BAYREUTH.Wer von Heinersreuth auf der B85 nach Bayreuth fährt, spürt es sofort: Hier verändert sich etwas grundlegend. Die Gebäudehülle der neuen Brauerei Gebr. Maisel steht. Noch sind es graue Formen aus Beton. Doch die Ausmaße lassen sich längst erahnen – und sie sind enorm. Die Kreuzung an der Himmelkronstraße bekommt tatsächlich ein neues Gesicht. Was hier entsteht, wird das Entree der Stadt künftig prägen. Ähnlich wie einst das Maisel Verwaltungsgebäude an der Hindenburgstraße oder noch früher, das inzwischen denkmalgeschützte Stammhaus in der Kulmbacher Straße mit dem Herzogkeller. Nun kommt ein neues Kapitel hinzu.
Die Grundlage für den Bau hat eine Vorgeschichte. Der Bayreuther Stadtrat hat den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Oberobsang beschlossen, die Regierung von Oberfranken hat zuvor die Änderung des Flächennutzungsplans genehmigt. Damit war das Projekt rechtlich abge-sichert.
Ganz ohne Konflikte verlief der Weg jedoch nicht. Eine Bürgerinitiative kämpfte gegen den Neubau und seine Dimensionen. Das Verwaltungsgericht Bayreuth hat die Klage der Anwohner nach einer umfangreichen Verhandlung abgewiesen. Es kann also in Oberobsang eine moderne Brauerei, entstehen, die auch ökologische Aspekte und Rechte der Anwohner berücksichtigt.
Die Erschließung des Areals hat die Brauerei selbst übernommen – vollständig auf eigene Kosten, allerdings in enger Abstimmung mit der Stadt.
Investition mit Signalwirkung
Brauereichef Jeff Maisel hat den Neubau stets als eine Investition in die Zukunft seines Unternehmens bezeichnet. Gleichzeitig stärkt das Vorhaben den Standort Bayreuth – mit Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen.