Bayreuth Tigers: 32 Sekunden fehlen zum zweiten Sieg

BAYREUTH. 32 mickrige Sekündchen fehlten den Bayreuth Tigers in der DEL 2 zu einem echten Ausrufezeichen. Bis dahin führten die Hausherren im Tigerkäfig mit 3:2, um dem Tabellenführer Kassel Huskies am Ende mit 3:4 nach Verlängerung zu unterliegen. Statt dem ersten Sieg blieben so nur zwei Punkte aus zwei Spielen am Wochenende. Und die Gewissheit, dass die Tigerstruppe in der Liga nach einer bärenstarken Rückrunde auch in dieser Saison mehr als nur konkurrenzfähig ist.

Das positivste aus Sicht der Anhänger: Die Stürmer der Tigers treffen wieder ins Schwarze. Mit Tyler Gron, Tim Walther und Martin Davidek trafen drei Offensivkräfte und trugen damit einen guten Teil zu einem durchaus starken Gesamteindruck bei. Aber auch die defensive Abteilung der Wagnerstädter wusste zu überzeugen. Über weite Strecken bewegten sich die Kujala-Schützlinge flink auf dem Eis, standen im eigenen Drittel recht sicher und ließen nicht viel zwingendes der Huskies zu. Einmal klingelte es dann doch im Bayreuther Kasten. Aus dem Bully heraus nutzten die Hessen einen Stellungsfehler im Defensivverbund, Valentin traf für seine Farben. Machtlos war das Goalie Timo Herden, der vorher in einem direkten Duell mit Topassistgeber Corey Trivino Sieger blieb und auch sonst zu gefallen wusste.

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Gron bläst zur Aufholjagd

Das starke Niveau des ersten Durchganges wussten beide Teams im Mitteldrittel zwar nicht zu halten. Und doch: Es entwickelte sich eine ansehnliche Partie mit dem ein oder anderen Highlight. Pech hatten die Tigers bei einer 1 Minute 39 Sekunden andauernden doppelten Überzahl gleich zu Beginn: Tyler Gron und Martin Davidek verpassten den Ausgleich nur um Haaresbreite. Besser machte es Tyler Gron kurz vor der zweiten Drittelpause. Der Center reagierte nach einem von Kuhn abgewehrten Karlsson-Schlagschuss blitzgescheit und staubte ab. Die Freude darüber währte nur kurz. Den finalen Abschnitt eröffneten die Gäste treffsicher. Während Davidek den Tigers-Führungstreffer verpasste, machte es Laub auf der Gegenseite besser, fälschte einen Tramm-Hammer von der blauen Linie unhaltbar ab. Davon unbeeindruckt schlugen die Hausherren zurück. Timo Walther war es, der nach Zuckerpass von Curt Davis und einem abgewehrten Meisinger-Versuch einnetzte. Und es kam noch besser. In Überzahl stach die erste Sturmreihe: Martin Davidek nutzte die nummerische Überlegenheit auf dem Eis und sandte ein. Die Vorfreude auf den zweiten Saisonsieg war fast schon spürbar, als Olsen diese im Keim erstickte. Es dauerte gefühlte Ewigkeiten, ehe die Referees seinen Treffer, der aus einem ziemlichen Tohuwabohu vor Herdens Kasten heraus gefallen war, anerkannten. Bitter für Petri Kujala und seine Truppe, die sich diesen Sieg hart erarbeitet gehabt hätten. Doch statt dreier gab es am Ende nur einen Zähler. In der Overtime war es Moser, der einen schnellen Break zielsicher abschloss und dem Tabellenprimus zum Zusatzpunkt verhalf.

Bayreuth: Herden, Wölfl–Karrer,Pokovic(2), Davis(2), Karlsson, Mannes–Rajala,Davidek, Kolozvary, Järveläinen, Meisinger, Lillich, Bindels, Kislinger, Zimmermann, Walther, Gron, Kunz.

Kassel: Kuhn, Hungerecker –Shevyrin,Müller, Granz, Dinger, Tramm, Rutkowski –Burns(2),Cameron(2), Christ, Spitzner, Moser,Valentin(2),Kranz, Olsen(2), Trivion, Laub

Zuschauer: Keine Zuschauer zugelassen

Schiedsrichter: Kannengießer, Schmidt –Blankart, Milling

Strafen: Bayreuth: 4, Kassel: 8; Powerplay: Bayreuth: 1/4, Kassel 0/2

Tore: 0:1 (17.) Valentin (Moser), 1:1 (40.) Gron (Karlsson, Karrer), 1:2 (42.) Laub (Tramm), 2:2 (45.) Walther (Meisinger), 3:2 (53.) Davidek (Kolozvary, Karlsson) PP1, 3:3 (60.) Olsen (Trivino, Burns)(EN) 3:4 (63.) Moser (Rutkowski, Trivino)