Nichts mit Abstieg zu tun haben

BAYREUTH. Voller Euphorie geht es bei der SpVgg Bayreuth in die neue Saison. Die Vorbereitung lief gut, es gab Highlights wie das 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Trainer Timo Rost verrät im Interview, welche Ziele das Team hat, wie wichtig der neue Trainingsplatz ist und wen er in der Liga ganz oben sieht.

BTSZ: Wie lief die Vorbereitung?
Timo Rost: Sehr ordentlich. Die Jungs haben ihre Hausaufgaben in der Sommerpause gemacht und gut gearbeitet. Dadurch konnten wir in der kurzen Vorbereitungszeit viel im taktischen Bereich und mit dem Ball machen. Von Anfang an haben die Jungs super mitgezogen.

BTSZ: Sie haben fast alle Testspiele gewonnen, das Highlight war dabei der 2:1-Sieg gegen den Club.
Timo Rost: Egal ob Vorbereitung oder Punktspiel, wir wollen jede Partie gewinnen. Trotzdem ist es in der Vorbereitung natürlich so, dass die Abläufe und der Spielstil noch etwas wichtiger sind als das Ergebnis. Was das anbelangt, habe ich viel Gutes gesehen, aber auch das eine oder andere, was wir noch verbessern müssen. Da sind wir dran.

BTSZ: Durch die Kooperation mit dem Post-SV Bayreuth gibt es nun verbesserte Trainingsbedingungen. Wie wichtig war dieser Schritt?
Timo Rost: Die Infrastruktur ist enorm wichtig für einen Regionalligisten, der Woche für Woche gegen Mannschaften spielen muss, die unheimlich gute Bedingungen haben. Für uns war es zwingend notwendig, dass wir einen eigenen Trainingsplatz sowie eine Kabine haben. Das haben wir durch die Kooperation mit dem Post-SV geschafft. Hier ist Wolfgang Gruber hervorheben, der zusammen mit Mathias Fleischmann alles probiert hat, um diesen für das Mithalten in der Regionalliga Bayern dringend notwendigen Schritt zu erreichen.

 

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BTSZ: Können dadurch vielleicht auch die Ziele etwas offensiver formuliert werden?
Timo Rost: Unsere Ziele sind klar definiert, wir wollen die Mannschaft weiterentwickeln, besser werden und wollen fleißig und hart arbeiten, das werden wir tun. Dazu wollen wir vom Start weg punkten, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Wer sind wir, dass wir als Abstiegskandidat Nummer eins von Anfang vergangener Saison nun sagen, wir wollen aufsteigen? Da müssen wir realistisch bleiben und das gibt unser Budget auch nicht her. Wenn ich sehe, was andere Vereine für ein Budget haben und welche Spieler sie einkaufen, liegt da schon noch etwas dazwischen. Da müssen wir klar im Kopf sein.

BTSZ: Seit der vergangenen Saison und dem Aufschwung nach dem schlechten Start herrscht eine große Euphorie. Nehmen Sie das auch so wahr?
Timo Rost: Du merkst bei den Fans, den Spielern und im Verein eine positive Stimmung. Das ist auch enorm wichtig. Unsere Fans sollen träumen, immer vom Maximum. Ich glaube schon, dass sie das auch alles gut einschätzen können. Die Ergebnisse aus der vergangenen Spielzeit waren eine Gemeinschaftsproduktion von Mannschaft und Fans.
Wir sind aus einer schier aussichtslosen Lage herausgekommen, da hat natürlich auch die große Unterstützung der Fans zu Hause und auswärts sehr geholfen. Wir waren eine große Gemeinschaft, das schweißt zusammen. Die aktuell zu spürende Euphorie soll weiter ausgebaut und gelebt werden. Wir als Mannschaft müssen dafür sorgen, dass wir unsere Fans begeistern, sie mit Leidenschaft und gutem Fußball ins Stadion holen.

BTSZ: Wen sehen Sie in der Liga als Favorit?
Timo Rost: Ich habe vier Mannschaften auf dem Zettel. Zum einen Türkgücü München, was sie eingekauft haben ist Wahnsinn. Das ist eine Drittligamannschaft von den Namen her. Zudem zähle ich ganz klar Schweinfurt zu den Favoriten, sie haben ein großes Budget und eine gute Infrastruktur. Auch Wacker Burghausen hat eine tolle Mannschaft. Memmingen hat zudem klar gesagt, dass sie aufsteigen wollen.
manne: Am Samstag ist das erste Heimspiel gegen Garching. Was erwarten Sie?

Timo Rost: Wir freuen uns riesig auf die Partie. Spieler und Trainer sind heiß auf das erste Heimspiel. Wir wollen versuchen, den Fans ein gutes, leidenschaftliches Spiel zu zeigen und wollen gewinnen.

Interview: Mirko Strässer