Sonnige Tage und steigende Temperaturen sorgen auch in Nordbayern nicht nur für gute Laune, sondern auch für Gefahrensituationen auf den Straßen. Der ADAC Nordbayern stellt diese vor und gibt Tipps für eine sichere Autofahrt.
Autofahrende, die im Frühling von Allergiesymptomen betroffen sind, kämpfen häufig mit Husten, Schnupfen und Heiserkeit – auch am Steuer. Das kann im Straßenverkehr gefährlich werden: Eine laufende Nase, tränende Augen, Müdigkeit oder plötzlicher Niesreiz können die Konzentration beeinträchtigen. Viele Betroffene nutzen Allergiemedikamente, die ebenfalls die Aufmerksamkeit beeinflussen können. Daher sollten sie vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen oder den Beipackzettel lesen. Weitere Tipps: Pollenfilter regelmäßig wechseln, Polster und Fußmatten absaugen, nicht unter blühenden Bäumen parken und Taschentücher griffbereit haben.
Mit dem Frühjahr beginnt zudem die Paarungszeit bei Mardern, wodurch das Risiko für Fahrzeugschäden steigt. Vorbeugen kann ein Ultraschallgerät mit wechselnden Frequenzen, teils ergänzt durch audiovisuelle Impulse. Auch Motorraum-Abschottungen, die den Zugang zu Bauteilen verhindern, sind ein wirksames Mittel.
Während diese beiden Möglichkeiten häufig wirksam sind, sind Hausmittel wie Hundehaare, WC-Steine, Abwehrsprays oder Mottenkugeln eher unzuverlässig. Bei einer Fahrt durch den Regen können diese Duftstoffe bereits abgewaschen werden. Außerdem gewöhnen sich Marder schnell an solche Gerüche. Besonders häufig beißen Marder in gummielastische Bauteile wie Schläuche, Zündkabel, Stromleitungen und Isolationsmaterial. Die Folgen reichen von unrundem Motorlauf bis hin zu Motorschäden. Ist ein Fahrzeug von einem Marderbiss betroffen, sollte es schnellstmöglich von einem Fachmann untersucht und eine Motorwäsche durchgeführt werden.
Eine unterschätzte Gefahr ist auch die tiefstehende Sonne. Blendung durch Sonnenstrahlen zählt zu den häufigsten Ursachen witterungsbedingter Unfälle; sie sind rund elfmal häufiger als Unfälle bei Nebel. Abhilfe schafft eine bessere Sicht, insbesondere eine saubere Frontscheibe. Ist diese durch Schmutz und Schlieren verunreinigt, wird das Sonnenlicht gestreut und die Person hinter dem Steuer geblendet. Derselbe Effekt kann auch bei Brillengläsern auftreten.
Auch die eigene Fahrweise sollte bei tiefstehender Sonne angepasst werden: ausreichend Abstand sowie konzentriertes und vorausschauendes Fahren sind Pflicht. Eingeschaltetes Abblendlicht erhöht zudem die Sichtbarkeit.
Weitere Informationen unter www.adac.de/nordbayern