Veröffentlicht am 29.05.2026 11:15

LEONCE UND LENA

Foto: Thomas Eberlein
Foto: Thomas Eberlein
Foto: Thomas Eberlein
Foto: Thomas Eberlein
Foto: Thomas Eberlein

LEONCE UND LENA
Lustspiel von Georg Büchner in einer Bearbeitung von Ulrike Zeitz

Premiere am 30. Mai 2026
Römisches Theater Eremitage
Termine: 3., 6., 12., 13., 17., 18., 25., 27. Juni
1., 2., 7., 8., 17., 18., 22. Juli
jeweils um 20.00 Uhr

Regie: Ulrike Zeitz
Bühne und Kostüme: Martha Binder
Musik: Maria Schüritz
Es spielen: Rebecca Brinkmann, Levent Civan, Jürgen Fickentscher, Birgit Franz, Monika
Gut, Hans-Jürgen Honikel, Olha Hordyshevska, Harald Höreth, Lars Neufer, Gabriela Paule,
Rahel Rosenwald, Tim Sokollek, Zacharie Tissier

„Ich habe die große Beschäftigung, müßig zu gehen.“
Die royale Hochzeit zwischen den Sprösslingen der Königshäuser Popo und Pipi steht an und versetzt alle in höchste Aufregung. Der Staatsrat, marionettenhafte Dekoration der Monarchie, will Prinz Leonce auf seine zukünftige Rolle vorbereiten; der König selbst hat zu Protokoll gegeben, dass er sich an diesem Tag freuen werde. Alle scheinen sich zu freuen – außer dem Hochzeitspaar. Ohne sich je begegnet zu sein, beschließen beide unabhängig voneinander, vor der Vermählung zu fliehen. Und wie es der Zufall (oder die Vorsehung) will, begegnen sie sich und verlieben sich.

In poetischer Sprache entlarvt Büchner Banalitäten und zeigt originell die geistige Leere bequemer Postenträger. In Form einer märchenhaft-romantischen Komödie übt er beißende Kritik an Selbstgefälligkeit, Provinzialismus und Unterwürfigkeit. Er wechselt mühelos von grotesken Momenten zu traumverlorenen Passagen voller universeller Fragen: Wer bin ich, wo ist mein Platz – und was soll das alles, wenn wir sowieso sterben müssen?

Zwischen Märchen, Traum und Groteske bewegt sich auch der Stil der Inszenierung: mit zauberhaften Kostümen auf der einmaligen Bühne des Römischen Theaters und einer eigens komponierten Partitur aus Liedern und Bühnenmusik.


Von Onlineredaktion
LV
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