Die Chance, mit einem Erfolg einen weiteren großen Schritt zum Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern zu machen, hat die SpVgg Bayreuth am Samstag, 28. März, um 14 Uhr im Auswärtsspiel bei der akut abstiegsbedrohten SpVgg Hankofen-Hailing.
Die selbst so bezeichneten „Dorfbuam“ der SpVgg Hankofen-Hailing, die sich in der vergangenen Spielzeit erst in der Relegation den Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern sicherten, stehen aktuell mit 15 Punkten aus 24 Partien auf dem vorletzten Tabellenplatz 17, jeweils vier Punkte hinter den beiden derzeit auf den Relegationsplätzen 15 und 16 stehenden Teams der SpVgg Greuther Fürth II und von Schwaben Augsburg.
Seit dem Wiederbeginn nach der Winterpause hat Hankofen-Hailing erst zwei Punkte aus fünf Spielen geholt – nach der 0:2-Niederlage bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern München holte man beim 2:2 in Fürth einen Punkt, dann folgten zwei bittere Heimniederlagen mit 2:3 gegen den VfB Eichstätt und mit 0:3 gegen Schwaben Augsburg und zuletzt gelang am vergangenen Samstag ein Achtungserfolg mit einem 1:1 beim FC Memmingen.
Den Memminger Führungstreffer in der 7. Minute durch Fabian Lutz glich Fanol Lutolli nur vier Minuten später für die „Dorfbuam“ aus. „Mit dem Punkt müssen wir am Ende zufrieden sein. Wir hatten schon Möglichkeiten, um das Spiel auf unsere Seite zu ziehen, hatten in einigen Szenen aber auch ein wenig Glück. Das haben wir uns jedoch irgendwo auch verdient. In der zweiten Halbzeit hätte das Spiel in beide Richtungen gehen können. Es war ein offener Kampf mit vielen Umschaltaktionen. Beide Mannschaften haben, wenn es in Richtung Sechzehner ging, die letzte Konsequenz vermissen lassen. Sonst wäre bestimmt mehr möglich gewesen. Somit müssen wir den Punkt mitnehmen, das Positive herausziehen und dann im nächsten Heimspiel nachlegen”, bilanzierte Trainer Tobias Beck nach der Partie. Der Coach der SpVgg Hankofen-Hailing ist nach wie vor zuversichtlich, dass es mit dem Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern noch klappt.
Bester Torschütze des Teams aus den Ortsteilen Hankofen und Hailing der niederbayerischen Gemeinde Leiblfing ist aktuell der 30-jährige Stürmer-Routinier Tobias Lermer mit sechs Treffern. Lermer verletzte sich bei der Partie gegen Schwaben Augsburg am Knie, glücklicherweise bewahrheiteten sich die anfänglichen schlimmsten Befürchtungen einer Kreuzbandverletzung aber nicht. Wegen einer eingerissenen Kapsel und einer starken Prellung musste der Topscorer jedoch in Memmingen pausieren, ob er gegen die Altstadt wieder dabei ist, muss abgewartet werden.
Auf bislang vier Tore kommt Lermers ebenfalls 30 Jahre alter Stürmerkollege und „Dorfbuam“-Urgestein Andreas Wagner. Sehr gut in Hankofen-Hailing eingeschlagen hat der erst 20-jährige Mittelstürmer-Winter-Neuzugang Fanol Lutolli. Lutolli wurde in der Jugend von Jahn Regensburg ausgebildet und spielte zuletzt für das Nachwuchs-Bundesligateam des Karlsruher SC. In seinen bislang drei Einsätzen für Hankofen-Hailing erzielte Lutolli bereits zwei Tore. Ebenfalls zwei Treffer hat der 27-jährige Angreifer Tobias Gayring auf dem Konto, der vor der Saison aus der Landesliga Mitte vom TSV Bogen zu den „Dorfbuam“ wechselte.
Auf aktuell jeweils einen erzielten Treffer kommen die Mittelfeldspieler Baran Berk (20, kam zu Saisonbeginn vom Nachwuchs des FC Ingolstadt aus der DFB-Nachwuchsliga), Lukas Käufl (27, wechselte vom TSV Bogen aus der Landesliga Mitte), Simon Pichlmeier (20) und Brian Wagner (25). Weiterer Neuzugänge in der Winterpause bei Hankofen-Hailing sind der 19-jährige österreichische Stürmer Ante Banden, der von der Reserve von Jahn Regensburg aus der Bayernliga Nord zu den Niederbayern wechselte, sowie der von der zweiten Mannschaft des SV Waldhof Mannheim aus der Verbandsliga gekommene 20-jährige Offensivspieler Cem Cevizci.
In der Historie der Regionalliga Bayern trafen die SpVgg Hankofen-Hailing und die SpVgg Bayreuth bisher dreimal aufeinander. In der vergangenen Saison 2024/25 gab es jeweils einen 1:0-Heimsieg für beide Teams. Das Hinspiel in der laufenden Spielzeit entschieden die Altstädter am 16. August 2025 mit 2:0 für sich. Der Arbeitssieg war gleichzeitig der erste Bayreuther Saison-Heimsieg, die Tore für die Gelb-Schwarzen erzielten Marco Stefandl in der 18. Minute sowie Patrick Scheder (84.).
Aktuell hat die SpVgg Bayreuth seit dem Wiederbeginn nach der Winterpause acht Zähler aus vier Spielen geholt und ist damit unter Einbeziehung des abschließenden Sieges vor der Winterpause in Aschaffenburg seit mittlerweile fünf Punktspielen ungeschlagen. Mit 29 Punkten nach 24 Spielen steht das Team von Cheftrainer Lukas Kling aktuell auf Tabellenplatz 13 und hat zehn Zähler Vorsprung auf die auf den Relegationsplätzen 15 und 16 stehenden Teams der SpVgg Greuther Fürth II und von Schwaben Augsburg. Besonders wichtig war für die Altstadt der 2:0-Heimsieg im „Sechs-Punkte-Spiel“ in Sachen Klassenerhalt am vergangenen Samstag gegen Schwaben Augsburg. Doppelter Torschütze für die Altstadt war dabei der in der 41. Minute eingewechselte Winter-Neuzugang Maximilian Fesser.
„Wir haben dreckig drei Punkte geholt. Das war wichtig. Wir haben keine Chance zugelassen und haben selbst auch wenig Chancen kreiert. Die erste Halbzeit war nicht gut, weil wir nicht den Plan umgesetzt haben, den wir uns vorgenommen haben. Die zweite Hälfte war definitiv besser. Die Jungs haben gut gekämpft. Wir sind mit den drei Punkten zufrieden”, analysierte Lukas Kling nach der Partie.
Im Hinblick auf das Spiel bei der SpVgg Hankofen-Hailing ist ein gallig und giftig auftretendes Team der Gastgeber zu erwarten, das mit aller Macht um den Klassenerhalt kämpft. Coach Lukas Kling betont, dass das Bayreuther Team „in Hankofen-Hailing eine sehr aufgeladene Atmosphäre erwarten wird. Auf dem Platz steht uns auch kein Wembley-Rasen zur Verfügung, sondern wir müssen es ähnlich angehen wie in der zweiten Halbzeit in Buchbach oder zuletzt auch im Spiel gegen den Ball gegen Schwaben Augsburg. So lange wir das hinbekommen, bin ich mir recht sicher, dass wir was mitnehmen oder auch gewinnen werden und uns ein Polster zur Abstiegszone verschaffen können. Für Hankofen-Hailing ist es ein ´Do-or-die-Spiel`, wenn sie Anschluss an die Relegationsplätze halten wollen, müssen sie gewinnen. Ich denke deshalb, sie werden sehr viel nach vorne probieren und wir müssen versuchen, die Räume dahinter zu nutzen“.