Der CSU-Kreisverband Bayreuth-Stadt feierte sein 80-jähriges Bestehen, am Samstag, 18. Juli, im Rahmen der Kreishauptversammlung in der Klima-Lounge, Richard-Wagner-Straße 4 bis 6. Zu den Ehrengästen zählen der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein und der Landesvorsitzende der Jungen Union Bayern, Manuel Knoll, MdL. Im Mittelpunkt steht eine Podiumsdiskussion zum Thema „Volkspartei CSU – Vergangenheit und Zukunft“. Unsere Redaktion sprach mit der Bayreuther Bundestagsabgeordneten, Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie CSU-Kreisvorsitzenden Dr. Silke Launert.
Acht Jahrzehnte politischer Wandel
„Jede Zeit hatte ihre eigenen Herausforderungen“, sagt Silke Launert. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei es darum gegangen, demokratische Strukturen wieder aufzubauen. Ihre eigene Amtszeit sei vor allem durch die Corona-Pandemie geprägt gewesen. Als wichtige Wegmarken der vergangenen Jahrzehnte nennt sie die beiden CSU-Oberbürgermeister, die Bayreuth in den vergangenen 20 Jahren erstmals stellte. Die politische Landschaft habe sich spürbar verändert.
Rückblick und Aufbruch
Für Silke Launert soll das Jubiläum weit mehr sein als ein Blick in die Vergangenheit. „Wir möchten Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen in den Blick nehmen.“ Mit einer eigens erstellten Festschrift dokumentiere der Kreisverband seine Geschichte. Gleichzeitig solle die Veranstaltung die Mitglieder zusammenbringen und auf die kommenden Aufgaben einstimmen. Die Podiumsdiskussion mit Dr. Günther Beckstein und Manuel Knoll soll dabei den Bogen von den Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte, zu den Herausforderungen der Zukunft schlagen.
Mehr Engagement, mehr Vertrauen
Als größte Herausforderung sieht die Politikerin die sinkende Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement. Seit der Corona-Pandemie sei es schwieriger geworden, Menschen für die politische Mitarbeit zu gewinnen. Gleichzeitig nehme sie bei vielen Bürgern eine wachsende Enttäuschung wahr. Das zeige sich auch in einem raueren Umgangston – sowohl in den sozialen Medien als auch im Gespräch. Umso wichtiger sei es, wieder Vertrauen aufzubauen und Menschen für demokratische Mitgestaltung zu gewinnen.
Bayreuth als attraktiver Lebensstandort
Inhaltlich setze der Kreisverband auf Themen, die den Alltag der Menschen unmittelbar betreffen. Dazu zählten sichere Arbeitsplätze, eine starke Wirtschaft, eine verlässliche medizinische Versorgung, moderne Schulen, ausreichend Kinderbetreuung, bezahlbarer Wohnraum und eine leistungsfähige Infrastruktur. Bayreuth müsse ein attraktiver Standort für Unternehmen und Familien bleiben.
Nachwuchs für die Kommunalpolitik gewinnen
„Wer Zuversicht vermittelt und zeigt, dass politisches Engagement etwas bewegen kann, gewinnt auch junge Menschen“, sagt sie. Im Kreisverband engagierten sich Nachwuchskräfte in Vorständen und Ortsverbänden. Diesen Weg wolle die CSU konsequent fausbauen. Das stärke nicht nur den politischen Nachwuchs, sondern auch das Vertrauen in die Kommunalpolitik.