Haufer über Linhart-Transfer: “Eine Win-win-Situation”

BAYREUTH. Am Wochenende gab es gute Nachrichten für alle medi-Fans: Publikumsliebling Nate Linhart ist zurück. Der Kreativspieler hat einen Vertrag für sechs Wochen bei den Oberfranken unterschrieben. Damit reagierte der Verein auf die Abwesenheit von Lucky Jones, der mit einer Knieverletzung einige Wochen pausieren muss. „Er wollte uns dann helfen und wir können ihm helfen, denn er kann sich bei uns wieder zeigen. Sozusagen eine Win-win-Situation“, berichtet der Sportliche Leiter Matt Haufer.

Linhart stand zuletzt in Israel bei Hapoel Beer Sheva unter Vertrag. Aber das funktionierte nicht, sein Arbeitspapier wurde aufgelöst. Gut für die Bayreuther, die natürlich genau wissen, was sie vom 32-Jährigen bekommen. „Er ist ein extrem ruhiger Spieler, sehr besonnen und umsichtig auf dem Feld. Er lässt sich durch negative Erlebnisse nicht aus der Ruhe bringen. Es war bei uns in den ersten Spielen eine gewissen Verunsicherung da, hier kann Nate uns mit seiner Erfahrung und Routine sicher helfen“, weiß Haufer. Linhart lief von 2016 bis 2018 schon einmal für medi auf und war damals wichtiger Teil einer erfolgreichen Zeit.

Der US-Amerikaner hat sich auch bei den Zuschauern ins Herz gespielt. Natürlich hofft der ein oder andere, dass Linhart vielleicht sogar länger als sechs Wochen in Oberfranken bleibt. Eine Option, die jedenfalls nicht ausgeschlossen ist. „Gesetz dem Falle, es ergibt sich eine Situation, dass er super ins Team findet, wie wir uns das erhoffen, dann wird man darüber nachdenken, ob es eine Konstellation gibt, die Zusammenarbeit auszudehnen“, sagt der Sportliche Leiter, der aber klarmacht: „Fakt ist, er hat für sechs Wochen unterschrieben und wird sich zeitgleich auch nach anderen Optionen umschauen.“

Debüt verzögert sich etwas

Bis Linhart wieder für Bayreuth aufläuft, wird es jedoch noch etwas dauern. „Die Spielberechtigung ist nach der FIBA-Deadline eingetroffen. Wir haben versucht, was möglich ist, aber zu 99 Prozent wird er am Mittwoch nicht spielen. Die Freigabe aus Israel kam zwar, allerdings zu spät“, berichtet Haufer. Am Mittwoch startet für medi der FIBA Europe Cup mit dem Gastspiel bei Ventspils. Somit wird der neue Mann aller Voraussicht nach am 30. Oktober gegen Pristina erstmals wieder für Bayreuth auflaufen.

Ein komplettes Interview mit Matt Haufer lesen Sie in unserer Ausgabe am Sonntag. Darin verrät der Sportliche Leiter auch, wie die Verantwortlichen mit dem schwachen Saisonstart umgegangen sind.

ms