Weimar: „Wir wollen da anknüpfen, wo wir aufgehört haben“

BAYREUTH. Seit 2016 spielt Patrick Weimar wieder für die SpVgg Bayreuth. Er hat in den letzten Jahren einiges erlebt, wenngleich diese Saison schon besonders war. Wir haben uns mit dem Mittelfeldmann in der Sommerpause unterhalten.

BTSZ: Hallo Herr Weimar. Sie sind nun seit einigen Jahren zurück in Bayreuth, wie ordnen Sie die vergangene Saison ein?

Patrick Weimar: Sehr kurios auf jeden Fall. Wenn du mit null Punkten und null Toren aus sechs Spielen startest, bist du natürlich erst einmal am Boden. Aber nach dem Trainerwechsel wurde alles um 180 Grad gedreht. Umso besser ist es dann geworden. Es haben uns einige schon abgeschrieben und gesagt, wir seien tot. Klar bekommst du sowas als Spieler mit. Es ist dann eine Genugtuung, es ihnen zu beweisen und am Ende den Klassenerhalt zu schaffen. Mit Platz zehn können wir mehr als zufrieden sein, wenngleich sogar noch mehr drin gewesen wäre.

BTSZ: Heißt, den Glauben hat die Mannschaft an sich die verloren, auch nach dem Start?
Patrick Weimar: Auf jeden Fall war der Glaube immer da. Klar waren am Anfang die Köpfe unten, die Moral zerstört, das ist nach so einem Start auch normal. Nach dem Trainerwechsel ging ein Ruck durch die Mannschaft. Der Coach hat uns mit seiner Persönlichkeit gezeigt, was wir können.

BTSZ: Was zeichnet Timo Rost aus?
Patrick Weimar: Er hat uns klar gemacht, was wir können. Er hat das jedes Training gezeigt. Mit seiner Persönlichkeit hat er uns verdeutlicht, was er sich vorstellt und das haben wir dann auch sehr gut umgesetzt.

BTSZ: Was zeichnet denn die SpVgg Bayreuth aus?
Patrick Weimar: Ich würde sagen, zu allererst unser Offensivspiel mit dem schnellen Umschalten. Wenn wir defensiv gut stehen, ging nach vorne immer was, das haben wir die Saison gesehen. Wir waren immer torgefährlich und haben unsere Möglichkeiten bekommen.

BTSZ: Vom aktuellen Kader bleiben viele Spieler auch in der kommenden Saison in Bayreuth. Ein gutes Zeichen, oder?
Patrick Weimar: Auf jeden Fall. Wir sind ein eingeschworener Haufen, auf und neben dem Platz, das freut mich sehr. Wir unternehmen als Mannschaft viel, das schweißt dich natürlich zusammen. Umso schöner, dass viele bleiben. Klar werden immer ein paar Spieler den Verein verlassen, aber unsere Vorstandschaft und der Trainer werden guten Ersaz finden und das Team punktuell verstärken.

BTSZ: Nun ist erst einmal etwas Pause, am 17. Juni beginnt die Vorbereitung. Früh steht mit dem Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg ein echtes Highlight an. Speziell für dich, da du ja fünf Jahre (drei in der Jugend, zwei in der Zweiten) dort gespielt hast.
Patrick Weimar: Ich freue mich riesig auf das Spiel gegen die Erste. Ich war dort fünf Jahre, zu einem Einsatz in der Ersten kam es allerdings nicht. Kontakt habe ich zu fast keinen Spielern mehr in Nürnberg. Einzig mit dem Patrick Erras bin ich noch in regelmäßigem Austausch. Aber dieses Testspiel ist auf jeden Fall eine tolle Sache, da neben mir ja auch einige andere Spieler von uns bereits beim Club gespielt haben.

BTSZ: Lassen Sie uns noch einen kurzen Blick in die Zukunft werfen. Was dürfen wir kommende Saison von der Altstadt erwarten?
Patrick Weimar: Wir wollen da anknüpfen, wo wir aufgehört haben. Das Spiel, das uns auszeichnet, weiter perfektionieren. Der Trainer wird noch an ein paar Stelleschrauben drehen, dafür ist die Vorbereitung da. Ich hoffe sehr, dass es eine erfolgreiche Saison werden wird. Natürlich will jeder so erfolgreich spielen wie möglich und ich denke, dass wir für die ein oder andere Überraschung sorgen können.

Interview: Mirko Strässer

zum Bild – Patrick Weimar und die SpVgg Bayreuth haben keine leichte Saison hinter sich. Foto: Peter Glaser.