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Veröffentlicht am 25.02.2024 20:57, aktualisiert am 25.02.2024 23:05
Veröffentlicht am 25.02.2024 20:57, aktualisiert am 25.02.2024 23:05

Tigers mit sensationellem Punktgewinn gegen Memmingen

Nach dem Spiel wurden die Tigers von den Fans gefeiert. (Foto: Denise Preiss)
Nach dem Spiel wurden die Tigers von den Fans gefeiert. (Foto: Denise Preiss)
Nach dem Spiel wurden die Tigers von den Fans gefeiert. (Foto: Denise Preiss)
Nach dem Spiel wurden die Tigers von den Fans gefeiert. (Foto: Denise Preiss)
Nach dem Spiel wurden die Tigers von den Fans gefeiert. (Foto: Denise Preiss)

Sensationeller Punktgewinn der Bayreuth Tigers im letzten Saisonspiel der Oberliga Süd: Vor 1.225 Zuschauern zwang die Rumpfmannschaft der Tigers den ECDC Memmingen Indians in die Verlängerung. In der Overtime wurde dann zwar noch mit 3:4 (1:1,1:0,1:2,0:1) verloren, die Bayreuther hatten sich aber für das Unentschieden einen Punkt erkämpft.

Mit einem Mini-Aufgebot von nur elf Feldspielern starteten die Tigers in das Spiel gegen die bereits als Tabellenvierter und damit Playoff-Teilnehmer mit Heimrecht feststehenden Indianer aus dem Allgäu. Die erste Sturmreihe bildeten die beiden “Leihgaben” des EHC, Andreas Geigenmüller und Florian Lüsch, zusammen mit Lars Bergbauer. Die Nachwuchs-Förderlizenzspieler aus Ingolstadt konnten wegen eines Parallelspiels bei ihrem Stammverein diesmal nicht mitwirken. Im Tor stand Joshua Appler. Bayreuth ging also als krasser Außenseiter in die letzte Partie der Saison.

Die Tigers starteten erstaunlich stark in die Partie und gaben zunächst den Ton an. In der 9. Minute musste Goalie Joshua Appler jedoch den ersten Gegentreffer hinnehmen, Tobias Meier zog von der blauen Linie ab und Marcus Marsall fälschte den Puck unhaltbar zum 1:0 für Memmingen ab. In der 17. Minute belohnten sich die Bayreuther für ihren Einsatz, Mark Ledlin markierte mit einem Distanzschuss den 1:1-Ausgleich. Mit dem leistungsgerechten Unentschieden ging es auch in die erste Drittelpause.

In der 25. Minute gingen die Tigers sogar mit 2:1 in Führung: Der Memminger Goalie Marco Eisenhut ließ einen Schuss von Florian Lüsch nur abprallen und Paul Fabian beförderte den Puck mit einem sehenswerten Rückhandschuss in den Torwinkel. Die Stimmung unter den Tigers-Fans war ob des unerwarteten Geschehens natürlich prächtig. Tigers-Goalie Joshua Appler verhinderte in der Folge mit einer Klasse-Leistung mehrmals den Ausgleich. In der 38. Minute vergab Marvin Drothen eine Großchance zum 3:1, kurz darauf scheiterte auch Andreas Geigenmüller. Mit der viel bejubelten und überraschenden Bayreuther Führung ging es ins Schlussdrittel.

Die Tigers hauten auch im Schlussdrittel weiter alles rein und verteidigten den Vorsprung. In der 53. Minute war es dann doch so weit, Jaroslav Hafenrichter erzielte für Memmingen den 2:2-Ausgleich. In der 54. Minute schlugen die Tigers jedoch sensationell wieder zurück: Samuel Schindler bugsierte einen abgeprallten Schuss von Thomas Nuss über die Memminger Torlinie und brachte Bayreuth wieder mit 3:2 in Führung. Nur 20 Sekunden später dann wieder die Gäste: Der Ex-Bayreuther Christopher Kasten glich zum 3:3 aus (55. Minute).

Knapp eineinhalb Minuten vor Schluss nahm der Bayreuther Trainer Marc Vorderbrüggen noch eine Auszeit. Schließlich gelang die Sensation, nach 60 Minuten ging es mit dem 3:3 in die Verlängerung, die Tigers hatten damit mindestens einen Punkt sicher. Bei diesem Punkt blieb es auch, nach 44 Sekunden in der Verlängerung erzielte Edgars Homjakovs das 4:3 für Memmingen.

Die Fans feierten die Mannschaft aber für den unerwarteten Punktgewinn und würdigten damit den erstklassigen Einsatz der Rumpfmannschaft der Tigers in jedem Spiel seit der Insolvenzanmeldung. Wie es mit den Tigers weitergeht, müssen jetzt die kommenden Monate zeigen. Die letzten Wochen haben aber mehr als gezeigt, dass es die Fans des Bayreuther Eishockeys mehr als verdient hätten, auch in der kommenden Saison wieder eine Oberliga-Mannschaft im Tigerkäfig auflaufen zu sehen. Wir von inbayreuth.de werden die weitere Entwicklung jedenfalls genau verfolgen und drücken den aktuell für das Schicksal der Tigers Verantwortlichen alle Daumen.

Tigers-Coach Marc Vorderbrüggen lobte die Leistung des “sehr, sehr kleinen Kaders”, der sehr klug spielte und aus dem Memminger Spiel den Speed herausnahm. Vorderbrüggen zollte allen, die in den vergangenen fünf Wochen zu den Tigers gestanden sind, einfach nur “Riesen-Respekt”. Vor allem aber den “grandiosen Fans, die die Spieler heute feierten, als wären sie Meister geworden”.

Statistisch haben die Tigers die Saison der Oberliga Süd mit 75 Punkten nach 48 Spielen auf Rang sechs abgeschlossen. Allerdings darf das Team wegen der Insolvenzanmeldung nicht an den Oberliga-Playoffs teilnehmen und wird stattdessen auf den letzten Tabellenplatz der Abschlusstabelle der Oberliga Süd gesetzt.


Von Roland Schmidt

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