Danke, Steve Wachalski

BAYREUTH. Am vorletzten Freitag war es so weit: Steve Wachalski bekam sein Abschiedsspiel in Bayreuth. Beim Test gegen medi lief er für Heidelberg auf, dort trainiert er aktuell mit. Wenn es sein Rücken zulässt, wird er beim ProA-Klub vielleicht sogar noch einmal einen Vertrag unterschreiben. In der Oberfrankenhalle wurde er noch einmal gefeiert, laute Steeeeve-Rufe hallten durch das Rund. „Ich freue mich sehr, dass Steve heute eine würdige Verabschiedung bekommen hat. Er wird in Bayreuth immer ein gern gesehener Gast sein“, sagte Raoul Korner nach der Partie. „Es war sehr emotional. Ich habe mir eigentlich vorgenommen, nicht zu heulen, aber das letzte Video von meiner Familie hat mir so ein bisschen den Rest gegeben und ich konnte nicht mehr. Wer auch oben alles auf dem Würfel zu sehen war, da muss ich ein großes Danke sagen“, sagte Wachalski nach der Begegnung.

Es war ein emotionaler Abschied, natürlich am meisten für die ehemalige Nummer 14 der Oberfranken. Über den Videowürfel wurden immer wieder Grußbotschaften von Bekannten aus dem Basketball oder dem Privatleben eingespielt. Wachalski war gerührt, es nahm ihn mit. Der Dreierpezialist hat in Bayreuth etwas hinterlassen. Eine Lücke, die nicht einfach zu füllen ist. Ein Star ohne große Allüren. Immer bescheiden, immer nahbar, immer für die Fans da. Genau deswegen lieben ihn die medi-Anhänger, genau deswegen wird er in Bayreuth immer in guter Erinnerung bleiben.

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

„Mir wird alles fehlen“

2015 wechselte der heute 36-Jährige zu medi bayreuth. Zuvor spielte er unter anderem für Bonn, den MBC und die Artland Dragons. Insgesamt kam der Mann, der für seine starke Dreierquote bekannt ist, 253-mal in der BBL zum Einsatz. In der vergangenen Saison reichte es nur zu zehn Einsätzen, der Rücken machte Wachalski zu schaffen. „Mir wird alles fehlen. Die Stadt, die Halle, die Fans, die Mannschaft, die Menschen. Wir haben uns als Familie hier sehr wohlgefühlt. Mein Sohn ist hier geboren. Ich glaube, mehr brauche ich nicht sagen“, so Wachalski zu seinem Abschied aus Bayreuth.

Wachalskis Zukunft noch offen

Sicherlich wird man sich noch das ein oder andere Mal über den Weg laufen. Für den 36-Jährigen geht es nun erst einmal darum, fit zu werden und eventuell noch eine Saison auf hohem Niveau zu spielen. Aber bisher ist noch alles offen. „Ich trainiere in Heidelberg mit und gucke, wie es mit meinem Rücken geht. Aber ich werde auch noch mit meiner Familie sprechen wie das jetzt sportlich und privat weitergeht. Aber eine Entscheidung habe ich noch nicht getroffen. Das wird sich jetzt in den nächsten Wochen herauskristallisieren“, so der Dreierspezialist.

Bleibt nur noch eines zu sagen: Danke, Steeeeeeve!

Mirko Strässer