Die Stadt Bayreuth bringt Leben zurück in den Studentenwald. Dort wurden historische Weiher und Feuchtgebiete wiederhergestellt. Am Mittwoch, 14. Januar 2026, informierten Vertreter des Stadtgartenamts gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Ebersberger über den Stand der Arbeiten. Gleichzeitig gab es Grund zur Freude: Das Projekt wurde als eines der zehn besten im UN-Wettbewerb ausgezeichnet.
Vor einem Jahr startete die Stadt das Vorhaben. Drei ehemalige Weiher wurden neu angelegt: der Alte Haasenweiher, der Große Haasenweiher und der Schwarze Weiher. Ziel ist es, die Artenvielfalt zu stärken und auf den Klimawandel zu reagieren. Die Arbeiten führte das Stadtgartenamt in Zusammenarbeit mit den städtischen Stiftungen und der Stadtförsterei durch. Finanziert wurde das Projekt durch ein Bundesprogramm zur Klimaanpassung.
Die Bauarbeiten verliefen planmäßig. Das trockene Wetter im Frühjahr half bei der Umsetzung. Danach verzögerte es jedoch die Füllung der Becken. Erst die Niederschläge im Herbst brachten Wasser in die Weiher. Inzwischen sind sie gut gefüllt. Bis zum Höchststand fehlt nur noch wenig. Auch schmelzender Schnee könnte in den nächsten Wochen dazu beitragen.
Neuer Lebensraum entsteht
In den kommenden Monaten sollen sich Pflanzen und Tiere ansiedeln. Die Feuchtgebiete bieten künftig Lebensraum für Amphibien, Libellen und Wasservögel. Eine neue Aussichtsplattform ermöglicht Besucherinnen und Besuchern einen Blick auf die Wasserflächen.
Kühle Luft und besserer Wasserhaushalt
Die Weiher verbessern auch das Stadtklima. Wasserflächen kühlen die Luft durch Verdunstung. Das hilft besonders an heißen Tagen. Zudem speichern die Feuchtgebiete Wasser. Das mildert Starkregen ab und dient in Trockenzeiten als Reserve. Die Universität Bayreuth begleitet das Projekt wissenschaftlich.
Auszeichnung durch die Vereinten Nationen
Das Projekt passt zur UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen. Im Wettbewerb „Stadtnatur im Fokus“ wurde es als Top-10-Projekt 2025 ausgezeichnet. Die Verantwortlichen befestigten die entsprechende Plakette an der Plattform am Großen Haasenweiher.