Zehn Teams, zehn soziale Projekte und ein gemeinsames Ziel: Oberfranken ein Stück besser machen. Beim „Held*innen der Heimat“-Festival der Adalbert-Raps-Stiftung am 17. Oktober in Bamberg standen Menschen im Mittelpunkt, die sich für andere einsetzen. Mit dabei waren auch zwei Vereine aus Bayreuth.
Im Zirkuszelt des Don Bosco Jugendwerks stellten die zehn Teams ihre Projekte vor. Darunter waren Team Bananenflanke Bayreuth e. V. und E-Sport UBT e. V. Beide Vereine fördern auf unterschiedliche Weise Gemeinschaft und Teilhabe.
Team Bananenflanke ermöglicht Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung, gemeinsam Fußball zu spielen. Ein eigener mobiler Soccer-Court soll künftig noch mehr Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen.
E-Sport UBT setzt dagegen auf Gaming. Bei Trainings, Workshops und gemeinsamen Spieleabenden können junge Menschen Kontakte knüpfen. Der Verein möchte so den Zusammenhalt stärken und Einsamkeit entgegenwirken.
Bayreuther Verein schafft es in die nächste Runde
Seit Ende 2025 begleitet die Adalbert-Raps-Stiftung die zehn Teams gemeinsam mit Fachleuten der Universität Bayreuth. In Workshops und Coachings lernten die Teilnehmer, wie sie ihre Projekte weiterentwickeln und langfristig stärken können.
Beim Festival präsentierten die Vereine ihre Fortschritte. Eine fünfköpfige Jury wählte anschließend drei Teams für die nächste Förderphase aus.
Zu den Gewinnern gehört Team Bananenflanke Bayreuth. Gemeinsam mit der Geschwister-Gummi-Stiftung aus Kulmbach und der Rettungshundestaffel des ASB Coburg darf der Verein seine Arbeit ein weiteres Jahr mit Unterstützung der Stiftung fortsetzen. Neben Coachings und Workshops erhalten die drei Teams jeweils 15.000 Euro Fördergeld.
Die Freude beim Bayreuther Verein war groß. „Es ist ein Riesenstein, der gerade vom Herzen fällt, wir können morgen schon den Soccer-Court bestellen“, sagte Hartmut Joost vom Team Bananenflanke.
Auch Sören Köhler zeigte sich stolz auf sein Team und die Kinder. Die bisherigen Workshops hätten dem Verein viele neue Ideen gebracht. Zudem konnten bereits erste Spenden gesammelt werden.
E-Sport UBT sucht neues Vereinsheim
Für E-Sport UBT endet die Förderung mit dem Festival. Der Verein will seine Arbeit dennoch weiter ausbauen. Wie Luisa Meinlschmidt und Anton Rupprecht berichteten, habe das Programm geholfen, die eigenen Möglichkeiten besser zu nutzen.
Aktuell sucht der Verein mit rund 150 Mitgliedern ein neues Zuhause. Der bisherige Mietvertrag wurde gekündigt. Gleichzeitig sollen weitere Partner gewonnen werden.
Yola Klingel, Geschäftsleitung der Adalbert-Raps-Stiftung, betonte beim Festival die Bedeutung des Ehrenamts: „Engagement verändert Heimat. Gemeinsam ist so viel möglich.“
Auch wenn nur drei Teams in die nächste Runde einzogen, würdigte die Stiftung alle zehn Projekte. Sie zeigen, wie viel ehrenamtliches Engagement in Oberfranken bewegen kann.