Nach der mit einer Ausbeute von drei Punkten aus drei Partien abgeschlossenen „Englischen Woche“ gastiert die SpVgg Bayreuth im Rahmen des 11. Spieltages der Regionalliga Bayern am Freitag, 25. September, um 19 Uhr bei Aufsteiger SC Eltersdorf.
Der Neuling aus der Nähe von Erlangen startete mit bislang zwölf Punkten aus neun absolvierten Spielen sehr ordentlich in die Regionalligasaison. Nach dem überraschenden 1:0-Auswärtssieg zu Saisonbeginn bei dem Amateuren von Bayern München gab es eine 0:1-Heimniederlage gegen die DJK Vilzing, zwei Unentschieden bei der SpVgg Unterhaching und beim amtierenden Regionalligameister 1. FC Nürnberg II, einen 3:2-Heimsieg gegen die SpVgg Greuther Fürth II und ein 3:3-Remis bei der Zweitvertretung des FC Augsburg. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen den starken FV Illertissen schwächelte der Aufsteiger zuletzt etwas und verlor zu Hause mit 0:2 gegen den VfB Eichstätt und am vergangenen Samstag mit 2:3 bei der SpVgg Ansbach.
Im Spiel bei der immer noch Tabellenletzten, aber seit dem ersten Sieg gegen die Altstadt am Samstag vor einer Woche im Aufwärtstrend befindlichen SpVgg Ansbach glichen die Eltersdorfer in der ersten Halbzeit zunächst durch Tom Feulner in der 22. Minute den 0:1-Rückstand aus und gingen kurz darauf durch Yannik Jassmann sogar mit 2:1 in Führung (26.). Die Ansbacher Matthias Hahn mit einem Freistoßtreffer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sowie Tobias Dietrich in der 85. Minute mit einem Schuss aus 25 Metern drehten die Partie jedoch erneut und stellten den 3:2-Sieg der Gastgeber sicher.
Der Eltersdorfer Trainer Bernd Eigner bilanzierte nach der Partie: „Bitteres Spiel, bitteres Ende für uns. Glückwunsch an die Spielvereinigung. Es war ein Kampfspiel. Ich glaube, in der ersten Halbzeit waren wir die ersten fünf Minuten gut drin. Dann ist Ansbach mit dem ersten Standard in Führung gegangen. Wir sind danach wach geworden, ebenfalls durch eine Standardsituation gut zurückgekommen, haben ausgeglichen und kurz darauf sogar nachgelegt und sind in Führung gegangen. Danach waren wir gut im Spiel. In der 45. Minute machen wir noch einmal ein unnötiges Foul. Das waren für mich in der ersten Halbzeit die beiden Möglichkeiten der Spielvereinigung und beide entstanden aus Standardsituationen. So fällt auch das 2:2. Schlussendlich ist es dann ein Traumtor, das uns den Punkt gekostet hat.“
Bester Angreifer im „Die Quecken“ genannten Team des SC Eltersdorf ist aktuell mit zwei Toren und einer Vorlage der 29-jährige Mittelstürmer Yannik Jassmann. Seine Kollegen im Sturm sind der 21-jährige Österreicher Felix Rippert (ein Tor und eine Vorlage) und der 30-jährige Calvin Sengül (ebenfalls ein Treffer und ein Assist).
Im Eltersdorfer Mittelfeld stehen bewährte Stammkräfte wie der früher in Hof und Schweinfurt aktive Routinier Tom Feulner (28, bisher ein Tor und drei Vorlagen), der aktuell Rot-gesperrte 29-jährige Moritz Fischer (bisher ein Treffer) und Mannschaftskapitän Maximilian Göbhardt (33). Feste Stammspieler sind dort ferner Marco Niedermayer (23, bislang eine Vorlage), der 27-jährige Robin Renner (bisher ein Tor), Leo Sommer (21, bislang ein Tor), Routinier Manuel Stark (33, bisher ein Treffer) und Manfred Strobel (25).
Die Abwehr der „Quecken“ bilden der 27-jährige Grieche Valantis Floros (bisher ein Assist), der 30-jährige Sebastian Marx, der ebenfalls bereits zweimal ins Schwarze getroffen hat, Patrick Ort (25, bislang ein Tor und zwei Vorlagen) sowie die Nachwuchsspieler Nicolas Rutkowski (bisher eine Vorlage) und Korbinian Stütz (20), der nach der vergangenen Saison 2025/26 von Regionalliga-Absteiger SpVgg Hankofen-Hailing nach Eltersdorf wechselte. Das Tor der Mittelfranken hüten Axel Hofmann (28, bisher sechs Einsätze) sowie der bislang viermal eingesetzte, vor der Saison vom Landesligisten Jahn Forchheim gekommene Moritz Prenzler (24). Insgesamt ist der Eltersdorfer Kader zum großen Teil über Jahre eingespielt und wurde nach dem Aufstieg am Ende der vergangenen Spielzeit nicht allzu stark verändert.
In der Historie der Regionalliga Bayern trafen die SpVgg Bayreuth und der SC Eltersdorf bislang zweimal in der Altstädter Meisterschafts- und Drittliga-Aufstiegssaison 2021/22 aufeinander. Die beiden Spiele gewannen die Bayreuther seinerzeit zu Hause mit 3:1 und in Eltersdorf mit 3:0.
Die Altstadt musste nach dem 1:0-Heimerfolg gegen den TSV Aubstadt am vergangenen Dienstag, mit der eine Serie von zuvor nur einem Punkt in sechs Partien zu Ende ging, am vergangenen Samstag mit der recht unglücklichen 0:2-Heimniederlage gegen die SpVgg Unterhaching wieder einen gewissen Dämpfer hinnehmen. Insgesamt stehen die Gelb-Schwarzen mit zehn Punkten aus zehn Partien aktuell auf Rang 14 in der Tabelle der Regionalliga Bayern.
Der Bayreuther Co-Trainer Sebastian Köhler bilanzierte nach dem Spiel gegen Unterhaching: „Wir haben verdient verloren. Wir waren am Anfang nicht ganz da und hatten Glück, nicht schon früher in Rückstand zu liegen. Wir sind dann besser ins Spiel gekommen, haben uns auch die eine oder andere Chance herausgesielt. Wir spielen die Möglichkeiten dann aber nicht richtig aus. Von daher geht der Sieg von Unterhaching auch voll in Ordnung.”
Im Vorfeld der Partie in Eltersdorf erklärt Lukas Kling, der Cheftrainer der SpVgg Bayreuth: „Mit Eltersdorf erwartet uns ein Aufsteiger auswärts, der schon mehr Punkte als wir gesammelt hat, an dem wir aber mit einem Sieg vorbeiziehen können. Das ist auch der Anspruch, mit dem wir in das Spiel gehen wollen. Es wird nicht leicht werden auf dem dortigen Platz und mit den Gegebenheiten in Eltersdorf, aber wir werden die Jungs bestmöglich darauf vorbereiten, damit wir von dort siegreich nach Hause fahren“.
Zur Verletztensituation ist anzumerken, dass die SpVgg Bayreuth in den kommenden Wochen auf ihren Kapitän Dennis Lippert verzichten muss. Der Linksverteidiger zog sich im Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching in der Nachspielzeit einen Muskelfaserriss im Adduktorenbereich zu.
Auch Tino Lennerth steht der Mannschaft weiterhin nicht zur Verfügung. Der Mittelfeldspieler fällt aufgrund einer Schambeinentzündung derzeit aus. Lennerth hat inzwischen wieder mit individuellem Aufbautraining begonnen. Nach weiteren ärztlichen Untersuchungen soll er den nächsten Schritt machen und wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Dies ist nach aktuellem Stand in etwa zwei bis drei Wochen vorgesehen.
Bei Florian Markert gibt es dagegen positive Nachrichten. Der zuletzt fehlende Offensivspieler wird im Laufe dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ob es bereits für einen Einsatz am kommenden Freitag in Eltersdorf reicht, wird sich im weiteren Verlauf der Trainingswoche zeigen.