Drei Tage vor dem Trainingsauftakt für die neue Saison 2026/27 (Donnerstag, 18. Juni, 18 Uhr auf dem PosT-SV-Sportgelände) herrscht jetzt weitgehende Klarheit über die Zusammensetzung des Aufgebots: Die SpVgg Bayreuth verliert einige Leistungsträger aus dem Kader der vergangenen Saison. Deniz Koç, Angelo Brückner, Davide-Danilo Sekulovic, Alexander Seidel, Felix Heim und Leon Bucher werden künftig nicht mehr das Trikot der Altstadt tragen. Während sich die Wege mit Koç und Sekulovic nach der Saison trennen, entschieden sich Brückner, Seidel, Heim und Bucher trotz vorliegender Angebote der SpVgg für eine neue sportliche Herausforderung.
Der 21-jährige Nachwuchsstürmer Deniz Koç (vergangenen Saison ein Tor in 18 Spielen) war in der Offensive flexibel einsetzbar und brachte technische Qualität sowie Spielwitz in das Bayreuther Spiel. Mit seinen Fähigkeiten im letzten Drittel konnte er immer wieder Akzente setzen.
Abwehrspieler Angelo Brückner (23) wechselte in der Winterpause nach Bayreuth. Der Rechtsverteidiger, der unter anderem beim FC Bayern München ausgebildet wurde, brachte Erfahrung aus der Regionalliga und der österreichischen Bundesliga mit und stellte sich in einer wichtigen Saisonphase in insgesamt zehn absolvierten Partien in den Dienst der Mannschaft. Die SpVgg hätte den Weg mit ihm nach Aussage der Verantwortlichen der Altstadt um Geschäftsführer Lorenz Röthlingshöfer gerne fortgesetzt, Brückner sucht nun eine neue sportliche Herausforderung.
Der 21-jährige Davide-Danilo Sekulovic kam ebenfalls in der Winterpause auf Leihbasis vom FC Ingolstadt 04 zu den Gelb-Schwarzen und brachte auf Anhieb neuen Schwung in die Offensive. Mit seiner Dynamik, seinem Zug zum Tor und wichtigen Treffern war der offensive Mittelfeldspieler mit vier Toren und zwei Vorlagen in zehn Partien in der Rückrunde ein wichtiger Faktor und empfahl sich mit seinen Leistungen zugleich für den nächsten Schritt in die Dritte Liga.
Der 25-jährige Innenverteidiger Alexander Seidel war im vergangenen Sommer von der SpVgg Bayern Hof nach Bayreuth gewechselt und entwickelte sich in der Defensive schnell zu einem wichtigen Faktor. Mit seiner körperlichen Präsenz, Zweikampfstärke und Mentalität trug er maßgeblich zur Stabilisierung der Mannschaft bei. In 27 absolvierten Spielen erzielte Seidel zwei Tore für die Altstadt. Trotz eines im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich verbesserten Angebots der SpVgg entschied sich der Innenverteidiger für einen Wechsel zum Greifswalder FC in die Regionalliga Nordost.
Der 24-jährige Angreifer Felix Heim trug seit 2024 das Trikot der SpVgg und war in der Offensive immer wieder für wichtige Aktionen gut. Nach seiner schweren Verletzung kämpfte er sich zurück und zeigte mit seiner Rückkehr auf den Platz noch einmal, welche Qualität und Mentalität in ihm steckt. In der vergangenen Saison absolvierte er 14 Spiele für die Gelb-Schwarzen und erzielte dabei als bester Torschütze fünf Treffer. Auch Felix Heim lag nach Aussage des Vereins ein deutlich verbessertes Angebot zur Fortsetzung des gemeinsamen Weges vor, Heim nimmt nun eine neue Herausforderung an.
Der 22-jährige Abwehrspieler Leon Bucher war vor der Saison vom FC Ismaning zur Altstadt gewechselt. Der Rechtsverteidiger, der in der Jugend der SpVgg Unterhaching ausgebildet wurde, sammelte bei der SpVgg weitere Erfahrung in der Regionalliga Bayern und brachte sich mit Einsatz und Verlässlichkeit ein. Sein sehr sehenswertes Tor gegen die SpVgg Unterhaching - einer von insgesamt zwei Treffern in 32 absolvierten Partien - wird in Erinnerung bleiben. Auch mit ihm hätte die SpVgg gerne weitergearbeitet, Bucher entschied sich aber gegen das vorliegende Angebot des Vereins.
„Alle Spieler haben in der vergangenen Saison ihren Teil dazu beigetragen, dass wir unser gemeinsames Ziel, den Klassenerhalt, erreicht haben. Gerade in einer schwierigen Spielzeit war es wichtig, dass jeder bereit war, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Bei einigen Spielern hätten wir uns eine weitere Zusammenarbeit gut vorstellen können, respektieren aber selbstverständlich die jeweiligen Entscheidungen. Wir bedanken uns bei Deniz, Angelo, Davide, Alex, Felix und Leon ausdrücklich und wünschen allen für ihre sportliche und persönliche Zukunft nur das Beste“, erklärt SpVgg-Geschäftsführer Lorenz Röthlingshöfer.
Bereits zuvor waren aus dem Team der vergangenen Saison Lukas Quirin, Thomas Winklbauer, Maximilian Fesser und Maximilian Weimer verabschiedet worden. Interessant wird jetzt sein, ob sich Mannschaftskapitän Nicolas Andermatt für eine Fortsetzung seiner Karriere bei der Altstadt entscheidet.