Veröffentlicht am 12.04.2024 13:22
Veröffentlicht am 12.04.2024 13:22

Kindesmissbrauch: Früherer Kulmbacher muss lange ins Gefängnis

Will lieber nicht erkannt werden: der wegen Kindesmissbrauch verurteilte Kim H. neben seiner Anwältin Sophie Spiegel im Schwurgerichtssaal (Foto: Horst Mayer)
Will lieber nicht erkannt werden: der wegen Kindesmissbrauch verurteilte Kim H. neben seiner Anwältin Sophie Spiegel im Schwurgerichtssaal (Foto: Horst Mayer)
Will lieber nicht erkannt werden: der wegen Kindesmissbrauch verurteilte Kim H. neben seiner Anwältin Sophie Spiegel im Schwurgerichtssaal (Foto: Horst Mayer)
Will lieber nicht erkannt werden: der wegen Kindesmissbrauch verurteilte Kim H. neben seiner Anwältin Sophie Spiegel im Schwurgerichtssaal (Foto: Horst Mayer)
Will lieber nicht erkannt werden: der wegen Kindesmissbrauch verurteilte Kim H. neben seiner Anwältin Sophie Spiegel im Schwurgerichtssaal (Foto: Horst Mayer)

Am Landgericht Bayreuth ist heute ein 38- jähriger Mann hauptsächlich wegen Kindesmissbrauchs zu sechs Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Dem Urteil zufolge hatte er in Kulmbach jahrelang vier Mädchen, die zwischen vier und elf Jahre alt waren, missbraucht. Er hatte die Kinder intim berührt und dabei teils heimlich fotografiert oder gefilmt und die Aufnahmen ins Netz hochgeladen. Das Vertrauen der Mütter, die er offenbar alle gut kannte, nutzte er rücksichtslos aus.

Richterin Andrea Deyerling sagte in der Urteilsbegründung, der frühere Kulmbacher habe intensiven Zeitaufwand mit dem Erstellen und dem Katalogisieren der Bilder betrieben. Er müsse sich aufgrund seiner gutachterlich bestätigten, pädophilen Neigung in der Haftzeit dringend einer mehrjährigen Therapie unterziehen. Ansonsten stünde am Ende seiner Entwicklung eine berechtigte Sicherungsverwahrung. Anzurechnen sei dem 38-Jährigen, dass er durch sein Geständnis den Mädchen Aussagen im Gerichtsaal und ein neues Durchleben der Straftaten erspart habe.


Von den Kulmbacher Mädchen hatte der 38- Jährige tausende von Fotos und insgesamt 90 Stunden kinderpornografisches Material angefertigt. Die Ermittlungen hatte vor ein paar Jahren eine Organisation in Gang gebracht, die im Internet Daten über Kinderpornografie sammelt und sie auch an das Bundeskriminalamt weitergibt. Die Hinweise führten die Polizei nach erheblichem Ermittlungsaufwand zu dem heute 38- jährigen Kim H., der an einer Autobahnraststätte nahe Hamburg festgenommen werden konnte. Offenbar lebte er ohne festen Wohnsitz und schlief in einem Transporter. Er soll hochverschuldet sein.

Das Vertrauen der Mütter, die sich alle in schwierigen Lebenssituationen befunden haben sollen, hatte sich der Mann durch seine Hilfsbereitschaft erworben. Er bot sich als Aufpasser für die Kinder an und galt als liebevoll. In Wahrheit missbrauchte er die Mädchen, die teilweise auch bei ihm übernachteten, und sammelte umfangreiches Bildmaterial.


Von Horst Mayer
hm
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