BAYREUTH.CSU-Stadtrat Mirko Matros fordert in einem Antrag von Oberbürgermeister Andreas Zippel Aufklärung über den ausbleibenden Baustart der neuen Kindertagesstätte in St. Johannis. Er will wissen, warum trotz jahrelanger Planung, bewilligter Mittel und eines symbolischen Spatenstichs noch immer nicht gebaut wird.
Bereits im November 2022 hatte der Stadtrat den Bedarf für die Einrichtung anerkannt. Das Diakonische Werk – Stadtmission e. V. wollte gegenüber dem Feuerwehrhaus in der Ochsenhut eine Kita mit insgesamt 192 Krippen-, Kindergarten- und Hortplätzen. Sie soll die größte Kindertagesstätte Bayreuths werden und unter anderem die provisorischen Hort-Container an der Schule überflüssig machen.
Schon 2023 stand das Bauvorhaben offenbar schon einmal kurz vor dem Start. Dann wurde das Projekt umfassend überarbeitet und die Planung optimiert.
Der symbolische Spatenstich erfolgte im Dezember 2025 – auf einem eigens aufgeschütteten Sandhaufen. Fast elf Monate später ist von einem tatsächlichen Baubeginn weiterhin nichts zu sehen.
Warum also rollen die Bagger nicht? Genau diese Frage soll die Stadtverwaltung nun beantworten. Mirko Matros fragt nach Gründen für die Verzögerung und erwartet einen belastbaren Zeitplan bis zur Fertigstellung und Inbetriebnahme. Dazu soll sich die Stadt mit dem Diakonischen Werk abstimmen.
Ursprünglich sollte die neue Kita rund zwei Jahre nach dem Spatenstich fertig sein, also 2027. Ob das noch zu halten ist, bleibt offen.
Die neue Einrichtung sollte sowohl die Quantität alsauch die Qualität der Betreuungseinrichtungen steigern. Deshalb begrüßte der damalige Oberbürgermeister Thomas Ebersberger das Projekt ausdrücklich. Wesentlich ist jetzt nur, wann die versprochenen 192 Betreuungsplätze tatsächlich zur Verfügung stehen.