Eine 71:77 (29:41)-Heimniederlage gegen den bislang noch sieglosen Aufsteiger RB Zwickau musste der RSV Bayreuth heute Nachmittag am siebten Spieltag der Rollstuhlbasketball-Bundesliga hinnehmen.
Der RSV startete mit einem Dreier von Mary Silberman und damit einem 3:0-Vorsprung, dann aber machte Zwickau mehr Druck und führte nach sechs Minuten mit 14:7. Die Pässe waren auf Bayreuther Seite noch recht hektisch. Headcoach Malik Abes rief sein Team zur Auszeit. In der Folge trafen Sebastian Gillsch und Dario Schulz zum 11:14, was eine Zwickauer Auszeit nach sich zog. Zur ersten Viertelpause lagen die Bayreuther mit 16:20 zwar zurück, aber in Schlagdistanz.
Die Gäste erhöhten in den ersten drei Minuten des zweiten Abschnitts auf 24:16, dann verkürzte Mary Silberman von der Freiwurflinie auf 18:24. Zwickau spielte eine durchaus effektive Press-Verteidigung. Nach 15 Minuten war der Zwickauer Vorsprung mit 28:18 erstmals zweistellig. Dagmar van Hinte antwortete mit dem 20:28. Das Bayreuther Spiel war weiter zu unkonzentriert. Eine Minute vor der Halbzeit war die Zwickauer Führung auf 39:24 und damit 15 Zähler angewachsen. Mary Silberman mit einem Dreier und Fahid Atefimonfared ließen noch fünf Bayreuther Punkte zum Halbzeitstand von 29:41 aus Sicht des RSV folgen. Neun Turnovers bei Bayreuth im Vergleich zu vier bei Zwickau und eine 60-prozentige Trefferquote aus dem Feld für die Gäste im Vergleich zu 40 Prozent für die Gastgeber waren die Hauptgründe für den Rückstand des RSV zur Halbzeitpause. Maximilian Chagger war mit 27 gescorten Punkten in der ersten Hälfte die tragende Säule des Zwickauer Spiels.
Die Sachsen bauten ihren Vorsprung zu Beginn der zweiten Halbzeit zunächst weiter auf 46:31 aus. Dann kam der RSV wieder auf 38:48 heran, nach dem 40:48 durch Dario Schulz nahm Zwickau eine weitere Auszeit. Nach 25 Minuten lag Zwickau mit 51:40 vorne. Der RSV kam dann weiter auf 44:51 heran, dann traf Dario Schulz zum 46:51 zweieinhalb Minuten vor Viertelende. Maximilian Chagger hatte mittlerweile vier Fouls und stand damit bei einem weiteren Foul vor der Disqualifikation. Sebastian Gillsch traf zum 48:51. Bis zur dritten Viertelpause bauten die Gäste ihren Vorsprung jedoch wieder auf 57:50 aus.
Die Zwickauer zogen zu Beginn des Schlussabschnitts wieder auf elf Zähler davon (63:52). Der RSV gab sich jedoch noch nicht geschlagen, Dario Schulz und Dagmar van Hinte verkürzten auf 58:63 gut sechseinhalb Minuten vor dem Ende. Abermals Schulz machte das 60:63 und Mary Silberman brachte Bayreuth auf 62:64 heran. Zwei Minuten vor Schluss stand es 69:65 für die Gäste. Der RSV war zwar nahe dran, musste am Schluss aber doch eine knappe 71:77-Niederlage hinnehmen. In der entscheidenden Phase machte der RSV zu viele Fehler und verfehlten den erhofften zweiten Sieg im siebten Saisonspiel.
Am Ende war Center Dario Schulz mit 24 Punkten Bayreuther Topscorer vor Mary Silberman mit 19 Zählern. Sebastian Gillsch scorte elf Punkte. Vahid Atefimonfared kam auf acht und Dagmar van Hinte auf sieben Zähler. Maggie Gay hatte zwei Punkte auf dem Scoreboard. Mit zehn abgegriffenen Bällen war Dario Schulz zudem auch bester Rebounder beim RSV und schaffte damit ein „Double-Double”. Bei Zwickau waren Maximilian Chagger mit 37 Punkten und Lachlin Dalton mit 26 Zählern die überragenden Akteure.
Bereits am morgigen Sonntag, 18. Januar, geht es um 15 Uhr in der heimischen Oberfrankenhalle im Rahmen des Doppelspieltages an diesem Wochenende in der RBBL gegen das Spitzenteam RSV Lahn-Dill aus Marburg weiter.