SpVgg Bayreuth: Altstadt gewinnt erneut eindrucksvoll

BAYREUTH. Was für ein gelungenes Geburtstagsfest der SpVgg Bayreuth: Mit einem eindrucksvoll heraus gespielten 5:0-Erfolg bei der SpVgg Greuther Fürth II untermauerten die Altstädter am Tag ihres 100. Geburtstages ihre Ambitionen eindrucksvoll und ließen Trainer Timo Rost strahlen.

“Daran kann ich mich nicht erinnern”, lachte der 42-Jährige angesprochen auf die 1. und die 46. Minute. Zweimal kamen die gastgebenden Kleeblättler hellwach aus der Kabine, zweimal mussten Keeper Sebastian Kolbe und Manndecker Steffen Eder alles aufbieten, um ein Gegentor zu vermeiden. “Der Trainer hat uns noch gesagt, dass wir von Beginn an hellwach sein müssen”, erzählte der Keeper hernach, “das gab in der Halbzeitpause auch eine lautere Ansprache. Geholfen hat die nach der Pause aber auch nicht.” Die Sequenz in Hälfte zwei war allerdings allenfalls eine Randnotiz. Zu dominant traten die Altstädter gegen spielstarke und junge Fürther auf. Defensiv äußerst stabil, im Mittelfeld immer wieder mit einem gefühlten Mann mehr und nach vorne zielstrebig.

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Kirschs Traumtor bahnt den Weg

Mit einem Traumtor, er schlenzte das Spielgerät aus 16 Metern überlegt in die Gambel, sorgte Benedikt Kirsch für die Führung. Der später mit einer Fersenverletzung ausgewechselte Neuzugang bereitete Treffer Nummer 2 mit einem Geniestreich vor: Einen Freistoß chippte er blitzartig über die Abwehr kurz zu Alexander Nollenberger, der mit Hilfe des Pfostens erhöhte. Und als Daniel Steininger nach Vorlage des nach seiner Verletzungspause bärenstarken Dennis Lippert verwandelte, war die Messe eigentlich schon gelesen. In Durchgang 2 machten die Gelb-Schwarzen weiter, wo sie aufgehört hatten: Schnörkellos und zielsicher. Markus Ziereis machte seinen Fauxpas eines verschossenen Elfmeters aus dem ersten Durchgang wett und traf genauso wie Joker Cemal Keymaz, der alleine vor dem starken Böhnke auftauchend an diesem vorbeittänzelte und einschob. Apropos Böhnke: Der verhinderte mit sehenswerten Paraden gegen Ivan Knezevic und Alexander Nollenberger einen noch höheren Pausenrückstand seiner Elf. “Wir haben vor dem Spiel mit der Mannschaft über den 100-jährigen Geburtstag gesprochen. Es war für uns eine große Ehre heute für den Verein zu gewinnen”, so ein rundum zufriedener Timo Rost nach Spielende. Der grinsend nachschob: “Jetzt müssen wir ja 100 Liter Freibier trinken.”

red