Die Gemeinde Gesees treibt die Neugestaltung ihrer Ortsmitte voran. Mit dem Abschluss des Architekturwettbewerbs ist nun klar, wie das Zentrum künftig aussehen soll. Den ersten Preis erhielt ein Planungsbüro aus Chemnitz. Vorgesehen sind ein neuer Dorfplatz, viel Grün, Aufenthaltsbereiche und Treffpunkte für alle Generationen.
Der Abschluss des Wettbewerbs wurde am Samstag bei Hertel Möbel in Forkendorf gefeiert. Dort eröffnete auch die Ausstellung der eingereichten Entwürfe. Bürgermeister Harald Feulner sprach von einem wichtigen Schritt für die Zukunft der Gemeinde. Die Neugestaltung sei ein „Meilenstein“ für Gesees.
Mehr als 60 Büros aus ganz Deutschland hatten sich beworben. Zugelassen wurden schließlich 15 Teilnehmer. Weil es deutlich mehr Bewerbungen als Plätze gab, musste die Auswahl per Los bei einem Notar entschieden werden.
Die Planungen für die Ortsmitte beschäftigen den Gemeinderat bereits seit Jahren. Im Mittelpunkt stand dabei immer die Frage, wie mehr Aufenthaltsqualität geschaffen werden kann. Nach und nach kaufte die Gemeinde dafür notwendige Grundstücke und Gebäude. Einen entscheidenden Schritt gab es vor sechs Jahren mit dem Erwerb des sogenannten Scholz-Grundstücks. Erst dadurch wurden die Voraussetzungen für einen neuen Dorfplatz geschaffen.
Grundlage für das Projekt ist das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept, kurz ISEK. Es bildet die Basis für mögliche Fördermittel aus der Städtebauförderung.
Der Siegerentwurf aus Chemnitz sieht vor, das bestehende Dorfbild weitgehend zu erhalten. Besonders positiv bewertet wurde laut Fachjury, dass sich alle Gebäude zum neuen Dorfplatz hin öffnen. Scheune, Werkstatt und Ziegelhaus sollen erhalten und zugleich neu genutzt werden. Dadurch könne die Ortsmitte dauerhaft belebt werden.
Auch die alte Scheune mit ihrem Gewölbekeller bleibt bestehen. Dort ist künftig ein Veranstaltungsraum geplant. Zusätzlich soll ein Mehrgenerationentreff entstehen.
Die Vorplanung könne nun weiter ausgearbeitet werden, erklärte Bürgermeister Feulner. Das geschätzte Bauvolumen liegt bei rund fünf bis sechs Millionen Euro. Die Gemeinde hofft auf eine Förderung von etwa 60 Prozent. Möglich seien sogar höhere Zuschüsse, weil sich der Gemeinderat bereits für das Programm „Innen statt Außen“ ausgesprochen hat.
Wenn alle weiteren Schritte planmäßig verlaufen, könnte die Ausschreibung im Jahr 2028 starten.