Es ist wohl eines der gängigsten Delikte im Stadtgebiet Bayreuth. Der Fahrraddiebstahl. Das Fahrrad ist ein gerne genutztes Tausch- oder Handelsobjekt nicht nur in der Rauschgiftszene. Es dient der Beschaffungskriminalität und hält sich der Erfahrung nach, weiterhin oft nicht weit entfernt vom Tatort auf.
Die Polizei und das Gegenüber, man kennt sich. Die einen treten die Flucht an, wenn sie den Streifenwagen sehen, die anderen stoppen den Streifenwagen und kontrollieren die, die ihnen in der Vergangenheit schon wegen Fahrraddiebstählen ins Netz gegangen waren, vor allem dann, wenn sich einer dieser Verdächtigen mal wieder mit einem neuen, hochwertigen Drahtesel durch die Stadt bewegt. Doch wenn keine Zuordnung möglich ist, gilt natürlich erstmal die Unschuldsvermutung. Es folgen langwierige Ermittlungen über Verkäufer und Hersteller und wenn es sich um Serienfahrräder handelt, ist eine eindeutige Zuordnung oftmals schwierig. Hier hat ein Ermittlungsbeamter der PI Bayreuth-Stadt, der sich mit der Kriminalität im Zusammenhang mit Fahrrädern beschäftigt Gedanken gemacht, wie das Ganze beschleunigt werden und das gestohlene Fahrrad schneller und eindeutig seinem rechtmäßigem Eigentümer zugeordnet werden kann.
Über einen QR-Code können Bayreutherinnen und Bayreuther zukünftig ihr Fahrrad bequem von zu Hause aus registrieren. Wichtig, Sie brauchen hierfür die Rahmennummer Ihres Fahrrads, welche sich meist in dem Kaufvertrag findet. Die Registrierung und somit die anschließende Fahndung erleichtern würde es, wenn Sie neben der Fahrradrechnung auch noch ein Foto des Fahrrads beifügen. Trotzdem gilt – Vorsorge ist besser als Nachsorge, schließen Sie Ihr Gefährt immer sorgfältig ab, auch wenn Sie es nur kurz aus den Augen lassen und sollte es doch mal einem Langfinger zum Opfer gefallen sein, melden Sie sich bei der Polizei und erstatten Anzeige. Übrigens ist eine Registrierung persönlich im Wachbetrieb der PI Bayreuth-Stadt nach wie vor möglich.