praktisch die „Übermannschaft“ in der Regionalliga Bayern und strebt nach der Neustrukturierung mit dem Aus für Investor Hassan Ismaik sobald wie möglich den Wiederaufstieg an. Mit 21 Punkten nach 12 Partien stehe die Löwen aktuell auf Tabellenrang drei, sieben Punkte hinter Spitzenreiter TSV Buchbach und sechs Zähler hinter dem Zweiten FC Memmingen, die allerdings beide bereits ein Spiel mehr absolviert haben. Neben fünf Siegen und sechs Unentschieden hat der TSV 1860 bislang erst ein Spiel verloren (1:3 bei Wacker Burghausen am 26. September). Aus den jüngsten drei Spielen wurden vier Punkte geholt. Die Fans halten den Löwen beim Neustart die Treue, bei den Heimspielen ist das Grünwalder Stadion regelmäßig mit 15.000 Zuschauern ausverkauft und auch bei Auswärtsspielen sorgen die 60er-Fans meist für Heimspielstimmung.

Zuletzt gab es am vergangenen Samstag ein 1:1-Unentschieden beim FV Illertissen. Nachdem Florian Niederlechner die Löwen in der 70. Minute in Führung gebracht hatte, glich Denis Milic in der 83. Minute für Illertissen noch zum 1:1 aus. 1860-Cheftrainer Alper Kayabunar bilanzierte nach der Partie: „Wir haben uns viele Möglichkeiten erarbeitet und nur wenige Chancen für den Gegner zugelassen. Leider stehen wir am Ende dennoch nur mit einem Punkt da. In der ersten Halbzeit sind wir oft in die Box gekommen, aber die Qualität der Bälle war nicht gut. Das haben wir in der Pause angesprochen. Die zweite Hälfte war dann besser. Leider haben wir am Ende die eine oder andere Torchance vergeben. Wir haben auswärts gegen eine richtig gute Mannschaft gespielt, aber wir hätten mehr Druck ausüben, noch mehr Bälle in die Box bringen und den Gegner weiter hinten reindrücken müssen, um uns noch mehr Torchancen zu erarbeiten. Ich hoffe, dass wir bis Dienstag wieder mehr personelle Alternativen haben. Das Spiel hat sehr viel Kraft gekostet und gegen Bayreuth wird es sicherlich nicht einfacher.”

Erfolgreichster Torschütze der Münchner Löwen sind bisher der aus dem Drittligakader gebliebene, 35-jährige Stürmerroutinier Florian Niederlechner und der von der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund gekommene, erfahrene 30-jährige Mittelfeldakteur Michael Eberwein mit jeweils fünf Toren. Niederlechner gab dazu noch drei Vorlagen.

Auf jeweils vier Tore und vier Vorlagen kommt Mittelfeldspieler Tunay Deniz (32). Drei Treffer und eine Torvorlage hat der 19-jährige Abwehr-Youngster Lance Fiedler auf dem Konto. Auf jeweils zwei Tore kommen die Stürmer Emre Erdogan (19, zusätzlich vier Assists), Arian Ortivero Calderon (19) und Fabio Wagner (19, zusätzlich eine Vorlage) sowie der 31-jährige Abwehr-Routinier Felix Weber, der von der DJK Vilzing zu den Löwen wechselte und in den Spielzeiten 2021/22 und 2022/23 zum Regionalliga-Meister- und Drittligateam der SpVgg Bayreuth gehörte. In der Saison 2017/18 war Felix Weber bereits Kapitän der damaligen Löwenmannschaft, die aus der Regionalliga die Rückkehr in die Dritte Liga und damit in den Profifußball schaffte.

Vier Assists hat bislang der 27-jährige Mannschaftskapitän Dennis Dressel (Mittelfeld, kam vom Drittliga-Absteiger SSV Ulm 1846) gegeben. Jeweils eine Torvorlage haben der 20-jährige Mittelfeldspieler Raphael Ott (kam von der zweiten Mannschaft des FC Schalke 04 aus der Regionalliga West), der bis zur Winterpause der vergangenen Saison 2025/26 bei der SpVgg Bayreuth aktive und dann zu Chemie Leipzig in die Regionalliga Nordost gewechselte Julian Bell (23) und dessen 21-jähriger Abwehrkollege Mark Gevorgyan (kam von Hannover 96 II aus der Regionalliga Nord) auf dem Konto.

Weitere Stammspieler der Löwen sind im Mittelfeld Raphael Wach (23) und der gleichaltrige, von Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue gekommene Eric Uhlmann. In der Abwehr gehört der 20-jährige Lasse Faßmann zum Stammpersonal und das Tor des TSV 1860 hütet der 35-jährige Routinier Vitus Eicher. Insgesamt stellt der Kader des TSV 1860 eine gute Mischung aus jungen, hungrigen Akteuren, die vielfach dem Kader der zweiten Mannschaft angehörten, die in der vergangenen Saison die Meisterschaft in der Bayernliga Süd holte, und einigen erfahrenen Routiniers dar. Auch Cheftrainer Alper Kayabunar coachte bereits im vergangenen Jahr die zweite Mannschaft der Löwen.

In der Historie der Regionalliga Bayern trafen die SpVgg Bayreuth und der TSV 1860 München bislang zweimal in der Saison 2017/18 aufeinander. Die Löwen siegten dabei im Grünwalder Stadion mit 3:0 und in Bayreuth mit 4:1. In der gemeinsamen Drittligasaison 2022/23 gewann die Altstadt im Hans-Walter-Wild-Stadion mit 1:0, beim Rückspiel in München siegten die Löwen mit 2:0.

Beim 3:0-Auswärtssieg bei Schwaben Augsburg am vergangenen Samstag zeigte die SpVgg Bayreuth eine souveräne Leistung. Torschützen waren Niklas Doll in der 27. Minute, Patrick Scheder kurz nach der Halbzeitpause (47.) sowie kurz vor Schluss in der 89. Minute Tino Lennerth per Handelfmeter. Der Altstädter Co-Trainer Sebastian Köhler analysierte nach der Partie: „Wir haben hochverdient gewonnen. In der ersten Halbzeit waren wir super dominant. In dieser Phase hätten wir uns eigentlich noch mehr belohnen müssen. Defensiv ließen wir gar nichts anbrennen. Nach der Pause kamen wir perfekt raus, legten schnell das 2:0 nach. Danach wurde es ein wenig schlampiger. Aber wir machten dennoch auch noch das 3:0. Der Flow passt gerade.”

SpVgg-Cheftrainer Lukas Kling erklärt im Hinblick auf das Spiel beim TSV 1860 München: „In München wartet ein absolutes Highlight-Spiel auf uns vor voraussichtlich ausverkauftem Haus mit 15.000 Zuschauern. Uns werden auch voraussichtlich 400 bis 500 eigene Fans unterstützen, was an einem Dienstag Abend überragend ist. Nach den jüngsten drei Siegen am Stück können die Jungs völlig befreit aufspielen, können das Spiel genießen – aber nicht zu sehr. Wir wollen natürlich schon auch was mitnehmen und auch alles raushauen, was wir haben, trotz des anstrengenden Spiels von Samstag. Vor so einer Kulisse macht es aber auch Freude zu kicken, dafür spielen wir Fußball, und deshalb freuen wir uns alle riesig darauf“.

Hinweis

Auf BR24 Sport im Web, in der App und in der ARD-Mediathek wird das Spiel der Löwen gegen die Altstadt am Dienstag, 13. Oktober, ab 18.55 Uhr im Livestream übertragen.


Von Roland Schmidt
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