Viele Kulturfreunde feiern in diesem Jahr 150 Jahre Bayreuther Festspiele. Im Mittelpunkt stehen die Figuren aus den Opern von Richard Wagner. Eine der bekanntesten ist der Drache Fafner. Zum Jubiläum zeigt das Urwelt-Museum Oberfranken eine Sonderausstellung. Sie beleuchtet den Drachen zwischen Mythos und Wissenschaft sowie seine Rolle in Kunst und Musiktheater. Die Vernissage fand bereits am vergangenen Freitag statt.
Woher kam die Idee für dieses Ungeheuer? Eine Spur führt zur Wissenschaft. Zu Wagners Zeit begann die moderne Erforschung von Fossilien. Forscher entdeckten, dass es einst riesige Echsen gab. Diese Funde prägten das Bild von Drachen in Kunst und Literatur. Auch Wagner ließ sich davon beeinflussen, etwa in seinem Opernzyklus „Ring“.
Eine wichtige Rolle spielte dabei Georg Graf zu Münster. Der Paläontologe fand in der Region bedeutende Fossilien. Seine Entdeckungen machten Bayreuth in Fachkreisen bekannt. Sie halfen, die Urzeit besser zu verstehen.