Veröffentlicht am 29.05.2026 09:06

Heinersreuth setzt auf Lebensqualität: Neue Turnhalle, Skateanlage und Ausbau der Infrastruktur geplant

Die Turnhalle soll auch als Veranstaltungsort dienen - im November soll sie offiziell eingeweiht werden.<br> (Foto: jm)
Die Turnhalle soll auch als Veranstaltungsort dienen - im November soll sie offiziell eingeweiht werden.
(Foto: jm)
Die Turnhalle soll auch als Veranstaltungsort dienen - im November soll sie offiziell eingeweiht werden.
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Die Turnhalle soll auch als Veranstaltungsort dienen - im November soll sie offiziell eingeweiht werden.
(Foto: jm)
Die Turnhalle soll auch als Veranstaltungsort dienen - im November soll sie offiziell eingeweiht werden.
(Foto: jm)

Die Gemeinde Heinersreuth verbindet naturnahes Wohnen mit der unmittelbaren Nähe zur Stadt Bayreuth. Genau diese Mischung macht die Kommune für viele Menschen attraktiv. Rund 4.000 Einwohner leben verteilt auf 18 Ortsteile – ruhig gelegen im Grünen und dennoch mit kurzer Anbindung an die Stadt. In den vergangenen Jahren hat sich Heinersreuth stetig weiterentwickelt, ohne dabei den eigenen Charakter zu verlieren.

Bürgermeisterin Simone Kirschner sieht darin einen bewussten Weg. Statt auf schnelles Wachstum, setzt die Gemeinde auf nachhaltige Entwicklung und eine hohe Lebensqualität. „Das Leben in Heinersreuth ist sehr angenehm“, sagt sie. Ziel sei es, diesen Standard zu sichern und Schritt für Schritt weiter auszubauen.

Dass dieser Kurs von vielen Bürgerinnen und Bürgern unterstützt wird, zeigte die vergangene Kommunalwahl deutlich: Mit 92,2 Prozent wurde Kirschner erneut zur Bürgermeisterin gewählt. „Das ist ein enormer Vertrauensbeweis. Ich freue mich sehr, dass die Arbeit der vergangenen Jahre so wertgeschätzt wird“, erklärt sie. Besonders wichtig sei ihr dabei die Zusammenarbeit innerhalb des Gemeinderats. Trotz klarer Mehrheitsverhältnisse habe man immer sachlich und respektvoll zusammengearbeitet. „Vertrauen, Gemeinschaft und gegenseitiger Respekt sind für uns entscheidend.“

Das sichtbarste Projekt der kommenden Jahre entsteht derzeit direkt neben der Grund-schule: die neue Turnhalle. Mit Investitionskosten von rund 7,6 Millionen Euro handelt es sich um das größte Bauvorhaben der Gemeinde seit Jahrzehnten. Die Halle soll künftig weit mehr sein als nur ein Ort für den Schulsport. Geplant ist ein vielseitiger Treffpunkt für Konzerte, Theateraufführungen, Vereinsveran-staltungen und kulturelle Angebote. „Die Halle soll Menschen zusammenbringen“, betont Kirschner. Ein großzügiges Foyer, Besprechungsräume und flexible Nutzungsmöglichkeiten sollen dafür sorgen, dass unterschiedliche Veranstaltungen parallel stattfinden können. Trotz kleiner Verzögerungen beim Innenausbau hofft die Gemeinde auf eine Fertigstellung bis Mitte oder Ende November. Besonders am Herzen liegt der Bürgermeisterin dabei der Schulstart: „Es wäre schön, wenn die Kinder ihren ersten Schultag bereits in der neuen Halle erleben könnten – selbst wenn noch nicht alles vollständig fertig ist.“

Auch darüber hinaus investiert Heinersreuth in Freizeit- und Lebensqualität. In Altenplos entsteht derzeit eine neue Skateanlage. Der Wunsch dafür kam direkt von Jugendlichen aus Workshops und Befragungen. „Uns war wichtig, die Jugendlichen ernst zu nehmen und ihre Ideen auch umzusetzen“, erklärt Simone Kirschner.

Die Gemeinde setzt dabei bewusst auf konkrete Angebote statt auf starre Strukturen. Zwei Jugendbeauftragte und deren Stellvertreter sollen die Jugendarbeit künftig weiter ausbauen.

Daneben wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Spielplätze modernisiert. Neue Geräte und sichere Aufenthaltsbereiche sollen Familien attraktive Freizeitmöglichkeiten bieten. „Kinder brauchen sichere und moderne Spielräume“, so die Bürgermeisterin.

Auch die Entwicklung entlang der B85 beschäftigt die Gemeinde. Dort entsteht aktuell der Neubau der Brauerei Maisel. Negative Auswirkungen auf den Verkehr habe man bislang nicht feststellen können. Stattdessen sieht Kirschner darin eine Chance für die Region: „Ich bin stolz darauf, ein solcher Nachbar zu sein. Das kann für uns nur eine Bereicherung sein.“

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der medizinischen Versorgung und der Seniorenarbeit. Aus einem Seniorenarbeitskreis entstand inzwischen ein Seniorenbeirat, der die Anliegen älterer Menschen stärker in die Gemeindearbeit einbringen soll. Gleichzeitig entwickelt sich das neue medizinische Versorgungszentrum zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil der Infrastruktur. Dort befinden sich inzwischen unter anderem eine Tagespflege, medizinische Praxen sowie ein Wundzentrum. „Es war ein steiniger Weg, aber jetzt sieht man, dass sich das Dranbleiben gelohnt hat“, sagt Simone Kirschner.

Für Aufmerksamkeit sorgt außerdem die sogenannte Gemeinde-Rikscha. Das elektrisch unterstützte Dreirad ermöglicht älteren oder körperlich eingeschränkten Menschen Ausflüge und mehr Mobilität im Alltag. Die Rikscha kann kostenlos ausgeliehen werden und wird inzwischen auch von Vereinen genutzt. „Mit wenig Aufwand kann man Menschen eine große Freude machen“, erklärt die Bürgermeisterin.

Beim Thema Wohnen bleibt Heinersreuth ebenfalls bei einem klaren Kurs. Große Neubaugebiete und schnelles Wachstum stehen nicht im Vordergrund. Stattdessen setzt die Gemeinde auf eine stabile Infrastruktur und eine gute Integration neuer Bürgerinnen und Bürger. „Wir wollen nicht zwangsläufig weiter wachsen, sondern vor allem dafür sorgen, dass sich die Menschen hier wohlfühlen“, betont Kirschner.

Auch digital entwickelt sich die Gemeinde weiter. Der eigene WhatsApp-Kanal zählt inzwischen mehr als 1.000 Follower und informiert über Veranstaltungen, Bauprojekte oder aktuelle Hinweise aus dem Gemeindeleben. Für Simone Kirschner steht dabei vor allem eines im Mittelpunkt: eine starke Gemeinschaft. „Am Ende geht es darum, dass die Menschen gerne hier leben.“


Von Jessica Mohr
jm
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