Der RSV Bayreuth wird sich nicht um einen zehnten Startplatz und damit einen möglichen Verbleib in der ersten Rollstuhlbasketball-Bundesliga (RBBL1) bewerben und damit nach dem sportlichen Abstieg am Ende der vergangenen Saison in der Spielzeit 2026/27 in der zweiten Bundesliga an den Start gehen. Dies gab der Verein am heutigen Sonntag in einer Erklärung bekannt.
„In den vergangenen Wochen haben wir uns vereinsintern intensiv mit der sportlichen und strukturellen Zukunft unseres RSV Bayreuth beschäftigt. Nach vielen Gesprächen und reiflicher Überlegung sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, uns nicht für eine Wildcard in der 1. Rollstuhlbasketball-Bundesliga zu bewerben, sondern den sportlichen Abstieg anzunehmen”, heißt es in der Mitteilung.
Diese Entscheidung sei allen Beteiligten alles andere als leicht gefallen. „Gleichzeitig sehen wir sie als bewussten Schritt für eine nachhaltige Entwicklung unseres Vereins – mit Blick auf Struktur, Teamgefüge und sportliche Leistungsfähigkeit. Hinter den Kulissen arbeiten wir weiterhin mit voller Leidenschaft daran, den Rollstuhlbasketball in Bayreuth langfristig erstklassig aufzustellen und die vorhandenen Strukturen konsequent weiterzuentwickeln. Dass wir diesen Weg gehen können, verdanken wir auch dem enormen Support und Zuspruch unserer Partner, Sponsoren, Fans, Helfer und Unterstützer. Dafür möchten wir von Herzen Danke sagen.”
Die vergangene Saison, die mit nur einem Sieg aus 18 Spielen auf dem Abstiegsplatz zehn in der RBBL1 abgeschlossen wurde, habe dem Verein viel gelehrt. „Wir mussten Rückschläge hinnehmen – teils schmerzhafte. Doch genau diese Erfahrungen haben uns stärker gemacht und uns erneut gezeigt, welches Potenzial in Bayreuth steckt. Wir sind überzeugt: Bayreuth hat alles, um Rollstuhlbasketball auf höchstem Niveau zu spielen. Manchmal braucht es jedoch einen kleinen Schritt zurück, um anschließend gestärkt wieder nach vorne gehen zu können.”
Hierbei solle die Vision des Vereins für den Rollstuhlbasketball in Bayreuth unverändert bleiben. „Jedoch möchten wir den Verein künftig noch stärker mit Menschen gestalten, die unsere Werte, unsere Haltung und unseren gemeinsamen Weg leben und aktiv mit gestalten wollen”, so der RSV in seiner Mitteilung.
In diesem Zusammenhang werde es auch personelle Veränderungen geben. Isaac Lipscomb, Meggie Gay und Mees Hessels werden demnach nach der Sommerpause nicht mehr das Trikot des RSV Bayreuth tragen.