Die LKG Stadtmission Bayreuth erhält den Sozialpreis der Stadt für das Jahr 2026. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen, die sich für Menschen in schwierigen Lebenslagen engagieren. Die Preisverleihung findet im Dezember bei einer Feierstunde statt. Den Preis nehmen das Team der Stadtmission und dessen Leiter Volker Sommerfeldt entgegen.
Der Stadtrat hatte die Vergabe bereits vor der Sommerpause beschlossen. Der Vorschlag kam von der Stadtratsfraktion der Grünen und dem Bayreuther Landtagsabgeordneten Tim Pargent (Bündnis 90/Die Grünen).
Die Stadtmission in der Sophienstraße 26 ist eine Einrichtung der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG). Sie hilft Menschen mit und ohne Behinderung, die Unterstützung benötigen. Dazu gehört die Ausgabe von Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs. Außerdem beraten Sozialberaterinnen und Sozialberater bei finanziellen und persönlichen Problemen. Sie helfen etwa bei Anträgen, Schulden oder einem anstehenden Umzug. In akuten Notlagen können Betroffene zudem zinslose Kleinkredite erhalten, um beispielsweise Mietrückstände zu begleichen.
Ein wichtiger Teil der Arbeit ist auch das Café der Stadtmission. Es wird über Spenden finanziert. Jeder Gast zahlt so viel, wie er kann. Damit ist das Angebot auch für Menschen mit wenig Geld zugänglich. Weitere Hilfen sind kostenlose Haarschnitte, eine Fahrradwerkstatt, Car-Sharing und eine medizinische Beratung vor Ort.
„Die Stadtmission ist ein Ort der Begegnung und der Gemeinschaft“, sagt Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel. Er hebt vor allem die vielen Angebote hervor, die Menschen unabhängig von ihrer finanziellen Lage nutzen können.
Auch in Krisenzeiten, etwa während der Corona-Pandemie, war die Stadtmission für die Menschen in Bayreuth und Umgebung da. Zudem engagiert sie sich für den Weihnachtsmarkt im Gassenviertel. Dieser bringt Leben in das Viertel und bietet sozialen Initiativen eine Plattform.
„Mit ihrer Arbeit leistet sie einen wertvollen und unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Miteinander in unserer Stadt“, betont Zippel.
Der Sozialpreis der Stadt Bayreuth
Die Stadt Bayreuth vergibt den Sozialpreis seit 1999. Damit zeichnet sie Menschen und Einrichtungen aus, die sich in besonderer Weise sozial engagieren. Dazu zählen unter anderem die Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe. Der Preis kann an Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Verbände gehen. Er ist mit 2.500 Euro dotiert. Über die Vergabe entscheidet der Stadtrat.
Zu den bisherigen Preisträgern gehören der Verein Hilfe für das behinderte Kind (1999), der Verein Horizonte (2006), die Beratungsstelle Avalon (2008), der Besuchsdienst im Caritas-Altenheim St. Martin (2010) und der Hospizverein Bayreuth (2012). Es folgten der Verein „Bunt statt Braun – Gemeinsam stark für Flüchtlinge“ (2014), „Treff e.V.“ (2016), die Selbsthilfegruppe der Schlaganfallbetroffenen in Stadt und Landkreis Bayreuth (2018), die Faschingsgesellschaft Bayreuther Mohrenwäscher (2020), der Verein „Rote Katze“ (2022) und die Bayreuther Tafel (2024).