Bei einer bundesweiten Aktion des Bündnisses „Es brennt“ haben sich auch in Bayreuth Hunderte Menschen beteiligt. Sie forderten den Erhalt der Lebensgrundlagen und einen politischen Neuanfang.
Rund 250 Menschen haben sich am Samstag, 3. Oktober, in Bayreuth an einer bundesweiten Menschenketten-Aktion beteiligt. Ab 11.30 Uhr versammelten sich die Teilnehmer vor dem Ehrenhof und bildeten nach Angaben der Organisatoren eine etwa 300 Meter lange Kette.
Bundesweit beteiligten sich laut dem Bündnis mehr als 20.000 Menschen in über 100 Städten. Die Menschenketten erreichten demnach zusammen eine Länge von mehr als 25 Kilometern. Entstanden ist die Menschenkette in einer Signalgruppe engagierter Menschen – binnen weniger Wochen wuchs daraus ein Bündnis von 120 Organisationen, unter anderem der Deutschen Umwelthilfe, dem NABU, dem BUND Naturschutz, dem Deutschen Tierschutzbund, terre des hommes, sowie Kirchengemeinden, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und vielen lokalen Klima- und Demokratiebündnissen.
Schweigen und weiße Blätter als Zeichen
Um 12 Uhr standen die Teilnehmer zunächst zehn Minuten schweigend nebeneinander. Anschließend hielten sie für fünf Minuten weiße Blätter hoch. Damit wollten die Initiatoren ihre Forderung nach einem gesellschaftlichen und politischen Neuanfang symbolisieren.
Der Protest wurde begründet unter anderem mit den Folgen des Klimawandels und sie forderten stärkere Klimaschutzmaßnahmen. Auch soziale Gerechtigkeit, der Schutz demokratischer Strukturen und eine stärkere Beteiligung besonders Vermögender standen im Mittelpunkt der Forderungen.
Menschenketten gab es in Franken unter anderem auch in Nürnberg, Bamberg, Forchheim, Würzburg und Kitzingen.