Die Stadt Bayreuth und der Landkreis Bayreuth entsenden mit Marie Weber (16) vom Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth und Magdalena Herzing (18) vom Gymnasium Pegnitz erstmals zwei junge Vertreterinnen als Fairtrade-Jugendbotschafterinnen auf internationaler Ebene. Beim gemeinsamen Fototermin mit Landrat Florian Wiedemann und Oberbürgermeister Andreas Zippel wurden die beiden Schülerinnen offiziell verabschiedet und für ihr Engagement im Fairen Handel gewürdigt.
Marie Weber und Magdalena Herzing nehmen am Pilotprojekt „Jugendbotschafterinnen und Jugendbotschafter für den Fairen Handel in der Metropolregion Nürnberg“ teil. Ziel des Projekts ist es, junge Menschen im Alter von 16 bis 20 Jahren für Fairen Handel und globale Gerechtigkeit zu sensibilisieren, ihr gesellschaftliches Engagement zu stärken und gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit bestehender Fairtrade-Strukturen zu sichern.
Das Projekt wird seit März und noch bis Dezember 2026 in sechs Kommunen der Metropolregion Nürnberg umgesetzt: im Landkreis Bayreuth sowie in den Städten Bayreuth, Nürnberg, Neumarkt i.d.OPf., Schwabach und Ebern. Organisiert wird es durch ein städteübergreifendes Netzwerk kommunaler Nachhaltigkeits- und Fairtrade-Beauftragter.
Landrat Florian Wiedemann betonte die Bedeutung des Engagements junger Menschen für eine nachhaltige Entwicklung: „Mit Magdalena Herzing vertritt eine engagierte junge Botschafterin unseren Landkreis auf internationaler Ebene. Ihr Einsatz zeigt, dass junge Menschen bereit sind, Verantwortung für eine gerechtere und nachhaltigere Welt zu übernehmen. Dieses wichtige Engagement unterstützen Landkreis und Stadt Bayreuth gerne mit einem Zuschuss zu den Reisekosten zum internationalen Fairtrade-Towns-Treffen in Brüssel. Die Erfahrungen aus Brüssel werden nicht nur für Magdalena persönlich wertvoll sein, sondern auch wichtige Impulse für unsere Region liefern.“
Nach einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung im Frühjahr 2026 beschäftigten sich die Teilnehmenden mit lokalen Akteurinnen und Akteuren des Fairen Handels und entwickelten eigene Ideen für nachhaltiges Engagement. Höhepunkt des Projekts ist die Teilnahme an der International Fair Trade Towns Conference vom 8. bis zum 11. Oktober 2026 in Brüssel. Dort werden die Jugendbotschafterinnen und Jugendbotschafter gemeinsam mit Engagierten aus zahlreichen Ländern Europas und darüber hinaus über globale Gerechtigkeit, nachhaltigen Konsum und die Zukunft des Fairen Handels diskutieren und ihre Perspektiven einbringen.
Als Vertreterinnen der Fairtrade-Region Bayreuth werden Marie Weber und Magdalena Herzing ihre Heimatregion beim internationalen Fairtrade-Towns-Treffen in Brüssel offiziell repräsentieren. Die Entsendung der beiden Schülerinnen unterstreicht das langjährige Engagement von Stadt und Landkreis für den Fairen Handel und setzt zugleich ein starkes Zeichen für die Beteiligung junger Menschen an der Gestaltung nachhaltiger Zukunftsthemen.
Oberbürgermeister Andreas Zippel hob hervor, welchen Mehrwert die Jugendbotschafterinnen für die Stadt Bayreuth und die gesamte Region haben: „Fairer Handel lebt von Menschen, die sich mit Überzeugung für globale Gerechtigkeit einsetzen. Mit Marie Weber entsendet die Stadt Bayreuth eine engagierte Jugendbotschafterin nach Brüssel. Es freut mich besonders, dass junge Menschen die Zukunft des Fairen Handels aktiv mitgestalten und ihre Ideen in unsere Stadtgesellschaft einbringen. Davon profitieren unsere Fairtrade-Aktivitäten weit über das Projekt hinaus.“
Nach ihrer Rückkehr sollen die Jugendbotschafterinnen die gewonnenen Erfahrungen in eigene Projekte, Bildungsangebote und Öffentlichkeitsarbeit in ihren Heimatkommunen einbringen. Dadurch werden die Themen Fairer Handel, globale Verantwortung und nachhaltiger Konsum weiter in Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit getragen.
Begleitet werden Marie Weber und Magdalena Herzing von Sara Ogrissek vom Verein BAGS (BildungsArbeit Global Sozial) Oberfranken e.V. Gemeinsam tragen sie dazu bei, die internationale Vernetzung der Fairtrade-Region Bayreuth zu stärken und neue Impulse für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort zu setzen.
Das Pilotprojekt verbindet internationale Erfahrungen mit lokalem Handeln und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Metropolregion Nürnberg als faire und nachhaltig engagierte Region weiterzuentwickeln. Zugleich stärkt es die Beteiligung junger Menschen und trägt dazu bei, den Fairen Handel für kommende Generationen attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten.