In großem Rahmen wurde im Bayreuther „Tigerkäfig“ heute Abend die neue Saison 2026/27 in der Bayerischen Landesliga mit dem Stadt-Landkreis-Derby zwischen dem EHC Bayreuth und dem EV Pegnitz Ice Dogs eröffnet. Gleichzeitig feierte der EHC auch sein 20-jähriges Bestehen und es startete eine neue Ära im Bayreuther Eishockey nach dem Ende der ehemaligen onesto Tigers und des Oberliga-Profiteams.
Die Euphorie der Fans zum Saisonstart war groß und so pilgerten 2.005 Zuschauer ins Städtische Kunsteisstadion. Vor der oberligareifen Kulisse behielten letztlich die EV Pegnitz Ice Dogs in einer bis zuletzt spannenden Partie mit 5:3 (3:1,1:0,1:2) die Oberhand.
Nach den ersten Möglichkeiten für Pegnitz durch Elias Maschke (3.) und Michael Breyer für den EHC (4.) sorgte Sydney Kübler nach Vorlage von Mirko Schreyer in der 5. Minute für die Pegnitzer 1:0-Führung. Dann drehte der Roman Navarra, neben Ales Furch Topstürmer der Gäste, groß auf und verwandelte nach einem Doppelpass mit Furch überlegt zur 2:0-Führung für die Ice Dogs.
Die Bayreuther ließen sich jedoch nicht schockieren und in der 11. Minute verkürzte Jeremy Boulanger nach Kooperation mit Christopher Meier und Jan Zedek auf 1:2. Dem Pegnitzer Goalie Philipp Rieger war durch einen im Slot stehenden Bayreuther etwas die Sicht behindert. Nur zwei Minuten später war wieder Pegnitz am Zug, Ales Furch tauchte nach Vorarbeit von Mirko Schreyer alleine vor dem Bayreuther Goalie Sebastian Dünkel auf und markierte das 3:1 für die Ice Dogs (13.).
In der 16. Minute gerieten die Tigers in doppelte Unterzahl, überstanden die brenzlige Situation aber unbeschadet mit einem starken Penalty-Killing. Letztlich kassierte Michael Breyer 22 Sekunden vor Drittelende noch eine Strafzeit, mit dem Bayreuther 1:3-Rückstand ging es schließlich zur ersten Pause in die Kabinen.
In der 24. Minute scheiterte Christopher Meier nach Vorarbeit von Jeremy Boulanger, dem auffälligsten Bayreuther Akteur, am Pegnitzer Torwart Philipp Rieger. Nach einer Zweikampfeinlage, bei der zwischen dem Pegnitzer Ales Furch und Christopher Meier die Fäuste flogen (28.), setzte Ice Dogs-Teamcaptain Stefan Hagen in der 32. Minute zu einem Schlagschuss von der Blauen Linie an, den Sebastian Dünkel im EHC-Tor jedoch entschärfte. Kurz darauf musste Philipp Rieger im Pegnitzer Tor einen Monstersave auspacken, um einen Schuss des Bayreuthers Stürmers Kevin Altmann zu parieren (33.).
In der 34. und 35. Minute füllte sich die Strafbank erneut und die Tigers gerieten abermals in doppelte Unterzahl. Den Bayreuthern gelang in der Situation sogar ein Konter, Florian Lüsch scheiterte jedoch. Als der EHC schon wieder zu viert auf dem Eis war, traf Luca Schönauer nach Vorlage von Ales Furch doch noch zum 4:1 für Pegnitz (36.). In der Folge verfehlte noch zweimal Florian Lüsch das Gästetor (38./39.). Auch Jan Hammerbauer scheiterte final und so ging es mit einem 4:1 für Pegnitz ins Schlussdrittel. Die Ice Dogs waren effektiver vor dem Tor und hatten weniger Strafzeiten auf dem Konto.
Nach 20 Sekunden im dritten Drittel hatte Tim Zimmermann die nächste Tigers-Chance und scheiterte am überragenden Philipp Rieger. Ebenso erging es Andreas Geigenmüller von der blauen Linie (43.). Als die Bayreuther dann erstmals in Überzahl waren, schlug Tim Zimmermann nach nur wenigen Sekunden zu und verkürzte nach Vorarbeit von Jonathan Kraus und Florian Lüsch auf 2:4 (46.). Jetzt wurde mit offenem Visier gekämpft und in der 50. Minute erzielte Jeremy Boulanger nach Vorarbeit von Jan Hammerbauer das 3:4. Der „Tigerkäfig“ wurde jetzt zum Hexenkessel.
Als Bayreuth dann wieder mal in Unterzahl war, verschafften sich die Pegnitzer wieder etwas mehr Luft: Nach Zuspiel von Ales Furch erhöhte Roman Navarra für die Ice Dogs auf 5:3 (53.). In der 56. Minute musste Sebastian Dünkel sein Können gegen den Pegnitzer Marco Pronath zeigen. In der 58. Minute kam dann der EHC nochmals in Überzahl. Dazu nahmen die Tigers ihren Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, und so ging es in Sechs-gegen-Vier-Überzahl. 79 Sekunden vor Schluss kam es dann zu einem Check von Florian Lüsch gegen Roman Navarra und anschließend noch weitere Auseinandersetzungen auf dem Eis. In der Folge gab es einige Strafzeiten und es standen für den Rest der Partie je vier Spieler von beiden Teams auf dem Spielfeld. Letztlich blieb es beim 5:3-Sieg der EV Pegnitz Ice Dogs.
Die Bayreuther hatten trotzdem gezeigt, dass man mit dem absoluten Spitzenteam aus dem Landkreis mithalten kann. Mit etwas mehr Cleverness und Konsequenz vor dem Tor wäre durchaus mehr drin gewesen. Dennoch machte die Saisoneröffnung und das Drumherum in jedem Fall den Fans Appetit auf mehr. Weiter geht es für den EHC am kommenden Sonntag, 18. Oktober, um 18.30 Uhr beim ESC Hassfurt.