Veröffentlicht am 30.09.2026 12:34

Landgerichtspräsident Matthias Burghardt geht in den Ruhestand

Foto: red
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Nach fast 40 Jahren in der bayerischen Justiz verabschiedet sich Matthias Burghardt in den Ruhestand. Seit 2019 stand er an der Spitze des Landgerichts Bayreuth. Sein Nachfolger steht bereits fest.

Bayreuth. Mit dem 30. September endet die Amtszeit von Matthias Burghardt als Präsident des Landgerichts Bayreuth. Der Jurist blickt auf eine fast vier Jahrzehnte lange Karriere in der bayerischen Justiz zurück. Die Leitung des Bayreuther Landgerichts hatte er am 1. Oktober 2019 übernommen.

Von Bayreuth über Chemnitz und Bamberg zurück nach Bayreuth
Burghardts Laufbahn begann bei der Staatsanwaltschaft Bayreuth. 1991 war er am Aufbau des Justizwesens nach der deutschen Wiedervereinigung beteiligt und arbeitete bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz. Später war er unter anderem Richter in Bayreuth und am Oberlandesgericht Bamberg sowie Vizepräsident des Landgerichts Hof.

Seine Präsidentschaft in Bayreuth begann kurz vor der Corona-Pandemie. In dieser Zeit gehörte die Aufrechterhaltung des Gerichtsbetriebs zu den zentralen Herausforderungen.

Raffaele Trotta übernimmt im Oktober
Ein Schwerpunkt Burghardts war zudem die Aufarbeitung der Bayreuther Justizgeschichte während der NS-Zeit. Das Forschungsprojekt „Sondergericht und Volksgerichtshof in Bayreuth“ wurde 2025 vorgestellt. Für sein Engagement erhielt Burghardt im Juli 2026 den „Fritz-Neuland-Gedächtnis“-Preis.

Die Nachfolge ist bereits geregelt: Am 10. Oktober übernimmt Raffaele Trotta, bislang Präsident des Landgerichts Coburg, die Leitung des Landgerichts Bayreuth.


Von Jessica Mohr
jm
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