Der Stromnetzausbau in Bayern soll künftig besser mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) und der Netzbetreiber TenneT haben dafür eine Vereinbarung geschlossen. Sie gilt für sämtliche TenneT-Projekte im Freistaat und soll Planungsverfahren vereinfachen.
Archäologische Funde frühzeitig berücksichtigen
Bereits bei der Planung neuer Stromleitungen, Erdkabel und Umspannwerke sollen mögliche Bodendenkmäler erfasst werden. Auch bislang unerforschte Flächen und spätere Änderungen der Bauplanung werden berücksichtigt.
Archäologische Untersuchungen übernehmen in der Regel spezialisierte Fachfirmen unter Aufsicht des Landesamtes. Einheitliche Vorgaben sollen sicherstellen, dass Grabungen rechtzeitig abgeschlossen und Bauflächen anschließend freigegeben werden können.
Stromnetzausbau soll schneller vorankommen
Die Vereinbarung gilt zunächst fünf Jahre. Sie ersetzt unterschiedliche Einzelfallregelungen durch verbindliche Standards und soll Abstimmungen zwischen Behörden und Netzbetreiber erleichtern.
Damit sollen Verzögerungen bei großen Infrastrukturprojekten reduziert werden, ohne archäologische Fundstätten zu gefährden. Zugleich soll die Dokumentation historischer Funde gesichert bleiben.