Veröffentlicht am 05.11.2026 10:36

„Rebounds kontrollieren, Ballverluste minimieren, Spiel gewinnen“

Mit der Vehemenz aus der zweiten Halbzeit des Spiels gegen die VfL SparkassenStars Bochum (auf unserem Bild Taje Kelly beim Dunk) will MpK Bayreuth auch bei den Paderborn Baskets erfolgreich sein. (Foto: Thorsten Ochs/ochsenfoto.de)
Mit der Vehemenz aus der zweiten Halbzeit des Spiels gegen die VfL SparkassenStars Bochum (auf unserem Bild Taje Kelly beim Dunk) will MpK Bayreuth auch bei den Paderborn Baskets erfolgreich sein. (Foto: Thorsten Ochs/ochsenfoto.de)
Mit der Vehemenz aus der zweiten Halbzeit des Spiels gegen die VfL SparkassenStars Bochum (auf unserem Bild Taje Kelly beim Dunk) will MpK Bayreuth auch bei den Paderborn Baskets erfolgreich sein. (Foto: Thorsten Ochs/ochsenfoto.de)
Mit der Vehemenz aus der zweiten Halbzeit des Spiels gegen die VfL SparkassenStars Bochum (auf unserem Bild Taje Kelly beim Dunk) will MpK Bayreuth auch bei den Paderborn Baskets erfolgreich sein. (Foto: Thorsten Ochs/ochsenfoto.de)
Mit der Vehemenz aus der zweiten Halbzeit des Spiels gegen die VfL SparkassenStars Bochum (auf unserem Bild Taje Kelly beim Dunk) will MpK Bayreuth auch bei den Paderborn Baskets erfolgreich sein. (Foto: Thorsten Ochs/ochsenfoto.de)

Nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Samstag mit dem 98:83 (35:47) gegen die VfL SparkassenStars Bochum will Medikamente per Klick Bayreuth am 8. Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA am Sonntag, 8. November, um 16 Uhr bei den Paderborn Baskets nachlegen.

Während die Bayreuther durch die ersten zwei Punkte den letzten Tabellenplatz verließen und jetzt als Tabellen-17. firmieren, stehen die Paderborn Baskets mit bis dato zwei Siegen und fünf Niederlagen auf Tabellenplatz 15 und damit für die Bayreuther in Schlagdistanz.

Gegner Paderborn Baskets im Portrait

Die Paderborn Baskets, die in der vergangenen Saison 2025/26 als Tabellen-16. gerade noch den Klassenerhalt in der ProA geschafft hatten, tragen ihre Heimspiele seit Beginn der neuen Saison 2026/27 in der Phoenix Contact Arena im etwa 50 Autominuten von Paderborn entfernten Lemgo aus, weil ihre eigentliche Heimspielstätte, das Sportzentrum Maspernplatz in Paderborn, über mehrere Jahre saniert wird.

Nach der Auftakt-Heimniederlage mit 77:81 gegen die VfL SparkassenStars Bochum folgte mit 90:73 gegen die RheinStars Köln der erste Saisonsieg in der Spielstätte in Lemgo. Das erste Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven ging mit 81:84 ebenso knapp verloren wie das dritte Heimspiel mit 86:88 gegen die EPG Baskets Koblenz. Dann folgte mit 83:71 gegen die Orange Academy Ulm der zweite Saisonsieg und zuletzt ging am vergangenen Samstag die Partie beim Tabellenzweiten HAKRO Merlins Crailsheim mit 58:65 verloren.

Dabei schien in Crailsheim lange ein Paderborner Sieg möglich. Das Team von Headcoach Milos Stankovic hatte lange Zeit die Kontrolle über die Partie, agierte in einem Low-Score-Game mit schwachen Wurfquoten auf beiden Seiten zunächst defensiv sehr stark und lag in der 18. Minute mit 13 Punkten in Front. Crailsheim kämpfte sich dann bis zur Pause mit einem 9:0-Lauf noch auf 28:32 heran. Im dritten Viertel bauten die Paderborner erneut den Vorsprung auf 47:37 zweistellig aus. Im Schlussabschnitt wurde es dann dramatisch und das Momentum kippte auf die Crailsheimer Seite. In der Crunchtime stand die Partie mit 56:56 drei Minuten vor dem Ende auf des Messers Schneide. Paderborn wirkte nach einem aufopferungsvollen Kampf jetzt etwas müde und konnte defensiv nicht mehr so effektiv dagegenhalten wie in den ersten 35 Minuten. So setzte sich Crailsheim letztlich mit 65:58 durch, das Team aus Hohenlohe hatte das Schlussviertel mit 28:11 gewonnen. Bester Paderborner Werfer war Eyassu Worku mit 13 Zählern.

Der Paderborner Headcoach Milos Stankovic bilanzierte nach der Partie: „Wir haben 35 Minuten lang aus meiner Sicht sehr erfolgreich agiert, vor allem defensiv. In den letzten fünf Minuten haben wir auf den Druck von Crailsheim nicht mehr gut genug reagiert. Um das Spiel hier zu gewinnen, muss man von außen und innen mehr treffen, mit einer Gesamttrefferquote von 30 Prozent wird es eben schwierig. Mit der Defensive bin ich sehr zufrieden, wir haben nur 65 Punkte zugelassen und das Rebound-Duell gewonnen. Da muss ich mein Team loben. Wir haben vom Einsatz her auch alles auf dem Feld gelassen und sehr gut gekämpft. Ich glaube, insgesamt sind wir auf einem guten Weg. Die vielen offenen Würfe, die wir heute liegen gelassen haben, müssen wir natürlich in den nächsten Partien verwandeln.“

Topscorer der Baskets in der bisherigen Saison ist der 28-jährige US-amerikanische Point Guard Eyassu Worku, der die zweite Spielzeit in Paderborn unter Vertrag steht, mit im Schnitt 15,7 Punkten, 3,3 Rebounds und 5,7 Assists. Es folgt der von den Baskets Juniors TSG Westerstede aus der ProB gekommene, 26-jährige US-Point Guard Jon´ll Larenz Fugett mit durchschnittlich 12,1 Zählern, zwei abgegriffenen Bällen und 3,1 Zuspielen. Der 23-jährige Shooting Guard Matej Silic spielt seit 2025 für Paderborn und kommt bislang im Schnitt auf 11,0 Punkte und 2,1 Rebounds.

Der 24-jährige Shooting Guard Nik Philip Schlipf kam im Sommer aus der ProB Süd von den SV Fellbach Flashers nach Paderborn und hat sich bislang mit im Schnitt 10,7 Zählern und zwei Rebounds gut in der ProA akklimatisiert. Bester Rebounder des Teams ist bis dato der 23-jährige Niederländer Emmanuel Ugbo, der nach drei Jahren bei der Porsche Basketball-Akademie Ludwigsburg von 2023 bis 2026 in der US-College-Liga NCAA, zuletzt im Team der Washington State University, ausgebildet wurde und jetzt nach Paderborn wechselte. 6,9 abgegriffene Bälle und 10,1 Punkte im Schnitt stehen für Ugbo aktuell auf dem Scoreboard.

Vervollständigt wird das Baskets-Team mit dem von den Kirchheim Knights gekommenen, 24-jährigen US-Center Nick Spinoso (im Schnitt 6,7 Zähler und mit 6,1 abgegriffenen Bällen zweitbester Rebounder des Teams), dem erst 17 Jahre alten Nachwuchs-Center Leonard Kröger (durchschnittlich 6,3 Punkte und 5,1 Rebounds), durch Small Forward Christopher Schultz (23 Jahre, im Schnitt fünf Zähler und 3,9 abgegriffene Bälle) und durch den 21-jährigen Shooting Guard Nicolas Ignacio Marty-Decker (2,6 Punkte/1,2 Rebounds).

Medikamente per Klick Bayreuth holte sich am vergangenen Freitag dank einer hervorragenden, mit 63:36 gewonnenen zweiten Halbzeit nach einem zeitweisen 15-Punkte-Rückstand in der ersten Hälfte den ersten Saisonsieg. Gegen die VfL SparkassenStars Bochum stand am Ende ein 98:83-Erfolg auf dem Scoreboard. Bei den Bayreuthern stimmte in der zweiten Halbzeit die defensive Leistung, es wurde eine starke Offensive gezeigt und die Zahl der Turnover war in der zweiten Halbzeit auf vier minimiert. Beste Werfer bei MpK waren Glen Abram mit 25 und Neuzugang Darrell Davis mit 20 Punkten. Das Bayreuther Team musste weiterhin auf die verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku, Nic McClain, Joshua Bonga und Luis Wulff verzichten.

Headcoach Vincent van Sliedregt bilanzierte nach dem Spiel gegen Bochum: „Es ist schön, heute das Lächeln auf den Gesichtern der Fans zu sehen. Der erste Saisonsieg ist für uns sehr wichtig und macht uns glücklich. Die erste Halbzeit war nicht so gut, die sehr gute zweite Hälfte machte letztlich den Unterschied. Am Ende lagen wir 15 Punkte vorne, zehn Punkte des Vorsprungs gehen symbolisch auf das Konto der Fans, die uns in der zweiten Hälfte hervorragend unterstützten. Nach den vergangenen zwei Monaten kann ich den 2.092 Zuschauern in der Halle nur für die Unterstützung danken, dieser Rückhalt bedeutet mir sehr viel. Wir stehen trotz des Sieges bei einer Bilanz von 1:6 gewonnenen Spielen, wir haben immer noch viele Probleme und es liegt noch viel Arbeit vor uns. Wir werden in der kommenden Woche hart und konzentriert weiterarbeiten und versuchen, uns kontinuierlich weiter zu verbessern. Das Team hat Kampfgeist und Herz gezeigt, vor allem auch die jungen Spieler, und wir haben uns letztlich selbst belohnt“.

Unter der Woche gab MpK Bayreuth die Nachverpflichtung des 26-jährigen US-Amerikaners Earl Timberlake Jr. bekannt. Der variabel einsetzbare Flügelspieler soll dem verletzungsbedingt dezimierten Kader etwas mehr Breite geben und zusätzliche Qualität in den Bereichen Defense und Rebounding ins Team bringen. Das Spiel in Paderborn kommt jedoch für Timberlake nach Aussage des Vereins für einen Einsatz voraussichtlich noch zu früh.

Trainerstimme MpK Bayreuth-Headcoach Vincent van Sliedregt vor dem Spiel in Paderborn:

„Die Paderborn Baskets sind eine gut trainierte Mannschaft, die als Team sehr gut zusammenspielt. Sie verfügt über eine gute Raumaufteilung und einige individuell gefährliche Spieler. Für uns wird es ein guter Test, um zu sehen, ob wir die Rebounds kontrollieren und unsere Ballverluste geringhalten können. Wenn uns das gelingt, haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen“.

Aus der Historie

Die ewige Bilanz gegen Paderborn weist insgesamt sechs Spiele auf, zwei in der 1. Bundesliga in der Saison 1994/95 (aus der Paderborn nach der Relegation am Ende der Saison wieder absteigen musste) und vier in der Pro A (Saison 2023/24 und 2025/26), arbeitete MpK-Vereinshistoriker Dr. Peter-Michael Habermann heraus. Bisher gab es für Bayreuth vier Siege (zwei Heim- und zwei Auswärtssiege) und zwei Niederlagen (eine Heim- und eine Auswärtsniederlage). Während in der BBL beide Spiele gewonnen wurden, gestaltet sich die Bilanz in der Pro A mit zwei Siegen und zwei Niederlagen ausgeglichen. Das Hinspiel in der vergangenen ProA-Saison in Paderborn am ersten Spieltag (27. September 2025) wurde mit 94:73 (52:46) deutlich gewonnen. Das Rückspiel in der Oberfrankenhalle am 17. Januar 2026 verlor der BBC klar mit 92:103 (45:50).


Von Roland Schmidt
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