Veröffentlicht am 07.08.2026 13:19

Ein Blick auf die Geschichte des Richard-Wagner-Museums

Foto: jm
Foto: jm
Foto: jm
Foto: jm
Foto: jm

Das Richard-Wagner-Museum in Haus Wahnfried feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich stellte aus diesem Anlass im Saal von Haus Wahnfried seine Neuerscheinung „Wahnfried – 50 Jahre Richard Wagner Museum 1976–2026“ vor.

Das Jubiläum fällt in ein besonderes Jahr. Vor 150 Jahren legte Richard Wagner mit der Uraufführung seines Opernzyklus Der Ring des Nibelungen im eigens errichteten Festspielhaus den Grundstein für die Bayreuther Festspiele. Genau 100 Jahre später, 1976, wurde in seinem Wohnhaus Wahnfried das Richard-Wagner-Museum eröffnet. Es ging aus der städtischen Richard-Wagner-Gedenkstätte hervor und zählt heute zu den bedeutendsten Erinnerungsorten an den Komponisten.

Unter dem Titel „50/150 – Utopie und Echo“ verbindet das Museum beide Jubiläen. Das im Deutschen Kunstverlag erschienene Buch zeichnet die Entwicklung des Museums von den Anfängen bis heute nach. Dabei verbindet Dr. Friedrich historische Dokumente mit persönlichen Erinnerungen aus mehr als drei Jahrzehnten Museumsarbeit.

„Die Idee entstand erst im vergangenen Dezember“, berichtete Friedrich bei der Buchvorstellung. Die zahlreichen Veranstaltungen zum Jubiläum hätten ihn auf den Gedanken gebracht, die Geschichte des Museums dauerhaft festzuhalten. „Veranstaltungen gehen vorbei. Was bleibt, sind Erinnerungen. Deshalb wollte ich die vergangenen 50 Jahre dokumentieren – anhand der Akten, aber auch mit persönlichen Erlebnissen.“

Für das Manuskript blieb nur wenig Zeit. Bis Mitte März musste der Text fertig sein, damit das Buch noch zur Festspielsaison erscheinen konnte. „Das waren gerade einmal acht Wochen“, sagte Friedrich. Viele Abende und Wochenenden seien deshalb dem Schreiben gewidmet gewesen. Unterstützung erhielt er von einer erfahrenen Lektorin und dem Deutschen Kunstverlag. „Es war sportlich, aber am Ende hat alles geklappt.“


Von Jessica Mohr
jm
north