Veröffentlicht am 03.04.2026 10:50

Schaufenster als Festspielbühne

Andreas Nuissl vor seinem Geschäft in der Richard-Wagner-Straße 34, dessen Schaufenster er zum Jubiläum der Bayreuther Festspiele 2026 als kleine Festspielbühne gestaltet hat.  (Foto: gmu)
Andreas Nuissl vor seinem Geschäft in der Richard-Wagner-Straße 34, dessen Schaufenster er zum Jubiläum der Bayreuther Festspiele 2026 als kleine Festspielbühne gestaltet hat. (Foto: gmu)
Andreas Nuissl vor seinem Geschäft in der Richard-Wagner-Straße 34, dessen Schaufenster er zum Jubiläum der Bayreuther Festspiele 2026 als kleine Festspielbühne gestaltet hat. (Foto: gmu)
Andreas Nuissl vor seinem Geschäft in der Richard-Wagner-Straße 34, dessen Schaufenster er zum Jubiläum der Bayreuther Festspiele 2026 als kleine Festspielbühne gestaltet hat. (Foto: gmu)
Andreas Nuissl vor seinem Geschäft in der Richard-Wagner-Straße 34, dessen Schaufenster er zum Jubiläum der Bayreuther Festspiele 2026 als kleine Festspielbühne gestaltet hat. (Foto: gmu)

Wenn sich am Samstag, 23. Mai, die Richard-Wagner-Straße, zwischen Sternplatz und Haus Wahnfried, in eine lebendige Zeitachse verwandelt, sind es zahlreiche Beteiligte, die das Fest mitgestalten. Einer, der schon vorab aktiv geworden ist, ist Friseurmeister Andreas Nuissl mit seinem Geschäft „Cutting Crew Hair Design“.

Er wollte das Jubiläum frühzeitig mitprägen. „Ich wollte unbedingt einen Beitrag leisten“, sagt er. Und dieser Beitrag ist bereits sichtbar: Eines seiner Schaufenster hat er in eine kleine Festspielbühne verwandelt. Zu sehen ist eine großformatige Darstellung des Innenraums des Festspielhauses, ergänzt durch weitere Wagner-Motive in den benachbarten Fenstern. Besonders ins Auge fällt ein dunkelroter Samtvorhang mit goldenen Quasten, der außen an der Sandsteinfassade angebracht ist.

Der Vorhang hat für Andreas Nuissl eine persönliche Bedeutung. „Er war noch im Haus meiner verstorbenen Eltern. Ich fand ihn sehr passend, um mich am Jubiläum zu beteiligen“, erzählt er. So verbindet sich eine private Erinnerung mit dem kulturellen Ereignis der Stadt.

Das Straßenfest, organisiert vom städtischen Kulturamt, versteht sich als Zeitstrahl durch Wagners Leben und Wirken. Zwischen 10 und 18 Uhr zeichnen verschiedene Stationen wichtige Lebenssituationen nach. Dass sich dabei auch lokale Geschäfte wie das von Andreas Nuissl einbringen, verleiht dem Fest zusätzliche Authentizität.

Bleibt zu hoffen, dass das ungewöhnliche Schmuckstück an der Sandsteinfassade die kommenden Wochen unbeschadet übersteht – sei es durch Witterung oder äußere Einflüsse.


Von Gabriele Munzert
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