Der Spielplatz im Kreuzsteinbad erstrahlt in neuem Glanz. Bereits im vergangenen Herbst haben die Stadtwerke Bayreuth die Anlage grundlegend modernisiert und dabei gezielt auf langlebige, nachhaltige Materialien gesetzt. Rund 150.000 Euro wurden in die neue Spiellandschaft investiert.
Als die Freibadsaison beendet war und das Kreuzsteinbad in die Winterpause ging, begannen im Hintergrund die Arbeiten. Die alten, stark verwitterten Spielgeräte wurden abgebaut und durch moderne ersetzt. „Wir wollten vermeiden, im Frühjahr unter Zeitdruck zu geraten“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Rützel. Deshalb seien die umfangreichen Arbeiten bewusst in den Herbst gelegt worden. So könne man sicherstellen, dass zum Saisonauftakt im Mai alles fertig sei.
Notwendig geworden war die Erneuerung vor allem aus Sicherheitsgründen. Das bisherige Spielschiff und weitere Geräte waren in die Jahre gekommen und entsprachen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Für Oberbürgermeister Thomas Ebersberger steht fest: „Die Sicherheit der Kinder hat oberste Priorität.“ Er zeigt sich zuversichtlich, dass der neue Spielplatz im Sommer großen Zuspruch finden wird.
Mit dem Austausch allein sollte es jedoch nicht getan sein. Stadt und Stadtwerke wollten zugleich ein Zeichen für Nachhaltigkeit setzen. Die neuen Spielgeräte bestehen aus Recyclingkunststoff, der aus gebrauchten Lebensmittelverpackungen hergestellt wird. Das Material ähnelt optisch Holz, ist jedoch deutlich robuster und widerstandsfähiger gegenüber Witterungseinflüssen. Produziert wird es vollständig in Deutschland – ein Pluspunkt in Sachen kurzer Transportwege und CO₂-Reduktion. „Wir investieren damit nicht nur in ein attraktives Freizeitangebot, sondern auch in die Zukunft unserer Stadt“, betont Ebersberger.
Auch Rützel sieht klare Vorteile, gerade unter den besonderen Bedingungen eines Freibads. Das Material sei in der Anschaffung mit Holz vergleichbar, verursache aber deutlich weniger Pflegeaufwand. Zudem verspreche der Hersteller eine Lebensdauer von mindestens 40 Jahren. Extreme Temperaturschwankungen, intensive Sonneneinstrahlung, Regen oder Schnee sollen den neuen Geräten künftig nichts mehr anhaben können. Ziel sei eine langfristige Lösung, die über Jahrzehnte hinweg Bestand habe.
Gestalterisch bleibt sich das Kreuzsteinbad seinem maritimen Charakter treu – jedoch in moderner Form. Ein Balanciersteg mit Knoten- und Seilbrücke führt in die Anlage hinein und fordert Geschicklichkeit. Mittelpunkt ist das neue Spielschiff „Hansdampf“: ein eindrucksvoller Schaufelraddampfer mit einem rund vier Meter hohen Turm. Zwei Sprechrohre verbinden die Ebenen miteinander, außen laden Kletternetze zum Aufstieg ein. Das große Schaufelrad dient zugleich als Kletterelement und Rückzugsort.
Unmittelbar daneben befindet sich ein kleiner Anlegesteg, an dem Sand nach oben transportiert und über eine Rutsche wieder hinabgeschickt werden kann. Ein zusätzlicher Kletterturm mit verschiedenen Aufstiegen und Rutsche richtet sich an ältere Kinder. Für die Jüngsten stehen ein Sandkasten sowie überarbeitete Wipptiere in Form von Delfin, Clownfisch und Möwe bereit. Auch die seit zehn Jahren bestehende Schaukel bleibt Teil der Anlage – sie besteht aus demselben robusten Material und hat ihre Widerstandsfähigkeit bereits unter Beweis gestellt.
Bei der Planung wurde zudem auf ausreichend Schatten geachtet, damit die Kinder an heißen Sommertagen geschützt spielen können. Gleichzeitig sorgen sonnige Bereiche dafür, dass sich die Anlage auch bei kühlerem Wetter angenehm nutzen lässt.
Mit der Investition von rund 150.000 Euro setzen Stadt und Stadtwerke ein klares Signal für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Familienfreundlichkeit. „Wir haben hier eine Lösung geschaffen, die viele Jahre Freude bereiten wird“, sagt Rützel – und blickt erwartungsvoll auf die kommende Saison, wenn „Hansdampf“ erstmals in See sticht.