medi Bayreuth: Eine faire Lösung für alle

BAYREUTH. Ende September startet die Basketball-Bundesliga in die neue Saison. Wie sieht es mit Zuschauern aus? Diese Frage treibt auch medi bayreuth um. Wir haben mit Geschäftsführer Johannes Feuerpfeil gesprochen:

„Die Situation im Moment ist natürlich sehr dynamisch“, erklärt Johannes Feuerpfeil. „Nach den aktuellen Bestimmungen könnten wir mit 1.000 Zuschauern planen.“ Das wäre dann eine Hallenauslastung von etwa 30 Prozent. Doch natürlich kann sich bis zum Saisonstart noch einiges ändern, in die eine oder andere Richtung. Fakt ist: Die Bayreuther haben ein sehr detailliertes Hygienekonzept ausgearbeitet, das aus der vergangenen Saison noch in der Schublade liegt und leider nie zum Einsatz kam, da die gesamte letzte Spielzeit vor leeren Rängen stattfinden musste.
In der vergangenen Saison wurden Dauerkarten für zehn im Voraus zu zahlende Heimspiele verkauft, die man gehofft hatte, vor Publikum austragen zu können. Dazu kam es aber bekanntlich nicht. Für die Käufer gab es nun die Möglichkeit, das Geld zurückzuverlangen, es dem Basketball-Nachwuchs zukommen zu lassen oder sich ein „Goodie-Package“ von medi bayreuth zu sichern. „Knapp über 50 Prozent haben ihr Geld nicht zurückverlangt. Das war eine tolle Geste unserer Fans“, freut sich Johannes Feuerpfeil.


Der Geschäftsführer hat in den vergangenen Wochen mit seinen Kollegen viel darüber nachgedacht, wie medi in dieser Saison den Kartenverkauf angehen wird. Ein schwieriges Unterfangen, da aktuell nicht sicher abzusehen ist, mit wie vielen Zuschauern man startet und wie die weitere Entwicklung rund um die Corona-Pandemie aussieht. Tageskarten im klassischen Sinne wird es erst einmal keine geben. Neue Dauerkarten wurden keine verkauft. Die Dauerkarten der aktuellen Inhaber verlängern sich automatisch, es sei denn sie werden bis zum 31. August gekündigt. „Normalerweise war die Kündigungsfrist am 15. Mai, aber das machte in der aktuellen Situation keinen Sinn, deswegen haben wir sie verlängert. Bisher haben wir nur sehr wenige Kündigungen, was uns extrem freut“, berichtet Johannes Feuerpfeil.

Kein Risiko für die Fans: Spiele werden genau abgerechnet

In einer normalen Saison wird der Betrag für die 17 Heimspiele vor der Saison abgebucht. Das wird nun natürlich anders laufen. „Die Dauerkarte ist erst in ihrem vollem Umfang gültig, sobald wir wieder eine Vollauslastung der Halle anbieten können. Das bedeutet natürlich auch, dass jeder Dauerkartenbesitzer auf seinem gebuchten Platz sitzen kann. Wenn es nur eine Teilauslastung gibt, wird der Zuschauer allerdings zu 90 Prozent nicht auf seinem angestammten Platz sitzen. Die Rechnung wird natürlich angepasst. Es wird anteilig für die besuchten Spiele und nach dem jeweils eingenommenen Platz der Preis für die Dauerkarte berechnet, ehe wir wieder eine Vollauslastung haben. Deswegen ist die Dauerkarte kein finanzielles Risiko“, macht der Geschäftsführer deutlich und fügt an: „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, die Dauerkarten anzubieten, denn für viele hat das auch einen emotionalen Wert und es ist sehr wichtig, diese Karte auch zu Hause zu haben.“ Für die Einzelspiele gibt es bei der anteiligen Abrechnung 20 Prozent Rabatt für diejenigen, die Ende der vergangenen Saison auf eine Rückzahlung des eingezogenen Betrages für zehn Spiele verzichtet haben. Wer sich das Geld auszahlen ließ, bekommt zehn Prozent Rabatt.

Dauerkarte ist Grundvoraussetzung für ein Ticket

Bei einer Teilauslastung ist eine Dauerkarte die Grundvoraussetzung für ein Ticket in der Oberfrankenhalle. Der Verein medi bayreuth rechnet wieder mit um die 1600 bis 1700 verkauften Dauerkarten. Sollten dann nach aktuellem Stand weniger Zuschauer zu den Spielen zugelassen werden, muss man sich einen Modus für die Verteilung der Tickets unter den Dauerkarteninhabern überlegen. „Für den Fall der Teilauslastung wird es eine faire Vergabe geben. Wie im Detail das aussieht, werden wir dann zu gegebener Zeit kommunizieren“, versichert Johannes Feuerpfeil. Sollte es über mehrere Heimspiele nur eine Teilauslastung geben, wird auf jeden Fall versichert, dass alle Dauerkartenbesitzer etwa dieselbe Anzahl an Spielen besuchen können.

ms