Effizienz war Trumpf und ebendiese ging den onesto Tigers Bayreuth heute Abend im Gastspiel in der Oberliga Süd bei den EV Lindau Islanders ab. Am Ende behielt das Team vom Bodensee deutlich mit 7:2 (2:0,2:1,3:1) die Oberhand.
Achter gegen Sechster – Für die onesto Tigers ging es in Lindau darum, an den vier Zählern vor ihnen auf dem sechsten Tabellenplatz stehenden Gastgebern, der die direkte Qualifikation für die Oberliga-Playoffs bedeuten würde, dranzubleiben. Bei den Tigers fehlten die verletzten Lennard Habeck und Reko Pohjamo. Das Bayreuther Tor hütete Maximilian Meier.
Lindau war von Anfang an zunächst die druckvollere Mannschaft. Goalie Meier hielt den Kasten der Tigers mit guten Paraden sauber. In der 10. Minute gab es die erste Bayreuther Überzahl. Das Powerplay währte jedoch nur eine halbe Minute, dann musste auch Alex Barber für die Tigers auf die Strafbank. In der 11. Minute fiel dann die verdiente 1:0-Führung für das Team vom Bodensee: Die Bayreuther Abwehr wurde mit einem einfachen Doppelpass neutralisiert und Nicolas Strodel brachte die Islanders in Front.
In der 13. Minute hatten die Tigers ihre erste gute Chance, nach einem Querpass von Mannschaftskapitän Sam Verelst verfehlte Leon Bauhof das Lindauer Tor nur knapp. Der Ex-Bayreuther Eetu Elo erhöhte in der 18. Minute nach einem Scheibenverlust der Tigers in der neutralen Zone bei einem Zwei-auf-Eins-Konter im Zusammenspiel mit Dominik Grafenthin auf 2:0 für die Gastgeber. Mit der absolut leistungsgerechten Zwei-Tore-Führung der Islanders ging es auch in die erste Drittelpause.
In der 22. Minute scheiterte Dominik Piskor mit der ersten guten Tigers-Chance im zweiten Abschnitt an Islanders-Goalie Daniel Filimonow. Als in der 24. Minute Lindau in Unterzahl geriet, dauerte es nur zwölf Sekunden, bis Aidan Brown, der einen Schuss von Michal Spacek von der blauen Linie abfälschte, den 1:2-Anschlusstreffer für die Gelb-Schwarzen erzielte (24.).
Die Bayreuther drängten jetzt- und wie aus dem Nichts fiel in der 27. Minute auf der Gegenseite das 3:1 für Lindau: Die Tigers waren zu weit aufgerückt und Noah Kane, der sich gegen Ondrej Nedved durchsetzte, erzielte den dritten Treffer für die Gastgeber. In der 31. Minute scheiterte Sam Verelst bei einem Alleingang an Islanders-Goalie Filimonow. Die Tigers spielten gegenüber dem ersten Drittel weiterhin wesentlich verbessert.
Vor dem Tor waren allerdings die Gastgeber wesentlich abgeklärter: In der 36. Minute erhöhte Marvin Wucher aus dem High Slot nach Zuspiel von Fabio Sarto auf 4:1 für Lindau. Das kurz darauf angesagte Bayreuther Powerplay nach einer Lindauer Strafzeit brachte nichts ein. Letztlich ging es mit dem 4:1 für die überaus effizienten Lindauer in den Schlussabschnitt.
In der 46. Minute gab es eine Zweikampfeinlage zwischen Ondrej Nedved und Noah Kane, was beiden fünf Strafminuten einbrachte. Kurz darauf musste auch Alex Barber wegen Spielverzögerung für zwei Minuten in die Kühlbox. Im Lindauer Powerplay traf Andreas Farny nur den Pfosten des Bayreuther Gehäuses und verpasste die Vorentscheidung (47.).
In der 55. Minute kamen die Tigers nochmal in Überzahl und diesmal war das Bayreuther Powerplay erfolgreich: Dominik Piskor traf per Handgelenkschuss zum 2:4 (55.). Die Tigers warfen jetzt alles nach vorne. Lindau lauerte auf Konter und bei eben einem solchen traf Niocolas Strodel nach Vorarbeit von Valentin Busch zum 5:2 (57.). Damit aber noch nicht genug: Nach einem Bayreuther Scheibenverlust schoss Eetu Elo aufs Tor, Tigers-Goalie Meier konnte die Scheibe nur prallen lassen und Dominik Grafenthin staubte zum 6:2 ab (58.). 13 Sekunden vor dem Ende überspielte schließlich Corvin Wucher nochmal die Bayreuther Defensive und ließ Meier ebenfalls keine Chance – der Endstand von 7:2 war hergestellt (60.).
Nach dieser am Ende doch recht deutlichen Niederlage haben die Tigers weiterhin 51 Punkte auf dem Konto und liegen jetzt doch schon deutlich mit sieben Zählern hinter dem Tabellensechsten Lindau. Am Sonntag, 25. Januar, um 18 Uhr geht es für die onesto Tigers mit dem Heimspiel gegen die Erding Gladiators weiter.