Das mit 56 Punkten aus 34 Partien erstplatzierte Team der Hauptrunde der ProA hat auch in den Playoffs den verdienten Lohn eingefahren: Phoenix Hagen hat sich in den Finalspielen gegen die Bozic Estriche Knights den Titel „Meister der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA” geholt und steigt in die BBL auf.
Die Bozic Estriche Knights Kirchheim, die lediglich Sechster in der Hauptrunde der ProA waren; haben in den folgenden Playoffs jedoch groß aufgespielt und sich letztlich die Vizemeisterschaft in der zweithöchsten deutschen Basketball-Liga gesichert: Auch in den Finalspielen schlugen sich die Kirchheimer, die in der Hauptrunde zweimal gegen den BBC Bayreuth unterlegen waren, sehr wacker: Das Hinspiel in eigener Halle gewannen die „Ritter” mit 86:82, erst im heutigen Rückspiel in der ausverkauften heimischen Ischelandhalle bog Phoenix Hagen letztlich mit einem 93:82-Erfolg das Duell zu seinen Gunsten und sicherte sich den Titel.
Die HAKRO Merlins Crailsheim, die die Hauptrunde punktgleich mit Hagen und zehn Zählern Vorsprung auf den Dritten BG Göttingen abgeschlossen hatten, mussten in den Playoffs bereits im Viertelfinale eine 1:3-Serien-Niederlage gegen die GIESSEN 46ers hinnehmen und müssen damit in der kommenden Spielzeit 2026/27 einen neuen Anlauf auf den angestrebten BBL-Aufstieg unternehmen.
Eigentlich hätte neben den Hagenern auch Vizemeister Bozic Estriche Knights Kirchheim das sportliche Aufstiegsrecht in die BBL erworben, die Kirchheimer haben jedoch keine Lizenz beantragt, so dass letztlich am Ende dieser Saison mit Hagen nur ein Team statt der eigentlich zwei Mannschaften tatsächlich in die höchste deutsche Liga aufrückt. Um die BBL trotz des Aufstiegsverzichts der „Ritter” auf die Normzahl 18 aufzufüllen, wurde durch die Gesellschafterversammlung der BBL GmbH mittlerweile ein Wildcard-Verfahren in Gang gesetzt. Die Wildcard ist allerdings nicht billig, sie kostet 800.000 Euro.
Die Basketball Löwen Braunschweig als Tabellen-17. der vergangenen BBL-Saison haben jedoch bereits ihr Interesse am Klassenerhalt auf diesem Umweg bekundet und werden das benötigte Geld mit Hilfe von Sponsoren und ihres Hauptgesellschafters, NBA-Star Dennis Schröder, wohl auch zusammenbringen.