Am 25. Februar hat die Israelitische Kultusgemeinde Bayreuth ihr neues Kultus- und Kulturzentrum eröffnet. Zu dem Festakt kamen Ministerpräsident Markus Söder, der Präsident des Zentralrat der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sowie Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und weitere Gäste aus Politik.
Das neue Haus soll religiöses Leben, Kultur und Begegnung unter einem Dach vereinen. Vertreter der Gemeinde nannten es einen Ort des Glaubens, der Gemeinschaft und der sichtbaren jüdischen Präsenz in Bayreuth.
Söder sprach von einem wichtigen Zeichen. „Jüdisches Leben soll in Bayern weiter wachsen“, sagte er. Das Zentrum stärke nicht nur Bayreuth, sondern sende „ein starkes Signal an die jüdische Gemeinde im ganzen Land“.
Der Ministerpräsident bezog klar Stellung gegen Antisemitismus. „Wir dulden keinen Antisemitismus in Bayern“, betonte er. Der Freistaat stehe für Solidarität, Freundschaft und zum Existenzrecht Israels. Kritik an Israel sei erlaubt. „Aber Terror, wie der der Hamas, ist durch nichts zu rechtfertigen.“
Beeindruckt zeigte sich Söder vom Optimismus der Gemeinde. Der Freistaat habe den Neubau „sehr gern“ mit 8,4 Millionen Euro unterstützt. Bayern stehe fest an der Seite jüdischen Lebens.
Mit dem Zentrum gewinnt Bayreuth einen neuen religiösen und kulturellen Treffpunkt. Künftig sollen hier Gottesdienste, Veranstaltungen und Gespräche stattfinden.