Veröffentlicht am 16.04.2026 19:28

24-Stunden-Blitzmarathon - Die oberfränkische Bilanz

Foto: Adobe Stock/S. Engels
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Beim diesjährigen Blitzmarathon im Rahmen der europäischen Speed-Week führte die Polizei in Oberfranken Geschwindigkeitsmessungen an 66 Stellen durch. Von den über 25.600 Fahrzeugen, die die Messstellen passierten, wurden 436 wegen Übertretung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet. Somit ging die Zahl der beanstandeten Verkehrsteilnehmer gegenüber 2025 um fast 200 zurück.

Am 14. April, 6 Uhr, startete der 13. Bayerische 24-Stunden Blitzmarathon. Insgesamt 127 Beamtinnen und Beamte waren mit der Überwachung der Geschwindigkeit an 66 Messstellen in ganz Oberfranken beauftragt.

Obwohl der Blitzmarathon und die damit verbundenen Geschwindigkeitskontrollen bereits seit mehreren Tagen in den Medien präsent waren, hielten sich 436 Fahrerinnen und Fahrer nicht an die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Den Spitzenwert in Oberfranken markierte ein Ford Fiesta auf der B 15 nahe dem Hofer Ortsteil Wölbattendorf. Er wurde mit 127 km/h bei erlaubten 80 km/h gemessen. Nach Abzug der Toleranz von 4 km/h, muss er mit einem Bußgeld von 320 Euro, einem Fahrverbot von einem Monat und zwei Punkten im Fahreignungsregister rechnen.

Zusätzlich registrierten die eingesetzten Kräfte 90 weitere Verstöße, wie beispielsweise Fahrzeugmängel, Handy- und Gurtverstöße.

Bilanz aus den Mittelzentren


Für die oberfränkischen Mittelzentren stellt sich die Bilanz des Blitzmarathons wie folgt dar:

Im Bereich Bamberg (Stadt und Landkreis Bamberg, Landkreis Forchheim) wurden 129 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.

Im Bereich Bayreuth (Stadt und Landkreis Bayreuth, Landkreis Kulmbach) wurden 93 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.

Im Bereich Coburg (Stadt und Landkreis Coburg, Landkreis Kronach sowie Lichtenfels) wurden 122 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.

Im Bereich Hof (Stadt und Landkreis Hof, Landkreis Wunsiedel) wurden 92 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert.

Geschwindigkeit im Blick


Das erklärte Ziel des Bayerischen Blitzmarathons war auch dieses Jahr, die Bevölkerung auf die Gefahren der überhöhten Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und ihnen die Folgen ins Gedächtnis zu rufen.

Insgesamt ereigneten sich im vergangenen Jahr 1.421 Geschwindigkeitsunfälle auf Oberfrankens Straßen. Im Vergleich zum Vorjahr blieb diese Zahl konstant (2024: 1.374). Die nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt weiterhin eine Hauptunfallursache für schwere und tödliche Verkehrsunfälle. Acht der 37 Verkehrstoten starben aufgrund eines derartigen Unfalls. 857 Personen wurden verletzt (2024: 803).

Als einfache Faustformel kann gesagt werden: Je höher die gefahrene Geschwindigkeit desto schwerwiegender die Verletzungen. Vor diesem Hintergrund ist die Überwachung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten eine wichtige Säule im Bestreben, die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt und insbesondere die Zahl der Verletzten und Getöteten im Straßenverkehr so weit wie möglich zu verringern.


Von Onlineredaktion
LV
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