Veröffentlicht am 21.09.2026 16:53

Betrüger am Telefon

Foto: Pixabay
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Heute kam es in Oberfranken nach bisherigem Kenntnisstand der Polizei bereits zu mehr als 30 betrügerischen Telefonanrufen. Ein Schwerpunkt liegt derzeit (Stand: 14.45 Uhr) in der Stadt und im Landkreis Hof sowie im Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge. Auch aus anderen Teilen Oberfrankens werden entsprechende Anrufe gemeldet. Die Polizei warnt vor den unterschiedlichen Maschen der Betrüger.

Bei einer derzeit häufig auftretenden Variante geben die Anrufer vor, dass ein naher Angehöriger schwer erkrankt sei und dringend Geld für eine medizinische Behandlung benötige. Dabei ist beispielsweise von einer notwendigen Chemotherapie in der Schweiz die Rede. Mit einer vermeintlichen Notlage versuchen die Täter, ihre Opfer unter Druck zu setzen und zur Übergabe oder Überweisung von Geld zu bewegen.

Daneben treten weiterhin andere bekannte Betrugsmaschen auf. So geben sich Anrufer beispielsweise als Bankmitarbeiter aus und behaupten, die Bankkarte des Angerufenen sei nach einem vermeintlichen Verlust gesperrt worden. Ziel der Täter ist es regelmäßig, an persönliche Daten, Bankinformationen, Zugangsdaten oder die Bankkarte ihrer Opfer zu gelangen.

Die Geschichten der Betrüger sind vielfältig und werden immer wieder angepasst. Sie geben sich unter anderem als Angehörige, Bankmitarbeiter, Polizeibeamte oder andere Vertrauenspersonen aus. Häufig erzeugen sie gezielt Zeitdruck und versuchen so, ihre Opfer zu unüberlegtem Handeln zu bewegen.

Betrüger verändern ihre Vorgehensweise ständig. Auch wenn sich die Geschichte am Telefon von den genannten Beispielen unterscheidet, ist bei unerwarteten Geldforderungen oder der Aufforderung zur Herausgabe persönlicher Daten stets besondere Vorsicht geboten.

Die oberfränkische Polizei rät:

Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und beenden Sie im Zweifel das Gespräch.
Geben Sie niemals Auskunft über Ihre finanziellen Verhältnisse, Bargeld, Wertgegenstände oder Bankdaten.
Überweisen Sie aufgrund eines solchen Anrufs kein Geld und übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
Polizei, Staatsanwaltschaft und andere Behörden fordern am Telefon niemals die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zur Verwahrung.
Geben Sie keine PIN, TAN, Passwörter oder sonstigen Zugangsdaten weiter. Auch Bankmitarbeiter fragen solche Daten nicht telefonisch ab.
Kontaktieren Sie Angehörige, um angebliche Notlagen über eine Ihnen bekannte Telefonnummer selbst zu überprüfen.
Rufen Sie im Zweifel Ihre örtliche Polizeidienststelle oder den Polizeinotruf 110 an. Nutzen Sie hierfür nicht die Rückruffunktion und keine Telefonnummer, die Ihnen der Anrufer genannt hat.
Sprechen Sie insbesondere mit älteren Angehörigen und Bekannten über die verschiedenen Betrugsmaschen.

Auch wenn eine Telefonnummer der Polizei, einer Bank oder einer anderen vertrauenswürdigen Stelle im Display erscheint, ist Vorsicht geboten. Die angezeigten Telefonnummern können technisch manipuliert werden.

Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte das Gespräch beenden und die Polizei verständigen. Wer bereits Geld oder Wertgegenstände übergeben hat oder sensible Bankdaten preisgegeben hat, sollte sich umgehend an die Polizei und gegebenenfalls an seine Bank wenden.


Von Onlineredaktion
LV
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