Bayreuth. Ohne die beiden erkrankten Busch und Kirchhofer und mit dem Tausch auf der Torhüter-Position ging man das Spiel gegen Dresden an.

Die erste Strafe im Spiel gab es bereits nach 33 Sekunden gegen Dresdens Huard. Die Tigers waren sofort hellwach in der anschließenden Überzahl und erzielten die Führung als Rajala schnell auf Karlsson passt und dieser von der blauen Linie Maß nimmt. In der Folge versuchen sich die Eislöwen und geben einige Schüsse auf das Bayreuther Tor ab. Jedoch ist Jaeger jeweils Herr der Situation und lässt keine Scheibe passieren. Im zweiten Powerplay – Heywood musste sitzen – des Abends hatte Kolozvary die große Chance die Führung auszubauen, als Bartosch scharf in den Slot passt und dieser die Scheibe nicht kontrollieren kann.

Nach neun gespielten Minuten eine unübersichtliche Situation vor dem Bayreuther Tor und im Torraum, in deren Folge mehrere Spieler nachrücken und Jaeger stürzt – dieser muss verletzt das Eis verlassen und wird durch Herden ersetzt. Eine fragwürdige Strafe gegen Kronawitter, der einen Ellenbogen ins Gesicht bekommt, bringt den Eislöwen die erste Überzahl des Abends, welches aber wirkungslos verpufft. Kurz danach verlässt Schiedsrichterin Nicole Hertrich das Eis, da ein Cut an der Lippe genäht werden musste, die aber zum zweiten Drittel später wieder im Einsatz ist. Beim nächsten Überzahlspiel – dieses Mal saß erneut Huard draußen – veranstalteten die Tigers ein munteres Scheibenschießen, jedoch ohne Erfolg. Das rächte sich nur Sekunden vor Ende des Abschnitts als Hanusch, ziemlich ungestört, abziehen durfte und den Ausgleich herstellen konnte. Der zweite Spielabschnitt begann ähnlich positiv wie 20 Minuten zuvor. Nach schönem Zuspiel von Rajala trifft Timo Gams nach 23 Minuten zur erneuten Führung. Im anschließenden recht nickligen und zerfahrenen Spiel drehen die Gäste das Spiel komplett und ziehen mit drei Toren in Folge auf 2:4 davon. Palka, Knackstedt in Überzahl und der junge Saakyan markieren die Treffer für Dresden.

Die Tigers mit wenigen guten Möglichkeiten – dabei zwei Pfostentreffer durch Heider und Karlsson. Erst als Postel, der vorher bereits leicht übermotiviert schien, eine Strafe zog, weil er die Hände nicht aus dem Gesicht eines Bayeuthers bekam, eröffneten sich hochkarätige Chancen für die Tigers. Gläser, Bartosch und Kolozvary in kurzer Abfolge verfehlten jeweils knapp das Tor. Dann der Aufreger als Bartosch vors Tor zog und eine unübersichtliche Situation im Torraum entstand und der Puck nicht mehr zu sehen war. Der Videobeweis ergab, dass die Scheibe klar über der Linie war, was gleichzeitig den Anschluss zum 3:4 bedeutete.

Zum Schlussdrittel kamen die Dresdner mit Schwung aus der Kabine. Postel mit der ersten Chance nach 42 Minuten, die er noch vergab. Saakyan machte es kurz darauf besser, als er nach einer versprungenen Scheibe an dieselbe kam und trocken aus kurzer Distanz einnetzte. Wenige echte Chancen machten es den Tigers schwer, wieder heranzukommen. Kolozvary und Rajala in kurzer Abfolge scheiterten und bereits knapp vier Minuten vor dem Ende nahm Coach Kujala seinen Goalie vom Eis, um mit einem Feldspieler mehr Druck zu erzeugen, was zum Teil auch gelang. Herden kehrte kurz ins Tor zurück, um dieses dann 1:10 vor Ende erneut zu verlassen. Mehr als eine Chance nach einem sehr schön gespielten Pass von Karlsson auf Richter, der alleine aufs Tor zulaufen konnte, war aber an diesem Abend nicht mehr drin.

Bayreuth Tigers vs. Dresdner Eislöwen 3:5 (1:1, 2:3. 0:1)

Zuschauer: 1696

Strafen: Bayreuth: 6 Dresden: 8

Powerplay: Bayreuth: 2/4 Dresden: 1/3 Bayreuth: Jaeger, Herden – Mayr, Martens, Heider, Linden, Mannes, Karlsson, Potac (2) – Rajala, Kolozvary, Järveläinen, Bartosch, Gams (2), Richter, Kronawitter (2), Heatley, Kunz, Gläser Dresden: Stefaniszin, Seifert – Hanusch, Zauner, Heywood (2), Kramer, Pujacs, Uplegger, Schmidt – Knackstedt, Rupprich, Davidek, Jentsch, Walther, Palka, Huard (4), Pielmeier, Knobloch, Saakyan, Postel (2)

Tore: 1:0 (2.) Karlsson (Rajala. Martens) PP1, 1:1 (20.) Hanusch (Uplegger), 2:1 (23.) Gams (Rajala), 2:2 (23.) Palka (Rupprich, Knackstedt), 2:3 (31.) Knackstedt (Pielmeier, Walther) PP1, 2:4 (33.) Saakyan (Pielmeier) 3:4 (40.) Bartosch (Kolozvary, Potac) PP1, 3:5 (44.) Saakyan (Pielmeier, Heywood)