Veröffentlicht am 08.11.2026 19:28, aktualisiert am 08.11.2026 19:46

MpK: Nach 22-Punkte-Führung in der Overtime verloren

Zwei grundlegend verschiedene Halbzeiten erlebten die Fans beim Spiel der Paderborn Baskets gegen MpK Bayreuth. (Foto: Baskets Paderborn)
Zwei grundlegend verschiedene Halbzeiten erlebten die Fans beim Spiel der Paderborn Baskets gegen MpK Bayreuth. (Foto: Baskets Paderborn)
Zwei grundlegend verschiedene Halbzeiten erlebten die Fans beim Spiel der Paderborn Baskets gegen MpK Bayreuth. (Foto: Baskets Paderborn)
Zwei grundlegend verschiedene Halbzeiten erlebten die Fans beim Spiel der Paderborn Baskets gegen MpK Bayreuth. (Foto: Baskets Paderborn)
Zwei grundlegend verschiedene Halbzeiten erlebten die Fans beim Spiel der Paderborn Baskets gegen MpK Bayreuth. (Foto: Baskets Paderborn)

Nach einer überragenden ersten Halbzeit und einer zweitweisen 22-Punkte-Führung gab Medikamente per Klick Bayreuth heute Nachmittag am 8. Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA das Spiel bei den Baskets Paderborn noch aus der Hand und verlor mit 98:100 (56:38, 84:84) nach Verlängerung.

Ohne die Verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Nic McClain, Joshua Bonga und Luis Wulff musste MpK Bayreuth zum Auswärtsspiel gegen Paderborn in Lemgo antreten. Zusätzlich fehlte Kevin Wohlrath, der sich unter der Woche eine muskuläre Verletzung zugezogen hat. Dafür war erstmals in dieser Saison wieder Leroy Ikejiaku im Team und auch der unter der Woche verkündete Neuzugang Earl Timberlake stand erstmals im Aufgebot. Die Bayreuther Starting Five bildeten Matt Frierson, Darrell Davis, Glen Abram, Collin Metcalf und Simon Hildebrandt.

1. Halbzeit

Collin Metcalf und Glen Abram mit einem Dreier brachten die Gäste schnell mit 5:0 in Führung. Darrell Davis erhöhte auf 7:0, ehe Emmanuel Ugbo mit dem ersten Dreier zum 3:7 Paderborn auf das Scoreboard brachte. Collin Metcalf per Dunk und Glen Abram aus der Distanz stellten für MpK auf 12:5. Collin Metcalf traf dann einen seiner zwei Freiwürfe zum 13:5. Paderborn kam in der Folge auf 9:13 heran, ehe Simon Hildebrandt mit einem Dreier zum 16:9 den kurzen Lauf der Gastgeber unterband. Darrell Davis traf zweimal von der Linie zum 18:9. Emanuel Prospere machte mit einem Dreier zum 21:9 den 8:0-Lauf der Bayreuther perfekt. Nicholas Spinoso beendete mit dem 11:21 den Run der Gäste. Neuzugang Earl Timberlake machte dann mit dem 23:11 seine ersten Punkte für MpK. Taje Kelly traf einen seiner zwei Freiwürfe zum 24:13. Bayreuth erarbeitete sich viel zweite Chancen. Matt Frierson aus der Distanz erhöhte auf 27:15. Letztlich ging es mit 27:18 für Bayreuth in die erste Viertelpause. Mit 56 Prozent Dreierquote, 15:6 Rebounds und nur zwei Turnovers hatte MpK ein starkes erstes Viertel gespielt.

Paderborn verkürzte zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 20:27, ehe Simon Hildebrandt im direkten Gegenzug einen Dreier zum 30:20 scorte. Collin Metcalf traf dann zwei Freiwürfe zum 32:22. „Scharfschütze“ Matt Frierson stellte aus der Distanz auf 35:24. Glen Abram ließ den nächsten freien Dreier zum 38:27 folgen. Earl Timberlake und Emanuel Prospere mit einem Drei-Punkte-Spiel vollendeten einen 7:0-Lauf der Gäste zum 43:27. Die Baskets kamen dann wieder auf 31:43 heran, ehe Emanuel Prospere zum 45:31 traf. Nach dem anschließenden 33:45 der Gastgeber rief Headcoach Vincent van Sliedregt seine Mannen zur Auszeit an die Seitenlinie. Taje Kelly und Matt Frierson aus der Distanz reagierten mit dem 50:33 – Bayreuth lag zweieinhalb Minuten vor der Halbzeit mit 17 Punkten vorne. Taje Kelly stellte auf 52:35 und Simon Hildebrandt traf zwei Freiwürfe zum 54:36. Erneut Taje Kelly erhöhte den Vorsprung mit dem 56:36 auf 20 Punkte. Letztlich ging es mit 56:38 für MpK in die Halbzeitpause. Bayreuth verzeichnete 56 Prozent Dreierquote (13 Prozent bei Paderborn), 28:14 Rebounds und sieben Turnovers waren angesichts der gezeigten Treffsicherheit zu verschmerzen.

2. Halbzeit

Mit einem Statement-Dunk von Collin Metcalf zum 58:38 startete Bayreuth in die zweite Hälfte. Darrell Davis erhöhte auf 60:38. Collin Metcalf stellte auf 62:40 und kassierte kurz darauf sein drittes Foul der Partie. Mit einem 8:0-Lauf binnen 108 Sekunden zum 48:62 kämpfte sich Paderborn dann nach 25 Minuten etwas heran, MpK-Headcoach rief zur Auszeit, um den Rhythmus der Gastgeber zu durchbrechen. Paderborn baute die Serie dann mit dem 50:62 weiter aus, ehe „Rückkehrer“ Leroy Ikejiaku mit einem von zwei getroffenen Freiwürfen zum 63:50 und dem anschließenden 65:50 den Run der Gastgeber unterband. Dennoch arbeiteten sich die Baskets weiter auf 54:65 heran. Earl Timberlake antwortete mit dem 67:54. Simon Hildebrandt stellte auf 69:56. Ein Paderborner Dreier brachte die Gastgeber mit dem 59:69 auf zehn Punkte heran. Taje Kelly erwiderte mit dem 71:59 und Darrell Davis stellte mit einem von zwei getroffenen Freiwürfen auf 72:61. Paderborn kam schließlich bis zum Schluss des dritten Viertels weiter auf 66:72 heran, das Momentum war auf die Seite der Gastgeber gekippt. Die Bayreuther Dreierquote war auf 45 Prozent gesunken, bei den Rebounds lag man zwar immer noch mit 36:21 vorne, weh taten allerdings die mittlerweile 16 zu verzeichnenden Turnovers.

Zu Beginn des Schlussviertels verkürzte Paderborn von der Freiwurflinie weiter auf 68:72, Simon Hildebrandt traf im Gegenzug einen wichtigen Dreier zum 75:68. Beim Stand von 75:70 nahm Headcoach Vincent van Sliedregt eine weitere Auszeit. Paderborn stellte in der Folge auf 74:75, die 2.015 Zuschauer pushten die Baskets jetzt. Die Gastgeber hatten die Defense angezogen und Bayreuth fand kein Rezept. Jon´ll Larenz Fugett mit einem Drei-Punkte-Spiel zum 77:75 brachte die Gastgeber schließlich in Führung. Collin Metcalf mit einem Alley Oop glich zum 77:77 aus und Collin Metcalf brachte mit einem von zwei getroffenen Freiwürfen Bayreuth wieder mit 78:77 in Front. Drei Minuten vor dem Ende stand es 78:78. Matej Silic brachte Paderborn von der Linie mit 80:78 in Führung, dann übernahm Darrell Davis und brachte MpK wieder mit 82:80 in Front. Chris Würmseher sorgte 55 Sekunden vor dem Ende mit zwei Freiwurftreffern für das 84:82. Nicholas Spinoso glich 40 Sekunden vor Schluss zum 84:84 aus. Nach einem Bayreuther Fehlpass verloren auch die Paderborner den Ball und Darrell Davis verwarf einen Dreier – es blieb beim 84:84, es ging in eine fünfminütige Overtime.

Overtime

Paderborn ging zu Beginn der Verlängerung mit 86:84 in Front, Glen Abram glich zum 86:86 aus. Paderborn kam dann durch Nicholas Spinoso mit 88:86 in Führung, Emanuel Prospere erwiderte mit einem Dreier zum 89:88 für die Bayreuther. Simon Hildebrandt dunkte in der Folge zum 91:90 für MpK, dann ging Paderborn wieder mit 92:91 in Front. Collin Metcalf und Glen Abram mit einem Dreier sorgten dann für das 96:92 der Bayreuther. Paderborn kam von der Linie auf 94:96 heran, Simon Hildebrandt sorgte im Gegenzug für das 98:94. Matej Silic brachte Paderborn schließlich per Dreier mit dem 97:98 wieder auf einen Punkt heran. Nach einem Bayreuther Schrittfehler hatten die Gastgeber 26 Sekunden vor Ende der Overtime wieder Ballbesitz. 8 Sekunden vor Schluss gab es nach einem Foul Freiwürfe für Paderborn, Eyassu Worku traf beide zur 99:98-Führung. Vincent van Sliedregt nahm vor dem letzten Angriff nochmal eine Auszeit, es gelang aber kein Korb mehr, vielmehr gab es noch ein Foul gegen Glen Abram. Jon´ll Larenz Fugett traf zum Endstand von 100:98 nach Verlängerung. Am Ende lag die Bayreuther Dreierquote bei 43 Prozent, bei den Rebounds lag man mit 50:35 vorne, 24 Turnovers (neun bei Paderborn) waren jedoch deutlich zu viel.

Die Bayreuther Bilanz beträgt damit nach dem 8. Spieltag 1:7 Siege, MpK ist damit wieder Tabellenletzter. Am kommenden Freitag, 13. November, um 19 Uhr geht es mit einem Heimspiel gegen die MLP Academics Heidelberg weiter.

Die Scorer der Partie

Bester Werfer bei MpK Bayreuth war Simon Hildebrandt mit 17 Punkten vor Collin Metcalf mit 16 und Glen Abram mit 14 Zählern. Emanuel Prospere und Darrell Davis kamen auf jeweils elf Punkte, Taje Kelly und Matt Frierson scorten jeweils neun Zähler. Earl Timberlake kam auf sechs, Leroy Ikejiaku auf drei und Chris Würmseher auf zwei Punkte. Bester Bayreuther Rebounder war Collin Metcalf mit acht abgegriffenen Bällen vor Simon Hildebrandt und Glen Abram mit jeweils sieben Rebounds. Glen Abram glänzte außerdem durch elf Assists und erzielte damit ein Double-Double.

Topscorer bei den Paderborn Baskets waren mit jeweils 25 Punkten Matej Silic und Eyassu Worku. Nicholas Spinoso war mit neun abgegriffenen Bällen bester Rebounder der Gastgeber.


Von Roland Schmidt
rs
north