Vom 26. bis 29. September fand an der Universität Bayreuth das bisher größte praxisorientierte Orpheus-Seminar für Schülerforschung in Deutschland statt. 68 Jugendliche aus dem ganzen Bundesgebiet nahmen teil.
Sie hatten sich zuvor beworben und konnten aus zahlreichen Kursen und Experimenten wählen. Ziel war die Vorbereitung auf Wettbewerbe wie Jugend forscht oder das German Young Physicists’ Tournament (GYPT). Geleitet wurden viele Angebote von ehemaligen Preisträgern dieser Wettbewerbe, die ihre Erfahrungen an die nächste Generation weitergaben.
Ein Höhepunkt war der Bau eines funktionierenden Puls-Lasers. Außerdem hielten Physikprofessoren zwei Orientierungsvorträge zu „Physik des Sports” und „Vom Wetter zum Chaos”. Neben Fachthemen übten die Schülerinnen und Schüler auch wichtige Präsentationstechniken: eigene Ergebnisse überzeugend vortragen und die Beiträge anderer kritisch hinterfragen – im Wettbewerb „opponieren“ genannt. „Man sieht hier oft richtige Entwicklungssprünge bei den Jugendlichen“, sagte Physikprofessor Walter Zimmermann.
Organisiert wurde das Seminar von ehemaligen Schülerforschern und heutigen Bayreuther Studierenden: Tarek Becic und Sebastian Friedl als Hauptorganisatoren, unterstützt von Niklas Brütting, Berin Becic, Frederik Gareis und Prof. Walter Zimmermann vom TAO-Schülerforschungszentrum der Universität Bayreuth. Partner waren die Organisationsgruppe Physik für europäische Schüler und Studenten (Orpheus) e.V. Möglich wurde die Veranstaltung durch die Förderung der Rainer Markgraf-Stiftung und der Oberfranken-Stiftung.
Die Resonanz war groß. Die ausgeschriebenen Plätze waren schnell vergeben. Viele Teilnehmer betonten den Wert des Austauschs mit Gleichgesinnten. Ein Schüler schrieb: „Das Orpheus-Seminar hat mir vieles gelehrt und war zugleich unterhaltsam. Durch das Kursangebot konnte ich mein Wissen in Bereichen vertiefen, die mich besonders interessieren.“